Ausgabe 
20.1.1967
 
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das Individuum sich bildet. Es gelte für Vater und Mutter das richtige wort in selbstverständlichen Gesprächen mit dem Kinde zu finden, die keine Peinlichkeit bedeuten. Meist handele es sich um reine sachneugierde, da das Kind noch keine sexuelle Neugier kenne und von Ge­schlechtlichkeit keine Rede sein könne.

Grundfalsch und deshalb von großem Schaden für das Kind sei es, gestellte Fragen nicht oder unrichtig zu beant - Worten, oder-die Fragen kraft elterlicher Autorität "ab­zuwürgen".

Beantwortung schafft Vertrauen, Nichtbeantwortung könne Angst Stauungen'he^yprrufen.

"Sexualität und Angst liegen eng beisammen. Außerdem verschafft sich das Kind das Wissen in kürzester Zeit aus anderen, geheimen Quellen !", sagte Dr. Groneberg.

In der Vorpubertätszeit werde dann die Frage gestellt, wie das Kind in den Mutterleib gelange. In der Zeugung neuen Lebens biete sich die Natur mit zahllosen Bei - spielen an, an die Vater oder Mutter anknüpfen und dem dann schon verständigen Kind in rechter Weise erklären könnten. Esseli gut, wenn man vom Glauben an den Schöpfer her kommen könne; dadurch würde dem Gespräch eine ganz aildere Wende gegeben.

Was die Rolle des Vaters bei der Zeugung betrifft, so mußten ^ich die anwesenden Eltern selbst "aufklären" lassen.

"Sie kommen damit bei Vierzehnjährigen meist zu spät, " sagte Dr. Groneberg und wies anhand von fundierten Un­terlagen nach, was es mit geschlechtlicher Erfahrung von Vierzehnjährigen auf sich habe.

Es waren erschreckende Zahlen, die er den Eltern nannte. Solchermaßen schloß sich der Kreis des gestellten Themas, das von Dr, Groneberg mit offenen und von hohem Ver­antwortungsbewußtsein getragenen Worten behandelt worden war. Die Eltern dankten mit langanhaltendem Beifall.

Elternbeirats

Die Bemühungen des Elternbeirats der Joseph-Kehrei n - Schule, den Schulweg für die Schülerinnen und Schüler sicherer zu machen, werden aller Wahrscheinlichkeit nach von Erfolg gekrönt sein.

Das war jedenfalls das Ergebnis der Verkehrsexpertenbe­sprechung, zu der der Vorsitzende des Elternbeirats der Volksschule, J. O. Schneider eingeladen hatte.

Es erwies sich einmal mehr, daß bei Behörden, die auf verschiedenen Verwaltungsebenen tätig sind, der oft zeit­raubende Dienstweg nicht immer vorgeschriebene Not­wendigkeit sein muß. Ob es sich nun um den Vertreter der Bezirksregierung Montabaur, Assessor Dünnes, Regierungs- dirfektor Scherhag vom Straßenbauamt Diez, Bürgermeister Mangels und Stadtoberinspektor Sonnenschein von der Stadtverwaltung Montabaur, Kreisoberinspektor Dommer­muth vom' Landratsamt des Unterwesterwaldkreises, Major von Al'vensleb'eirvon der Bundeswehr-Verkehrskommandan­tur Koblenz, oder Polizeioberkommissar Rombach vom Polizeiamt Montabaur handelte, alle Beteiligten waren-den Anregungen des Elternbeirats gegenüber aufgeschlossen und zugänglich.

Rektor Reusch betonte, daß der Schülerlotsendienst eine völlig freiwillige Sache, keineswegs aber eine Angelegen­heit der Schule selbst sei, und ein Kind nur mit Einver­ständnis seiner Eltern dafür tätig sein könne.

In jedem Falle bedeute diese verantwortungsvolle Tätigkeit für die Schülerlotsen, für die Schulklasse und für die Eltern der Lotsen ein großes persönliches Opfer. Er wandte sich dagegen, den persönlichen Einsatz der Lotsenkinder zu bagatellisieren oder den Lotsendienst unangebrachter Kritik auszusetzen.

