Ausgabe 
20.1.1967
 
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AMTLICHE BEKANNTMACHUNGEN

Gerichtstage

für den Unterwesterwaldkreis Die Gerichtstage für den Unterwesterwald kreis, die bisher von dem Arbeitsgericht Neuwied währgenommen wurden, werden künftig von dem Arbeitsgericht Koblenz abgehalten. Im Jahre 1967 finden die Gerichtstage an jedem 1. und 3. Mittwoch des Monats im Sitzungssaal des Landratsamtes in Montabaur statt.

Zum Gerichtstag Montabaur gehören alle Orte aus dem Unterwesterwaldkreis.

Die Gerichtstage beginnen in der Regel um 9. 00 Uhr. Montabaur, den 12. Januar 1967

Stadtverwaltung Montabaur - Bürgermeister -

Amt des Schiedsmannes

Aus gegebener Veranlassung wird nochmals daraufhinge­wiesen, daß das Amt des Schiedsmannes für den Bezirk Montabaur von Herrn Karl Theis, Rechtspfleger, Montabaur, Fritz-Bluhm-Straße Nr. 28, wahrgenommen wird.

Montabaur, den 13.1.1967 Stadtverw. Montabaur

Weihnachtspreisaufgabe

des Bürger - und Gewerbevereins e.V. Montabaur

Aus den zahlreich eingegangenen richtigen Lösungen der Weihnachtspreisaufgabe des Bürger- und Gewerbevereins e. V. Montabaur in der Westerwälder-Zeitung ( Rheinzeitung ) der Vorweihnachtszeit wurden ausgelost:

1. Sachpreise Gewinner Nr.

1 Post, Andrea, Welschneudorf, Waldstr.

2 Metternich, Josef, Holler, Hauptstr. 3

3 Noll, Helene, Goldhausen, Bergstr. 29

4 Müller Uschi, Heiligenroth, Schladweg 81

5 Müller Anneliese, Montabaur, Hospitalstr. 7

6 Reimann, Helmut, Zehnhausen, Dorfstr. 10

7 Hinz, Herta, Horressen, Ringstr. 12

8 Henritzi Bern, Montabaur, Vord. Rebstock 2

9 Müller Alexander, Siershahn, Goethestr. 4

10 Müller Annemarie, Montabaur, Steinweg 50

1] Haußmann, Ullrich, Oetzingen, Hauptstr. 32

12 Müller Hans, Montabaur, Steinweg 50

13 Lorenz Manfred, Eigendorf, Südstr. 12

14 Philippi Klaus-Dieter, Montabaur, Waterloostr. 2

15 Bösl, Katharina, Montabaur, Klosters». 2

16 Gleichmann Josef, Montabaur, Kirchstr. 44

17 Philippi Maria, Montabaur, Waterloostr. 2

18 Franz Karl, Montabaur, Hint, Rebstock 4

19 Hartenfels Rainer, Montabaur, Waterloostr. 131

20 Husse Anna, Montabaur, Klosters». 3

21 Weinriefer Christa, Heiligenroth, Autob,-Rasthaus

22 Wörsdörfer Erich, Niederelbert, Volksschule

23 Plewnia Clemens-Ansgar, Dernbach, Marienweg

24 Quirmbach Karin, Ruppach, Schulstr.

25 Kirchem Gerd, Goldhausen, Bergs».

26 Lorenz Annemarie, Eigendorf, Südstr. 12

27 Höll, Christoph, Montabaur, Burgstr. 1

28 Plewnia Michael, Dernbach Marienweg

29 Meurer Katharina, Montabaur, Walls». 8

30 Eckrich, Franz-Josef, Horressen, Hauptstr. 39

31 Herborn Mathilde, Montabaur, Fürstenweg 29

32 Müller Ursula, Montabaur, Peterstors». 6b. Elsen

33 Rücker Christoph, Montabaur, Bahnhofs». 31

34 Scheugenpflug Peter, Montabaur, Färberbachstr. 1

35 Gromig Werner, Montabaur, Hint. Rebstock 31

36 Sumann Ida, Montabaur, Vord.Rebstock 36

37 Düllo Liesel, Montabaur, Wölfchesbitzstr. 17

38 Fischer Brigitte, Oberelbert, Am Weikert 4

39 Missing Oliver, Montabaur, Walls». 7

40 Wirth Elisabeth, Montabaur, Sauertal 12

41 Gräf, Werner, Montabaur, Kl. Markt 9

42 Schlosser Helga, Montabaur, Vord.Rebstock

43 Wagner Lina, Montabaur, Jakob-Hannappel-Str. 12

2. Geldpreise

3 Minter Maria, Montabaur, Alleestr.4 =50,- DM

2 Marz Bernd., Montabaur, Vord.Rebstock 36 "100, -DM

1 Quirmbach Karl, Ruppach, Schulstr. = 150, - DM.

Die Geldpreise werden den Gewinnern zugesandt.

