Ausgabe 
6.8.1965
 
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jpie beiden Kindergärten "Don Bosco und "St. Peter" begin­gen wieder am Dienstag, den 10.8.1965 zur gewohnten Zeit-,

lEvang. Kirchengemeinde

8. So. n. Trinitatis

Sonntag

|Donnerstag

11. 00 Uhr Hauptgottesdienst

Kollekte für die Ev. Akademie­arbeit

20. 00 Uhr Bibelstunde der landeskirchl.

Gemeinschaft im Gemeinde­haus

VEREINSMITTEILUNGEN

Freiwillige Feuerwehr Montabaur

Auch in diesem Jahr findet am Kirmessonntag das traditionelle Wecken durch den Fanfarenzug der Freiw. Feuerwehr statt'. Bei diesem Weckmarsch werden die neuangeschafften Instrumente mitwirken. Auch die Uniformen wurden verbessert. So wur­den die Uniformjacken mit Schulterstücken und mit dem Stadtwappen verschönt.

Die Mitglieder des Fanfarenzuges werden gebeten, sich am Kirmessonntag, pünktlich um 5.45 Uhr, am Feuerwehrgerä­tehaus einzufinden.

Die Uniformjacken sind bis Samstag bei Kamerad Schnecken­burger abzuholen.

Montabaurer Messdiener

im Mühlbachtal vom 16. 7. - 26. 7. 1 965 Am Freitag, dem 16. 7.1965 sollte die Abfahrt vom Kirch- platz ins Mühlbachtal sein.

Schon Tage vorher rüsteten wir uns dafür. Endlich war der langersehnte Tag gekommen. Es war zwar schlechtes Wetter, aber von dem Zeltlager versprach man sich so vieles, daß uns der schon Tage anhaltende Regen unwichtig erschien. Die El­tern standen mit ihren bepackten Jungen an der Abfahrtstelle. Gar mancher Rucksack war schwerer als der, der ihn schleppen mußte. Bald kam der Bus und jeder drängte sich, um noch ei­nen Platz auf der Fensterseite zu erwischen. Dann begann die Fahrt. Es ging über Nassau und Singhofen ins Mühlbachtal.

Nach über einer Stunde hielt der Bus an einem Steinbruch, denn der Weg wurde zu schmal.

Hs waren noch 500 Meter bis zum Lagerplatz. Mutig stampf­ten wir los und bald sahen wir unseren Verpflegungswagen von der Bundeswehr. Sein Anhänger war von dem rutschigen Weg abgekommen und hing jetzt - nur durch einen Baum ge­stützt - an der Böschung. Trotz dieses Unglücks mußten wir lachen. Voller Spannung gingen wir weiter.

"Die Zelte", schrie einer der Vordersten. Und nun gab es ein

lustiges Durcheinander, denn jeder wollte sein Gepäck los­werden.

Es regnete immer noch und unser schön gelegener Lagerplatz war sehr matschig. Aber unsere Führer Johannes Meyer und Werner Meurer wußten schöne Spiele, die uns während des Re­gens in den Zelten beschäftigten.

Sonntags feierten wir die heilige Messe im Freien.

Das Essen schmeckte prima, denn Schnitzel und Hähnchen wa­ren Leckerbissen, die sich keiner entgehen ließ. Auch Gelände spiele und Kundgänge machten wir.

Am Sonntag vor der Rückfahrt waren die Eltern zu einer klei­nen Abschlußfeier eingeladen. Es wurden die Spiele "Mord im Park" und " Der Geist mit dem Roten Auge" vorgeführt.

Am nächsten Tag bauten wir die Zelte ab und säuberten den Lagerplatz.

Auf der Heimfahrt plauderten wir noch über die schönen Er­lebnisse im Mühlbachtal.

TUS Montabaur

Am vergangenen Samstag, dem 31. 7. 65, spielte die 1. Fuß­ballmannschaft in Düsseldorf gegen den VfL Benrath und ver­lor gegen die in der höchsten Amateurklasse des Niederrheins spielende Mannschaft erwartungsgemäß mit 2 : ll Toren.

Es wird noch einmal auf das am 7. August 1965 ( Kirmessams­tag) stattfindende Freundschaftsspiel der l. Fußballmannschaft gegen die Elf des FC. Urbar hingewiesen. Spielbeginn: 17. 00 Uhr.

Auf einer Vereinsvertretertagung der A-Klasse Westerwald - Wied wurde den Vereinen der A-Klasse bekanntgegeben, daß die Meisterschaftssaison 1965/66 am 22. August 1965 beginnt. Der Spielplan wird noch bekanntgegeben.

Das HI. Geist Hospital

Fortsetzung

Noch 178 9, fünf Jahre nach der Seuche schreibt der damalige Stadtpfarrer Hoffmann an die Oberkommission in Koblenz, die Bevölkerung der Stadt sei zu 2/3 verarmt, viele versetzten Kleidungsstücke und Leinenzeug, um die notwendigen Lebens­mittel zu beschaffen, halbverhungerte Kinder müßten aus den Stiftungen erhalten werden, die Stadt sei voller Bettler und man wüßte nicht der Not zu steuern.

Der Stadtsäckel war leer, aus ihm konnten nicht die Behand­lungskosten gezahlt werden. Die städtischen Einnahmen reich­ten nicht aus, um nur die Zinsen für die früher aufgenomme­nen Kapitalien zu zahlen. Zur Begleichung der Rechnung des Amtsphysikus Hoegg wurde die Stadt gezwungen, 1787 bei dem Kellner Fier ein Darlehen von 347 Reichstalern aufzu -