20. 00 Uhr Bibelstunde
Freitag 14.30 Uhr Diasporareligionsunterricht
Horressen
19. 30 Uhr Junge Gemeinde
STANDESAMTLICHE NACHRICHTEN
Personenstandsfälle Monat Oktober 1966
Geburten
Christoph Jung aus H eiligenroth Klaus Georg Ortseifen aus Großholbach Simone Görke aus Montabaur Thomas Balmert aus Oberelbert Jörg Richard Weber aus Isselbach Jörg Bernhard Kilian aus Montabaur Thomas Hans Brocke aus Bladernheim Marco Wurdak aus Pütschbach Peter Müller aus Horbach Petra Steinebach aus Nentershausen Dirk Ortseifen aus Nomborn Stefan Walter Rehsmann aus Nomborn Susanne Kettner aus Montabaur Volker Wolfgapg Schäfer aus Weltersburg Kerstin Altenhofen aus Montabaur Judith Maria Voß aus Montabaur Monika Rita Dohrmann aus Eigendorf Jörg Bernhard Kurth aus HeilieanrotL Ralf Manfred Cieslik aus Untershausen Gabriele Martina Schwarz aus Montabaur Silke Schneider aus Unnau /OWW.
Sabine Walper aus Wirges
Bettina Köhler aus Montabaur
Maria Luise Monika Malm aus Weroth
Rainer Mies aus Stahlhofen
Michael Gerhard Mydla aus Oberhaid
Markus Hans Schmidt aus Montabaur
Petra Klein aus Daubach
Peter Klein aus Daubach
Andrea Monika Kaiser aus Bladernheim
Detlef Weimer aus Heilberscheid
Eheschließungen
Rainer Manfred Herz aus Heiligenroth und Roswith Maria Ortseifen aus Heiligenroth.
Ferdinand Alois Roos und Waltraud Gutberiet, beide aus
Montabaur.
Sterbefälle
Helena Karatiola geb. Kespe aus Montabaur 67 J.
Josef Knebel aus Montabaur 43 J.
Walter Müller aus Montabaur 22 J.
Joseph Kr ätz aus Bladernheim 68 J.
Boleslaus Jedrzejewski aus Montabaur 71 J.
Maria Anna Knie aus Heiligenroth 82 J.
Jakob Nikolaus Ludwig aus Niedererbach 62 J.
Sabine Maria Groth aus Altstadt 2 J.
Margaretha Born aus Montabaur 73 J.
Andreas Giehl aus Marienberg. 9 J.
Der Standesbeamte
AMTLICHE BEKANTMACHUNGEN
Fundamt
Beim Polizeiamt Montabaur wurden in der Zeit vom 1. 10. bis 31. 10. 1966 folgende Gegenstände als Fundsache abgegeben;
1 Herren-Knirps, gefunden am 3. 10. 1966, 1 Herren-Arm- banduhr, gefunden am 5. 10. 1966, 1 Rosenkranz mit Etui gefunden Anfang Oktober, 1 Paar Damen-Gummistiefel, gefunden am 11. 10. 1966, 1 Damen-Ring, gefunden am 17. . 10. 1966, 1 Spazierstok, gefunden am 27. 10. 1966 - 2 -
In der gleichen Zeit wurden zwei Geldbeträge abgegeben. Rechtmäßige Eigentümer können sich auf dem Fundamt in Montabaur, Bahnhofstr. 31, in den Dienststunden zwischen 8. 00 und 12. 00 Uhr melden.
In der gleichen Zeit wurde eine Anstecknadel - Weißgold mit mehreren Brillanten - als verloren gemeldet.
AUS DEM KOMMUNALEN LEBEN
D as Kaiser-Wilhelm-Gymnasium
Fortsetzung
Mit Ende des Jahres 1919 flaute die amerikanische Besatzung ab und der Betrieb konnte wieder regelmäßig gestaltet werden. Ostern 1920 fand zum erstenmal seit 3 Jahren wieder eine regelrechte Reifeprüfung statt. Auch sonst kam in der Schule wieder frisches Leben auf. Einer Gedenkfeier für die gefallenen Schüler im Juni 1920 folgte im September ein "Studienerinnerungsfest" der ehemaligen Schüler, im Dezember gar eine öffentliche Beethovenfeier. Auch Weihnachtsfeiern und zur Faschingszeit heitere Veranstaltungen zeugten von neuem Lebensmut. Weitere Änderungen im Lehrkörper brachte das Ausscheiden der älteren Professoren von Ostern 1921 ab und der Tod von Prof. Ebert im Februar 1923.
Aber wie das gesamte Vaterland nicht zur Ruhe kommen sollte, so noch weniger das besetzte Gebiet. Als die Franzosen im Januar 1923 ins Ruhrgebiet einb*-.trhen, zogen die Amerikaner aus dem Brückenkopf Koblenz und damit auch aus . Montabaur ab, wo man ihre Anwesenheit zuletzt kaum mehr gespürt hatte. Um so spürbarer machten sich ihre Nachfolger, die Franzosen. Zum zweiten Male drohte Montabaur in der Flut ungebetener Gäste zu ersticken. Vom Gymnasium beschlagnahmten sie gleich Ende Februar die Turnhalle; ein halbes Jahr konnte noch in der freundlicherweise zur Verfügung gestellten Halle des Konvikts geturnt werden, dann nahmen die Franzosen auch diese wie überhaupt das halbe .Konviktgebäude für sich. Das Gymnasium selbst trat für 2 Jahre dem aus seinem Heim verdrängten Wohlfahrtsamt zwei Klassenräume ab. Von Beschlagnahme und Ausweisung der Lehrer, wie sie das Seminar traf, blieb das Gymnsium verschont, doch herrschte beständige Unsicherheit in dieser Beziehung. 13 Schüler wurden mit ihren Eltern ausgewiesen.
Die Einstellung des Bahnbetriebes brachte die Fahrschüler in größte Not; die Schülerzahl sank wieder bis auf 208 am 1. Februar 1924. Dazu kam die wirtschaftliche Not durch die Inflation. Schulbücher mußte die Schule in größerem Umfange den Schülern borgen, Hälfieauf Vorrat beziehen und billig abgeben.
Der Separatistenunfug traf das Gymnasium weniger, weil er in den Oktoberferien einsetzte und nachher allmählich abflaute. An Zuständen vergangener Zeiten konnte es gemahnen, wenn der Direktor in diesen Tagen das Schulgeld von den Schülern selbst einzog und sofort unter die Lehrer verteilte, nur daß es Millionen in Papiermark waren, die durch schnellen Verbrauch vor dem Zugriff der Separatisten und auch vor der Entwertung bewahrt werden mußten.
Der schwerste Druck der Besatzung währte bis Sommer 1925. Von Januar 1926 an begann der Abzug. Die Turnhalle wur de im Sommer 1926 frei. Aber erst die endgültige Räumung des Brückenkopfes Koblenz Ende November 1929 befreite Stadt und Schule von dem Jahre lang auf ihnen lastenden Druck. Nach all dem Ausgestandenen hielt das Gymnasium sich für wohl berechtigt, die Freude über den Abzug der letzten Franzosen aus Montabaur durch eine besondere Schulfeier und Unterr i cht's aus- fa 11 zur Geltung kommen zu lassen. ' (Fortsetzung folgt)
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