Ausgabe 
26.11.1965
 
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Volksbank Montabaur berichtet

Weitester Ballon flog über 700 km weit.

Oie Volksbank Montabaur startete bekanntlich aus Anlaß des Weltspartages 1965 am 28.10.1965 in Wirges und am 29. 10.1965 in Montabaur einen Luftballonflugwettbewerb.

Der unerwartet große Zuspruch machte es möglich, über 1.000 Luftballons zu starten, die "beladen" mit einer Ant­wortkarte erstaunliche Entfernungen zurücklegten. So zum Beispiel kam die Karte des wohl weitesten Ballons aus Bu- kowice, einem Ort, der 60 km hinter Breslau liegt! Mißt man diese Entfernung einmal auf der Karte nach, stellt man mit Erstaunen fest, daß der Ballon samt Ballast über 700 km (Luftlinie) zurücklegte. Zwei weitere Ballons wurden der all­gemeinen Flugrichtung - ostwärts - untreu und landeten wohlbehalten in und bei Berlin. Wieder andere hatten sich die Tchechoslowakei als Landeziel ausersehen, von wo auch prompt die Rückantwortkarten kamen.

Wie die Volksbank zu berichten weiß, kehrte die Mehrzahl der Karten aus der sogenannten DDR zurück, aber nicht an die "Bank", sondern mit freundlichen Schreiben an die klei­nen "Ballonflieger" selbst. Es ist durchaus denkbar, daß auf­grund dieser Tatsache manch persönlicher Kontakt über den Stacheldraht hinweg zustandekommt, geknüpft durch einen bunten Kinderluftballon.

Von den tausend gestarteten Ballons fanden an Antwort­karten immerhin annähernd 200 Stück zurück, die Mehrzahl blieb verschollen. Alles in allem war dieser Wettbewerb ein gelungenes Unterfangen, voller Spannung für die kleinen Ballonflieger, nicht ganz ohne Interesse für die Erwachsenen, die sich, nicht selten in Gruppen, tagtäglich über den neue­sten Stand der Dinge an den Schaufenstern der Volksbank in­formieren.

Hier nun die 20 Sieger des Wettbewerbes mit Ortsangabe der Landung:

1. Klaus Schlosser, Bladernheim - Bukowice bei Breslau

2. Rolf Krissel 0 Wirges - Berlin-Friedrichsfelde

3. Gerhard Lohrer, Montabaur -Kleindrebnitz b. Bischofs­werda ( Dresden)

4. Dietmar Birkelbach, Holler - Mohelnice / Tschechei

5. Carla .Barnstedt, Wirges - Sperenberg b. Zossen Kreis Potsdam

6. Rainer Köhler, Montabaur - Dresden

Jutta Carle , Montabaur - Freital b. Dresden

8. Hildegard Eichmann, Wirges - Zallmsdorf b. Wittenberg

9. Werner Gräff, Montabaur - Herold (Erzgebirge)

10. Frank Scherbaum, Wirges - Gossa b. Bitterfeld

h. Michael Gerharz, Montabaur - Hirschfeld b. Chemnitz

12. H. Christ. Sturm, Montabaur -Windischenlaibach über Bayreuth

13. Christoph Schäfer, Montabaur - Adorf/Vogtland 14.Otmar Pehl, Holler - Nüssen ü. Münchberg

15. Winfried Schlosser, Heiligenroth - HelLstedt

16. Matthias Rücker, Montabaur - Hildbrandsgrün ü, Münch- berg

17-Alexander Schaaf , Montabaur - Münchberg

18. Günther Meudt, Bladernheim - Witzleshofen ü. Münchberg

19. Christoph Höll, Montabaur - Welkendorf b. Bayreuth

|20. Jürgen Homann, Montabaur - Ruppertsgrün( Fichtelgebirge

; Nehmen Sie ruhig einmal die Landkarte oder den Atlas zur Hand, es macht Spaß. Zu erwähnen ist noch, daß laut Mitteilung der Volksbank diese 20 weitesten Ballons preis- gekrönt wurden und daß Preise und Antwortkarten ab sofort beider Volksbank in Empfang genommen werden können.

DAS HLo GEIST HOSPITAL ZU MONTABAUR

Fortsetzung aus Nr. 47 :

ßis zur Mitte des 19. Jahrhunderts erfuhr die Wirtschaft des Hospitals eine vollständige Umwandlung, Bestanden bis da- Modie Einnahmen des Hospitals im wesentlichen aus Pacht-,

6,

Grund- und Kapitalzinsen, so wurden nunmehr die nicht un­beträchtlichen Grundzinsen ( Korn, Hafer-, Hühner-und Gänse­zinsen) in Geld abgelöst und verschwanden aus den Einnahme­registern des Spitals. Eingeleitet wurde diese Entwicklung durch das von den nassauischen Regenten am 10. /14. II. 1809 erlassene Steueredikt, das bereits die Ablösung der Geld- u. Fruchtabgaben mit dem fünfundzwangzigfachen Betrag vor­sah. Auch die Naturalpachten verschwanden und an ihre Stel­le traten die Geldpachten. So wurden die Naturaleinnahmen des Spitals, die einmal sehr bedeutend waren, stark reduziert und machten schließlich eine Umwandlung der Pfründen not­wendig. Bis zum Jahre 1828 erhielt jeder Pfründner neben frei­er Wohnung im Hospital für seine Beköstigung, wofür er selbst zu sorgen hatte, jährlich 36 Gulden und zwei Malter Korn.

