Ausgabe 
11.11.1966
 
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B EILAGEN-HINWEIS

Unserer heutigen Ausgabe liegt eine Druckschrift des Missions­hauses Mellatz in 8991 Opfenbach bei.

Wir bitten unsere Leser un deren Beachtung.

- 1874

Bürgermeister

- 1885

Bürgermeister

- 1890

Bürgermeister

- 1895

Bürgermeister

- 1916 ,

Bürgermeister

- 1920

Bürgermeister

1921

Bürgermeister

- 1926

Bürgermeister

- 1933

Bürgermeister

- 1943

Bürgermeister

- 1945

Bürgermeister

1945

Bürgermeister

- 1947

Bürgermeister

- 1964

Bürgermeister

2J.964

Bürgermeister

D ie Bürgermeister der Stadt Montabaur

Unser dem Preußenkönig Friedrich Wilhelm dem I. (1713 - 1740) entstanden die ersten staatlichen Verwaltungsbezirke, denen die Funktionen einer Selbstverwaltungskörperschaft zu eigen waren. Nach der Revolution von 1848 ergingen für die einzelnen pr eußischen Provinzen Kreisordnungen, durch wel. che die Landkreise und damit auch gleichzeitig die Gemein­den mit echt en Selbstverwaltungsbefugnissen ausgestattet wurden.

Vom Revolutionsjahr 1848 an sollen deshalb nun nachstehend die einzelnen Bürgermeister genannt werden, so wie sie in den Folgejahren als Stadtoberhaupt die Geschicke unserer Heimatstadt maßgebend gelenkt und mitgestaltet haben.

V. M. Waterloo K. Neurohr

1890

1896

1922 1926 1933 1943

1946

1947 - 1964 Bürgermeister Robert Kraulich

Villi Mangels

Von der Jahrhundertwende an sind die ehemaligen Bürgermei­ster noch in der Erinnerung der Bevölker ung. Deshalb sollen einzelne Angaben zu dem genannten Personenkreis gemacht werden.

Bürgermeister Sauerborn trat am 31. März 1916 in den Ruhe­stand. Unter der damaligen Magistratsverwaltung wurde als sein Nachfolger Bürgermeister Hans Reis am 1. März 1916 vereidigt. Er war bis zum 15. April 1920 im Dienst.

Auf die kürzeste Amtszeit kann Bürgermeister Franz Harten­fels zurückblicken. Er trat am 1. Apr il 1921 sein Amt an und hat es bereits zum 31. Dezember des gleichen Jahres wieder zur Verfügung gestellt.

Bürgermeister Rudolf Mönig stellte sich am 1. Apr il 1922 als neugewählter Bürger meister dem Magistrat und der Stadt- ver ordnetenversammlung vor. Schon nach 4 Jahren, am 15. Januar 1926 ist er wieder aus städtischen Diensten ausgeschie­den. In dieser Zeit, und zwar vom 15. März 1923 bis zum 30. November 1924 war er durch die Besatzungsbehörden aus­gewiesen., Die Bürgermeistergeschäfte wurden in dieser Zeit wie schon so oft bei seinen Vorgängern durch den Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung wahrgenommen.

Mit Bürgermeister Heinrich Roth, der vom 2. Juni 1926 bis zum März 1933 die Geschicke der Stadt lenkte, hatte Mon­tabaur ein Oberhaupt gewonnen, das sich tatkräftig um die städtischen Einrichtungen und die Weiterentwicklung der Stadt bemühte. In seine Amtszeit fällt die 1000-Jahrfeier von Montabaur, die im Jahre 1930 begangen wurde. Bür­germeister Roth war gleichzeitig Mitglied des preußischen Staatsrates.

Die Machthaber des Dritten Reiches erzwangen am 26. März 1946 sein Ausscheiden aus dem Amt, aus dem er ohne Pen- sions anspruch entlassen wurde.

Nach dem Zusammenbruch im Mai 1945 wurde Bürgermeister Heinrich Roth demonstrativ von den Bürgern der Stadt wieder in sein Amt eingeführt. Seine Tätigkeit währte aber hier nicht lange, da er bald darauf als Landrat in St. Goar seine Dienstgeschäfte aufnahm.

Der erste Bürgermeister im Dritten Reich war Georg Hinter-

Wälder. Er übte dieses Amt vom 15. Dezember 1933 bis Mai 1943 aus, dann wurde er als Landrat nach Gelnhausen versetzt. Sein Nachfolger in den letzten Kriegsjahren war Bürgermei­ster Karl Cäsar, der im Juni 1943 kommisarisch das Amt des Bürgermeister übernommen hatte und es bis zum Kriegsende weitergeführt hat.

