Ausgabe 
2.7.1965
 
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VEREINSMITTEILUNG

Blitzeinsatz der Freiw. Feuerwehr lln den Abendstunden des 22. Juni 1965 war in der California - [ Imbißstube in der Kirchstraße durch eine Friteuse ein ge­fährlicher Brand ausgebrochen. Die Inhaber mußten wegen der starken Rauchentwicklung das Lokal verlassen. Die so­fort alarmierte Freiw. Feuerwehr Montabaur konnte durch ihr schnelles Anrücken und Eingreifen das Feuer ersticken und Schlimmeres verhüten. Wer die Örtlichkeiten kennt, der weiß um die Gefährlichkeit solcher Brände Bescheid.

Hier hilft nur ganz schnelles Eingreifen.

Bei dieser Gelegenheit muß einmal gesagt werden, wieviel Zeit die Feuerwehrmänner überhaupt aufwenden, um für [Notfälle gerüstet zu sein. Es heißt immer: "Nur durch den [schnellen Einsatz der Feuerwehr konnte größerer Schaden ver.- | mieden werden!" Wieviel Arbeit erforderlich ist, um die Männer "fit" zu machen, das wissen viele nicht. Oder man (sagt, was brauchen wir eine Feuerwehr.

[ich glaube, diese Leute sollten ihre Meinung einmal revi­dieren und überlegen, was diese Leute für die Allgemein­heit bedeuten. Otto Franz, Montabaur,

Karl-Siebert-Str. 2

AKTUELLE VERWALTUNG

[Montabaur in Zahlen

'Statistische Erhebungen erfreuen sich im allgemeinen bei der Bevölkerung keiner großen Beliebtheit. Trotzdem er­geben die ermittelten Zahlenwerte einen sicheren und um­fassenden Überblick über die erbrachten Leistungen. Aus der fülle der Aufgabengebiete, die einem Gemeinwesen Zu­fällen, sollen deshalb nachstehend über das Schulwesen,

[das Bau- und Wohnungswesen, den Fremdenverkehr und den Kraftfahrzeugverkehr interessierende Zahlen genannt wer­den.

[Schulwesen:

ach dem Stand vom 15. Mai 1965 wurde bei den Schulen [in Montabaur folgende Schülerzahl ermittelt:

Joseph-Kehrein -Schule

Gesamtschülerzahl: 589', davon : Mädchen: 304

Knaben; 285

Staatliches Gymnasium Montabaur Gesamtschülerzahl: 785, davon: von Montabaur: 222

von auswärts: 563

Staatliches Aufbaugymnasium für Mädchen und Knaben: Gesamtschülerzahl: 216, davon: von Montabaur: 26

von auswärts: 190

Berufsschule Siershahn - Hauswirtschaftliche Außenstelle Montabaur

Gesamtschülerzahl: 89 Mädchen, davon; von Montabaur 5 Mädchen von auswärts: 84 Mädchen

Zweijährige kaufm. Berufsfachschule (Handelsschule) Gesamtschülerzahl: 112, davon aus Montabaur 13 Jungen

18 Mädchen

von auswärts: 35 Jungen

46 Mädchen

^ au " und Wohnungswesen:

om Mre. 1949 an würde innerhalb des Stadtgebietes er­achtet:

Baujahr:

Einfamilienhäuser

Mehrfam. -Häuser

Wohneinh,

1949

2

3

1950

9

11

1951

5

7

1952

9

8

1953

10

7

235

1954

18

8

1955

15

14

1956

18

11

1957

17

15

1958

13

11

1959

7

12

1960

9

10

1961

34

3

1962

15

10

1963

16

2

1964

16

14

68

1965

9

5

.21

15 1/2 Jahre

222

146

793

Fremdenverkehr:

Das Wort Fremdenverkehr ist für die Stadt Montabaur eine Begriffsbestimmung, die sich fast ausschließlich auf einen Personenkreis beschränkt, der für eine oder wenig mehr Übernachtungen die Hotels und Gaststätten in Montabaur aufsucht. Die geringe Zahl der Erholungssuchenden in unse­rer Stadt lohnt sich nicht statistisch zu erfassen, da Monta­baur zum gegenwärtigen Zeitpunkt alles andere als Erholungs­zentrum ist. Die letzte Sparte der Statistischen Zahlen, nämlich die Montabaur passierenden Fahrzeuge geben uns eindeutig Auskunft darüber, welche Art von Verkehr den ab­soluten Vorrang hat. Allerdings muß hierzu festgestellt werden, daß auch der tägliche Verkehrsstrom durch das Stadtinnere zur Autobahn auf die Übernachtungszahlen nicht ganz ohne Einfluß bleibt.

Aus dem Beherbungsgewerbe:

Bettenzahl: 1.4.1963

245 Betten

1.4. 1964

251 Betten

1.4.1965

299 Betten

Übernachtungen: 1962

21.933

1963

32.515

1964

30.896

Der Rückgang an Übernachtungen im Jahre 1964 erklärt sich daraus, daß im vergangenen Jahr beim Bau der Pipe­line die eingesetzten Arbeitskräfte für längere Zeit in den Übernachtungsbetrieben Dauerquartier in Anspruch genom­men hatten.

Kraftfahrzeugverkehr - Verkehrszählungen

1963 517 Fahrzeuge

1964 785 Fahrzeuge

1965 1022 Fahrzeuge (bisher zugelassen)

Die Verkehrszählung der Fahrzeuge, die in beiden Richtungen

die Stadt passieren, bringt einen Beweis für die totale In­anspruchnahme des innerstädtischen Verkehrsnetzes.

Es wurde im Jahre 1962 16. 890 Fahrzeuge

1963 17.490 Fahrzeuge

1964 19.528 Fahrzeuge

innerhalb von 24 Stunden gezählt.

Der geplante Bau einer Umgehungsstraße resultiert aus diesen Beobachtungen. Für die Bevölkerung der Stadt aber be­deutet die Verwirklichung der Umgehungsstraße einen lang gehegten Wunsch.

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