( Am 30. Nov. 1826 berichtet Amtmann Gieße seiner Regie­rung : " Die Hospitanten lassen sich meist auswärts speisen, soweit ihre Mittel reichen" ) . Am 12.2.1827 und 10.8.1827 verfügte die herzogliche Regierung die Ablösung dieser 2 Malter Korn durch Geld. ( Staatsarchiv Wiesbaden, Abt. 211 Nr. 13768) . Mit dem 1. Januar 1828 sollte den Pfründnern vierteljährlich statt der Frucht ein entsprechender Geldbetrag ausgezahlt werden, der nach dem jeweiligen Fruchtpreis des Diezer Marktes errechnet werden sollte. Da diese Berechnung sehr viel Arbeit verursachte und zu vielen Beschwerden seitens der Pfründner führte, so setzte man für das Malter Korn einen bestimmten Betrag fest, 1828 waren es 6, ab 1829 8 Gulden, so daß jeder Pfründner ab Januar 1829 neben freier Wohnung für seine Beköstigung jährlich 52 Gulden erhielt. Auf dieser Höhe hielt sich die Pfründe bis in die fünfziger Jahre des 19. Jahrhunderts,

Rechner des Hospitals war bis zum Jahre 1839 Hartmann Schnupp, der uns bereits oben schon einmal begegnete. Sein Nachfolger wurde der Rechtsanwalt Carl Cramer. Als die Ver­waltung des Hospitals in die Hände des Gemeinderats über­ging, wurde dieser am 30.9.1849 seines Postens enthoben und durch den Ratskassierer Joseph Kunst ersetzt. Bis zum Jahre 1823 wurde alle Überschüsse des Hospitals zur Unter­stützung der Armen der Stadt verwandt. Aus diesem Grunde wurde auch der Almosenfonds auf Veranlassung der nassaui­schen Regierung zur Bestreitung der Kosten für den neuen HospitaLbau herangezogen. Die Verwaltung des Spitals lag bis zum Jahre 1849 in den Händen der Amtsarmenkommis­sion. Diese bestimmte über die Pfründen ; ihre Entscheidun­gen bedurften jedoch der Genehmigung d. Landesregierung. Seit dem Jahre 1849 liegt die Verwaltung des Spitals und die Zuteilung der Pfründen in den Händen der Stadtvertretung.

Für die Ordnung im Hause sorgte in der nassauischen Zeit der Hausverwalter. Er ei hielt neben der freien Wohnung ei­nen kleinen Geldbetrag. Im Jahre 1846 wird als Aufseher der Polizeidiener Nikolaus Kunst genannt; der letzte Aufseher war ( bis 1860 )Wilhelm Hisgen. An die Stelle des Hausmeisters trat die Hospitalkommission, die vom Gemeinderat ernannt wurde und die für die Ordnung im Hospital verantwortlich war. Die Pflege der Kranken und die Reinigung des Gebäudes besorgte eine Frau, der man dafür eine Pfründe bzw. den Er­trag einer Pfründe (52 fl) gab. Die letzte bürgerliche Kran­kenpflegerin war Katharina Graf ( von 1841 -1855). Am l. Ja­nuar 1856 zog die erste Schwester der Armen Dienstmägde Christi von Dernbach in das Hospital ein. Nach dem Vertrag, den der Gemeinderat am 1. November 1855 mit der Vorste­herin der Genossenschaft Katharina Kaspar abschloß, ver­sprach der Gemeinderat der Schwester freie Wohnung, Licht, Brand und eine jährliche Belohnung von 60 Gulden. Dafür übernahm sie "die Aufsicht und Reinigung in dem hiesigen Hospitalgebäude dergestalt, daß sie nicht nur die sämtlichen Räume des fraglichen Gebäudes unter Mitwirkung der arbeits­fähigen Hospitanten" besorgte, sondern sich auch verpflich­tete- alle Inventarstücke und Leinwand stets in gutem und reinlichem'Zustand zu halten und dafür zu sorgen, daß "die Hospitanten selbst rein und sauber gekleidet erscheinen, de­ren Bettung, Leibwäsche regelmäßig gereinigt und in gutem Zustand erhalten werde ". - Fortsetzung folgt -

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