Nach der schon erwähnten . kurzen Amtsperiode von Bürger­meister Heinrich Roth wurde dann am 1. Oktober 1946 zu­nächst als ehrenamtlicher Bürgermeister Hans Wirges gewählt. Bürgermeister Wirges leitete die Geschicke der Stadt bis zum 15. Juni 1947. Von diesem Zeitpunkt an wurdeer ebenfalls als Landrat nach St. Goarshausen abberufen.

Nachfolger von Bürgermeister Wirges wurde Robert Kraulich, der am 15. Juni 1947 zunächst ebenfalls als ehrenamtlicher Bürgermeister sein Amt übernahm. Am 1. September 1949 wurde er für 12 Jahre hauptamtlich gewählt und hat nach Ab­lauf dieser Amtszeit die Bürgermeistergeschäfte weitere 3.

Jahre geführt.

Bürgermeister Willi Mangels übernahm am 1. Februar 1964 seine Diens tgeschäfte als Bürgermeister.

Oktober im Rückblick

Montabaur wird seine Geschäftsstraßen in der Vor Weihnachts­zeit mit Adventskr änzen schmücken. Die Stadt gewährt ei­nen 50 prozentigen Zuschuß zu den elektrischen Anlagen. Horessen wird seine Kanalisation an die Kläranlage in Mon­tabaur anschliessen.

Den Köppelturm bestiegen nunmehr über 10000 Personen'.

Auf einen Notruf des Montabaurer Gymnasiums hin haben sich sieben Lehrkräfte beworben.

Der Schlußball der höheren Schulen war zum erstenmal mit einem Tanzturnier der Klasse I verbunden.

Stadtoberinspektor Reinhar d Sonnenschein konnte auf seine 25 jährige Tätigkeit im öffentlichen Dienst zurückblicken.

In der Volksschule war eine Ausstellung über die Religionen der Welt. Veranstaltet war dieSteyler Mission.

Die Volkshochschule Montabaurbietet im Wintersemester 12 Arbeitskreise, 8 Sprachkurse und 6 berufsbildende Kurse.

Die Stadt Möhr-Grenzhausen möchte sich mit Hillscheid vom Unt erwesterwaldkreis trennen.

Stadtamtmann Adolf Gilles wurde zum Stadtamtsrat befördert. Am Staat liehen Gymnasium .bestanden 39 Abiturienten die Reifeprüfung.

Das Kreisjugendamt veranstaltete einen Quizabend. Sieger wurden Marianne Lenaif und Bernd Noll.

Die AOK Unterwesterwald wird ihre Beiträge ab 1. Januar von 10, 3 auf 11 % erhöhen.

Die freiwillige Feuerwehr wird im kommenden Jahr ein neues Löschfahrzeug erhalten.

Für Wege auf der Alberthöhe wählte der Stadtrat folgende Na­men aus; Am Wolfsturm, Gäulsbach, Am Biebrichsbach, Mo­selstraße.

Die Stadt wird 22 °]o Flächenbeitrag für das Baulandumlegungs­verfahren auf der Alberthöhe erheben.

Für das Gebiet "In und auf der Bächel" wird ein Bebauungs­plan aufgestellt.

Neue Heimatliterätur

Auch in diesem Jahr hat die "Nassauische Landeszeitung wie­der eine Sonderbeilage zur Heimatgeschichte herausgegeben. Das 56 Seiten starke Heft im Großformat erschien Ende Okto­ber und trägt den Titel "1866 - 1966. Nassau nach 1866 im größeren Verband".

Zahlreiche Aufsätze befassen sich wieder mit unserer Wester­wälder Heimat. Es seien genannt: "Vor 150 Jahren aus bitte­rer Not geboren: Hausierwesen mit eigener Note. Die Wester­wälder "Landgänger" und ihre Geschichte" - "Im Land des "guten Tons". Westerwälder Keramik in aller Welt". - "Wester Wälder Humor" - "O du schöner Westerwald. Über die Entste­hung des Westerwaldliedes".

Andere Artikel sind wiederum auf Nassau im allgemeinen zuge­schnitten, So etwa; "Die nas säuischen Lande sind eine Brücke zwischen Norden und Süden. Berglandschaft, die nicht trennt,

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