Ausgabe 
26.3.1965
 
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Montabaur,

777

J. S. Svendsen

G. Meyerbeer

R. Add inseil J. Offenbach-Bind er J. Strauß

H. Mielenz

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KONZERTAB END

j er VOLKSHOCHSCHULE MONTABAUR AM Sonntag, dem'28U März 1965 - 20.00 Uhr, im Festsaal der Joseph- Kehrein-Schule.

AUSFÜHRENDE Kollegium Musicum der VHS .eitung: Friedrich Kraut,

Solisten: Hansjörg Klages (Violine),

Herbert Gietzen(Klavier),

PROGRAMMFOLGE >eer Gynt Suite I Nr. 2 elegische Melodien ) Herzwunden !) Letzter Frühling iomanze für Violine und Orchester Crönungsmarsch aus der Oper Der Prophet"

Duvertüre zur Operette "Der Zigeunerbaron", J. Strauß,

15 Minuten Pause

hema aus dem Warschauer Konzert für üavier und Orchester )rpheus in der Unterwelt \n der schönen blauen Donau dosaik in Dur und Moll Eine Folge bekannter Melodien - |m weißen Rössl

Melodien aus dem gleichnamigen Singspiel - R. Benatzky Inkostenbeitrag: 1, 50 DM - Schüler: 0, 50 DM Vorverkauf: Geschäftsstelle der VHS - Rathaus, Zi. 2

jandesbühnenbrief

[ur Aufführung des Schauspiels "Die zwölf Geschworenen"

,m2. April 1965 in Montabaur.

esetze beruhen auf Prinzipien, sie sind die Summe und Je Quintessenz moralischer Forderungen, ethischer Grund­sätze, juristischer Folgerungen, sie ordnen das gesellschaft­liche Sein der Menschen. Aber Prinzipien sind starr, Grund­litze sind blind für das Besondere, Paragraphen beziehen sich auf die Allgemeinheit, sie berücksichtigen nicht so :hr den einzelnen Fall.

ie amerikanischen Gesetzgeber sind darum weise zu nennen, , sie diesen "einzelnen", der sich gegen die Gesetze ver­langen hat, nicht allein der Übermacht, der dogmatischen tarrheit der Paragraphen gegenüberstellten, sondern ihm ie "Geschworenen" zur Seite gaben, zwölf Bürger, die |ie juristische Beweisführung der Richter und der Verteidiger urch menschliche Urteilsfindung ergänzen, den Blick für individuelle Besonderheit des Falles offen halten sollen, lese Einstellung der amerikanischen Gesetzgeber ist eine utiefst demokratische, in ihrer Bedeutung durchaus aus em Bereich der Rechtssprechung zu übertragen ins allge- leine Leben der Gesellschaft, auszuweiten auf die Ord- |ung des demokratischen Staates, Letzten Endes wird uns dem Schauspiel "Die zwölf Geschworenen" vor Augen geführt, was eigentlich Demokratie ist und worauf sie be­te - und vor allem : welchen nicht überschätzbaren (^thischen) Wert sie für uns darstellt.

der Inszenierung von Intendant Conrad Dahlke wirkt das gesamte männliche Personal der Landesbühne mit. Das Bühnen kild gestaltet Hans Schneider,

prverkauf: Städt, Verkehrsart, Rathaus, Zimmer 2,

VEREINSMITTEILUNGEN Musikkreis Burg Tabor

Der Musikkreis Burg Tabor gibt am Samstag, dem 27. März 1965, 20. 00 Uhr, im Festsaal des Schlosses Montabaur einen Cembalo-Abend mit Werken von Bach, Pachelbel, Purcell, Scarlatti, Paradisi, Rameau, Couperin, Händel,

Den Besuchern wird dieser Abend ein unvergeßliches Erleb­nis sein. Es spielt Walter Tetzlaff.

Eintrittskarten sind an der Abendkasse erhältlich.

V olkshochschule

Im Rahmen der Veranstaltungen der Volkshochschule beab­sichtigt der Kneipp-Verein Montabaur einige Vortragsabende unter der Sparte Volksgesundheit durchzuführen.

Der erste Vortrag dieser Art findet am:

Donnerstag, dem 1. April 1965, 20, 00 Uhr, im Fest­saal der Joseph-Kehrein-Schule statt.

Es spricht der Kneipplehrer, Herr Rudolf H. Binz, über das

Thema:*, .

Alter werden - jung bleiben .

Zu dieser Veranstlatung laden wir Sie herzlich ein.

Der Eintritt ist frei.

TuS Montabaur

Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß in der Zeit vom 3. bis 10. April 1965 wegen der in dieser Zeit stattfindenden Eucharistischen Woche alle Übungsstunden (Fußball, Leicht­athletik, Tischtennis und Turnen) ausfallen.

Familienkreis

Am Mittwoch, dem 31. 3.1965 "Treffen des Familienkreises" bei Herrn Dr. Rausch, Montabaur, Alberthöhe,

AUS DER CHRONIK DER STADT MONTABAUR

Martini 1755 wurde Martin Monsieur Hospitalsmeister (bis 1775, dann bis 1780 Adam Möger). Die Einlagerungen und Durchzüge der Franzosen im Siebenjährigen Krieg brachten dem Hospital großen Schaden, Im Jahre 1762 schrieb das Provisorium an die Oberkommission, den Kranken könnte wegen zu geringer Stiftung "nur dürres Fleisch und gar keine Medizin" gereicht werden.

Bis zum Jahre 1771 wurden die Güter des Hospitals von diesen selbst bewirtschaftet. Alle Arbeiten in Stall, Scheune und Feld wurden von zwei Knechten und zwei Mägden versehen eine Haushälterin versorgte die Küche und einer aus der Reihe der Präbender sorgte als Hausprovisor für die Ordnung im Hause. Mit dem Jahre 1771 ging man zu einer anderen Bewirtschaftung über. Man überließ vertraglich die Bebauung und Pflege der Äcker und Wiesen von Jahr zu Jahr - das erste­mal "von St. Johannis Evangelistae 1771 bisdahien 1772" - einem gewissen Matthias Röder aus Heiligenroth. Er ver­pflichtete sich, unter Mithilfe seiner Frau, eines Knechtes und einer Magd, die gesamte Landwirtschaft in Ordnung zu halten. Als Lohn ahielter 1771/1772 neben der Kost für 4 Personen 100 Reichstaler an Geld und 8 Malter an Korn, 1772/73 neben der Kost und 100 Reichstaler 9 Malter an Korn sowie 300 Maß Buttermilch und 24 Maß "geschmände Milch".

Im Jahre 1774 schreibt Johann Rupert Hoffmann, Stadtpfarrer und Provisor primarius an den Erzbischof, dass in dem Hospital seit undenklichen Zeiten 24 hausarme Bürger und Bürgerinnen

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