Ihr Hauptaugenmerk richteten die Verkehrsfachleute auf die Gefahren, die durch die Bundesstraße49 in der Stadt entsteheiio

Nach eingehender Diskussion, die sich über fast drei Stunden erstreckte, wurden die folgenden Möglichkeiten als aus­führbar ins Auge gefaßt:

Die "Verkehrsspinne " Koblenzerstraße - Peterstorstraße - Gelbach- und Kolpingstraße wird durch eine Selbstbe - dienungs-Druckampel "fentschärff, die am jetzigen Fuß- 1 gänger-Üb er weg Kolpinghaus - Haus Thewalt installiert wird.

Diese Ampel kann insbesondere in den Hauptverkehrs - zeiten durch einen Druckknopf durch die Straßen - passanten selbst für kurze Zeit auf "ROT gestellt werden,, damit für eine angemessene Frist ein gefahrloses Über­queren der Straße- gewährleistet ist. In der übrigen Tages­zeit soll diese Ampel durch ein ständiges Gelbsignal das in kurzen Intervalüen aufleuchtet, alle Kraftfahrer der Bundesstraße 49 auf die besondere Gefahrenstelle hinweisen.

Eine Ortsbesichtigung soll die Möglichkeit prüfen, ob auch ein Fußgänger-Überweg an der Peterstorstraße zwischen dem Haus Thewalt und dem Haus Sauerborn ein­gerichtet wird. Diese Straße ist bekanntlich als IStop- Straße für die aus Richtung Holler kommenden Fahrzeuge gekennzeichnet.

Die Fußgänger-Überwege in der Stadt sollen beleuchtete Hinweisschilder erhalten, damit insbesondere in den dunklen Monaten sowie Abendstunden der Kraftfahrer die Überwege besser und vorzeitiger erkennen kann,

An der Volksbank soll das dort bereits befindliche Schutz­geländer in Richtung Wallstraße beiderseits verlängert werden, um den Fußgängern das für ihn gefährlicheDurch- schlängeln " zwischen den haltenden Kraftfahrzeugen- die Wallstraße ist zur Bahnhofstraße hin ebenfalls Stop-Straße­unmöglich zu machen. Um größerer Sicherheit willen muß der Fußgänger freilich einen Umweg von etwa 25 Metern in Kauf nehmen. Sollte sich diese Maßnahme be­währen, ist die spätere Anlage-eines Zebra-Streifens am Ende des Geländers in der Wallstraße nicht ausgeschlossen worden.

Mit diesen Maßnahmen dürfte der Schulweg der im unteren Stadtteil wohnenden Kinder grundsätzlich genügend ab­gesichert sein; die Ampelanlage am Kolpinghaus kommt nicht nur den Schulkindern aus dem oberen Stadtgebiet , sondern auch anderen Straßenpassanten zugute,

Voraussetzung ist allerdings, daß die Kinder den gesicherten Weg wahrnehmen und ihn auch tatsächlich benutzen .Das Folgende soll in einer weiteren Aktion geschehen:

Jedes Kind erhält eine genaue Beschreibung seines Schul­weges, der den Eltern durch ein besonderes Schreiben der Schule mitgeteilt wird,

Durch diese Maßnahme wollen die für die Sicherheit Verantwortlichen erreichen, daß das Elternhaus tatkräftig an der Verkehrserziehung der Kinder mitwirkt., Im Ver­kehrsunterricht soll seitens der Joseph-Kehrein-Schule ebenfalls auf die Schülerinnen und Schüler in dieser Hinsicht eingewirkt werden.

VERBANDS-und VEREINSMITTEI LUNGEN

VHS Montabaur

Frankreich fahrt der VHS. Montabaur Die VHS! Montabaur veranstaltet auch in diesem Jahr wieder eine mehrtägige Studienfahrt nach Frankreich und zwar sind dieses Mal die franz. Alpen, die Cote d ! Azur mit Cannes, Nizza und Monte Carlo sowie das Rhonetal mit Avignon und Lyon das Ziel.

Die Reise, die unter Leitung von Oberstudienrat Dr. Wenzel durchgeführt wird, beginnt am Samstag, den 13. Mai und endet am Donnerstag , den 18. Mai 1967 ( 6 Tage ).

Die Kosten für die Fahrt betragen DM 220, - Darin sind enthalten: Fahrt im modernen Reisebus, 5 Über­nachtungen, 5 Frühstücke, 5 Abendessen , sowie Trinkgelder