Ausgabe 
11.11.1966
 
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20. 00 Uhr Bibelstunde

Freitag 14.30 Uhr Diasporareligionsunterricht

Horressen

19. 30 Uhr Junge Gemeinde

STANDESAMTLICHE NACHRICHTEN

Personenstandsfälle Monat Oktober 1966

Geburten

Christoph Jung aus H eiligenroth Klaus Georg Ortseifen aus Großholbach Simone Görke aus Montabaur Thomas Balmert aus Oberelbert Jörg Richard Weber aus Isselbach Jörg Bernhard Kilian aus Montabaur Thomas Hans Brocke aus Bladernheim Marco Wurdak aus Pütschbach Peter Müller aus Horbach Petra Steinebach aus Nentershausen Dirk Ortseifen aus Nomborn Stefan Walter Rehsmann aus Nomborn Susanne Kettner aus Montabaur Volker Wolfgapg Schäfer aus Weltersburg Kerstin Altenhofen aus Montabaur Judith Maria Voß aus Montabaur Monika Rita Dohrmann aus Eigendorf Jörg Bernhard Kurth aus HeilieanrotL Ralf Manfred Cieslik aus Untershausen Gabriele Martina Schwarz aus Montabaur Silke Schneider aus Unnau /OWW.

Sabine Walper aus Wirges

Bettina Köhler aus Montabaur

Maria Luise Monika Malm aus Weroth

Rainer Mies aus Stahlhofen

Michael Gerhard Mydla aus Oberhaid

Markus Hans Schmidt aus Montabaur

Petra Klein aus Daubach

Peter Klein aus Daubach

Andrea Monika Kaiser aus Bladernheim

Detlef Weimer aus Heilberscheid

Eheschließungen

Rainer Manfred Herz aus Heiligenroth und Roswith Maria Ortseifen aus Heiligenroth.

Ferdinand Alois Roos und Waltraud Gutberiet, beide aus

Montabaur.

Sterbefälle

Helena Karatiola geb. Kespe aus Montabaur 67 J.

Josef Knebel aus Montabaur 43 J.

Walter Müller aus Montabaur 22 J.

Joseph Kr ätz aus Bladernheim 68 J.

Boleslaus Jedrzejewski aus Montabaur 71 J.

Maria Anna Knie aus Heiligenroth 82 J.

Jakob Nikolaus Ludwig aus Niedererbach 62 J.

Sabine Maria Groth aus Altstadt 2 J.

Margaretha Born aus Montabaur 73 J.

Andreas Giehl aus Marienberg. 9 J.

Der Standesbeamte

AMTLICHE BEKANTMACHUNGEN

Fundamt

Beim Polizeiamt Montabaur wurden in der Zeit vom 1. 10. bis 31. 10. 1966 folgende Gegenstände als Fundsache abge­geben;

1 Herren-Knirps, gefunden am 3. 10. 1966, 1 Herren-Arm- banduhr, gefunden am 5. 10. 1966, 1 Rosenkranz mit Etui gefunden Anfang Oktober, 1 Paar Damen-Gummistiefel, ge­funden am 11. 10. 1966, 1 Damen-Ring, gefunden am 17. . 10. 1966, 1 Spazierstok, gefunden am 27. 10. 1966 - 2 -

In der gleichen Zeit wurden zwei Geldbeträge abgegeben. Rechtmäßige Eigentümer können sich auf dem Fundamt in Montabaur, Bahnhofstr. 31, in den Dienststunden zwischen 8. 00 und 12. 00 Uhr melden.

In der gleichen Zeit wurde eine Anstecknadel - Weißgold mit mehreren Brillanten - als verloren gemeldet.

AUS DEM KOMMUNALEN LEBEN

D as Kaiser-Wilhelm-Gymnasium

Fortsetzung

Mit Ende des Jahres 1919 flaute die amerikanische Besatzung ab und der Betrieb konnte wieder regelmäßig gestaltet wer­den. Ostern 1920 fand zum erstenmal seit 3 Jahren wieder eine regelrechte Reifeprüfung statt. Auch sonst kam in der Schule wieder frisches Leben auf. Einer Gedenkfeier für die gefallenen Schüler im Juni 1920 folgte im September ein "Studienerinnerungsfest" der ehemaligen Schüler, im Dezem­ber gar eine öffentliche Beethovenfeier. Auch Weihnachts­feiern und zur Faschingszeit heitere Veranstaltungen zeugten von neuem Lebensmut. Weitere Änderungen im Lehrkörper brachte das Ausscheiden der älteren Professoren von Ostern 1921 ab und der Tod von Prof. Ebert im Februar 1923.

Aber wie das gesamte Vaterland nicht zur Ruhe kommen sollte, so noch weniger das besetzte Gebiet. Als die Franzo­sen im Januar 1923 ins Ruhrgebiet einb*-.trhen, zogen die Ame­rikaner aus dem Brückenkopf Koblenz und damit auch aus . Montabaur ab, wo man ihre Anwesenheit zuletzt kaum mehr gespürt hatte. Um so spürbarer machten sich ihre Nachfolger, die Franzosen. Zum zweiten Male drohte Montabaur in der Flut ungebetener Gäste zu ersticken. Vom Gymnasium be­schlagnahmten sie gleich Ende Februar die Turnhalle; ein halbes Jahr konnte noch in der freundlicherweise zur Verfü­gung gestellten Halle des Konvikts geturnt werden, dann nahmen die Franzosen auch diese wie überhaupt das halbe .Konviktgebäude für sich. Das Gymnasium selbst trat für 2 Jah­re dem aus seinem Heim verdrängten Wohlfahrtsamt zwei Klassenräume ab. Von Beschlagnahme und Ausweisung der Lehrer, wie sie das Seminar traf, blieb das Gymnsium ver­schont, doch herrschte beständige Unsicherheit in dieser Be­ziehung. 13 Schüler wurden mit ihren Eltern ausgewiesen.

Die Einstellung des Bahnbetriebes brachte die Fahrschüler in größte Not; die Schülerzahl sank wieder bis auf 208 am 1. Februar 1924. Dazu kam die wirtschaftliche Not durch die Inflation. Schulbücher mußte die Schule in größerem Um­fange den Schülern borgen, Hälfieauf Vorrat beziehen und billig abgeben.

Der Separatistenunfug traf das Gymnasium weniger, weil er in den Oktoberferien einsetzte und nachher allmählich ab­flaute. An Zuständen vergangener Zeiten konnte es gemah­nen, wenn der Direktor in diesen Tagen das Schulgeld von den Schülern selbst einzog und sofort unter die Lehrer ver­teilte, nur daß es Millionen in Papiermark waren, die durch schnellen Verbrauch vor dem Zugriff der Separatisten und auch vor der Entwertung bewahrt werden mußten.

Der schwerste Druck der Besatzung währte bis Sommer 1925. Von Januar 1926 an begann der Abzug. Die Turnhalle wur de im Sommer 1926 frei. Aber erst die endgültige Räumung des Brückenkopfes Koblenz Ende November 1929 befreite Stadt und Schule von dem Jahre lang auf ihnen lastenden Druck. Nach all dem Ausgestandenen hielt das Gymnasium sich für wohl berechtigt, die Freude über den Abzug der letzten Franzosen aus Montabaur durch eine besondere Schulfeier und Unterr i cht's aus- fa 11 zur Geltung kommen zu lassen. ' (Fortsetzung folgt)

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