Die Gewinner der Sachpreise werden gebeten, dieselben bei dem Kassierer des Bürger-und Gewerbevereins e.V. Montabaur, Herrn Günther W i nd ec k - Amtsapotheke- in Montabaur, Bahnhofs», abholen zu wollen.

Dr. Groneberg sprach vor den Eltern

Vortragsreihe wird fortgesetzt - Bessere Be­teiligung

"Wir täuschen uns bei unseren Kindern auf keinem Gebiet mehr, als auf demjenigen des Geschlechtlichen, weil wir selbst verklemmt sind !

Dieser Satz, gleichermaßen auf Eltern und Kinder und damit auf zwei Generationen zielend, stand richtungsweisend über dem zweiten Vortragsabend für die Eltern der Kinder der Joseph-Kahrein-Schule und wurde von Dr. Groneberg, Hadamar, dem Sprecher, des Abends geprägt.

Jeder habe mit seiner Geschlechtlichkeit seine eigenen Schwierigkeiten, meinte der Arzt und Jugendpsychologe.

Der Mensch werde entweder als Mann oder Frau geboren und die Frage, ob er von seinen Eltern in der rechten Weise in diese, seine Welt eingeführt worden sei, müsse in den meisten Fällen verneint werden.

Und doch sei das, was der junge Mensch über die Geschlecht­lichkeit erfahre, prägend für sein Verhalten in der Zukunft.

Es sei aber darüber hinaus von großer Bedeutung zu wissen, daß das Geschlechtliche nur einen Teil in der Natur des Menschen ausmache. " Der Mensch ist ein Triebwesen, das von der Vernunft gesteuert wird", sagte Dr. Groneberg und meinte, daß »mit der Erziehung da begonnen werden müßte, wo es um das Triebgefüge gehe.

Der Anfang müsse schon beim ersten Fläschchen gemacht werden und die Erziehung sollte durchgehend von unten bis oben erfolgen. Die Geschlechtlichkeit komme aus unserer Triebstruktur und habe ihren bestimmten Sitz im Gehirn.

Anhand eines Schemas erläuterte der Arzt die verschiedenen Triebe und ihren jeweiligen Ausgangsort im menschlichen Gehirn. Die Wissenschafthabeeine einfache Formel ent - wickelt, die für den Ablauf der Triebbefriedigung gelte: Triebmeldung - Triebspannung - Triebbefriedigung mit gleichzeitigem Lustgewinn - Abfall der Triebspannung.

Das Kind habe von Natur seinen Nahrungstrieb, später folge der Spieltrieb.

Es gehe darum, diese Triebe beim Kinde " an d ie Kette " zu legen, daß es rechtzeitig an das Ertragen der Trieb - Spannung bis zum erlaubten Lustgewinn gewöhnt werde .

Nicht anders verhalte es sich mit dem später hinzukommen­den Geschlechts trieb.

Die Zeit, so meinte der Arzt, sei heute so sex ;.?isiert, wie noch nie zuvor.

Den Massenmedien seien die Kinder ohne Rücksicht ausge- setzt. "Wir müssen daher unsere Kinder in die Lage ver - setzen, sich selbst einen Schutzwall zu bauen."

Hier helfe zur rechten Zeit das rechte Wort, das wahrheits­getreu und entwicklungsstnfengerecht offen gesagt und das theoretische Wissen auf eine ethische Ebene gehoben werden müsse.

In einem gewissen Alter komme es dann zur Frage des Kinde nach seiner Exi?tens und die Frage; "Woher komme ich ?" sei erst der Zeitpunkt der eigentlichen Menschwerdung, wo

Druck und Verlag: PRIMO- Verlag HANS SCH MID 6689 Merchweiler/Saar Postfach 20

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