Ausgabe 
19.2.1965
 
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zu bemüsigen habe". Bei dieser örtlichen Mitaufsicht blieb es auch im Herzogtum Nassau bis zum Jahre 1816. Der Stadt­pfarrer war der Provisor primarius, die beiden Ratsmitglie­dern die Provisores secundarii, die sich auch comprovisoren nannten.

Hier sei der Vollständigkeit halber aus früheren Zeit noch einiges nachgetragen, wofür ich Herrn Dr. Gensicke zu Dank verpflichtet bin. Die Bestätigungsurkunde des Altars der hl. Maria Magdalena und der Heiligen Drei Könige vom 21. Januar L38ß .verzeichnet unter den vielen Stiftern auch das Hospital mit jährlich 2 Schillingen (Staatsarchiv Koblenz

1 C 5 Nr. 536). Ein Zinsverzeichnis vom Jahre 1452 des Stiftes St. Florin in Koblenz führt unter den Zinspflichtigen unter anderen auch das Hospital zu Montabaur auf mit einem Huhn. Der Zins fiel von einer Wiese an der Ziegenfort (Staatsarchiv Wiesbaden 116, Montabaur 24). Am 2 9. Juni 1542 überträgt Erzbischof Johann Ludwig von Trier den Altar StJohannes Baptista im Hospital, der durch den Tod des Heymann Sypel frei geworden war, dem Peter Eberßbach (Staatsarchiv Koblenz Abt. I C 30 Nr. 98). Als am 2 9. Ja­nuar 1586 Erzbischof Johann von Schönberg die 18 Vikarien

in Montabaur auf 4 herabsetzte, wurden mit der Vikarie der Muttergottes in der Pfarrkirche zu Montabaur 6 Vikarien inkorporiert, eine "infra parochiam, zwei im Hospital des gleichen Titels, die vierte in Wirzenborn, eine "sancti Crucis subtestitudine" und endlich die des Heiligen Johannes Baptista. Mit der Nikolausvikarie der Pfarrkirche die Altäre St. Johannis Evangelista im Hospital, St. Sebastiani, St. Antonii und der Heiligen Drei Könige in der Pfarrkriche ver­bunden. (Pfarrarchiv Montabaur, Urk. Nr. 4. - die gleiche Bezeichnung der Vikarien auch in den Urkunden vom 24. Jan. 1631 und 28. Mai 1632 im Staatsarchiv Wiesbaden Abt. 116 Montabaur 27). Neben dem Altar des Heiligen Johannes des Täufers (1542) gab es in der Hospitalskapelle demnach noch 4 Altäre, St. Barbara (1558), St. Johannes Evangelist und zwei Muttergottesaltäre (1586). Das Hospital scheint im Mittelalter Stiftungen an mehrere Altäre gemacht zu haben. Noch in der Hospitalsrechnung von Martini 1805 bis Martini 1806 werden folgende Gefälle aufgeführt: Vikarie St. Niko­laus 1 Reichstaler 12 Albus, St. Martin 5 Albus 6 Pfennig Geld und 2 Sester 2 2/3 Viertel Hafer, St. Johannes 1 Achtel

2 Sester Hafer und die Muttergottesvikarie 36 albus (Pfarr­archiv Montabaur 17 c und d, Hospitalsrechnungen).

Am 20. Februar 1614 versetzte Erzbischof Lothar von Trier seinen bisherigen Hofalmosengeber in das Hospital zu Monta­

baur (Staatsarchiv Koblenz 1 C 45 Nr. 710).

Die wirtschaftlichen Verhältnisse des Hospitals scheinen bis zu Anfang des 18. Jahrhunderts einigermaßen gut gewesen zu sein. Zwar hatte dieses durch die Brände 1491 und 1534 zum Teil erhebliche Verluste erlitten, doch wurden diese schnell wieder aufgeholt durch die Aufnahme von wohlhabenden Bürgern der Stadt und des Bannes Montabaur, die oft betracht' liehe Geldsummen dem Hospital zubrachten. Daneben war aber das Spital in der Hauptsache eine Zufluchtsstätte der Armen, denen man eine Pfründnerstelle "aus Barmherzigkeit, um Gottes Willen gestattete (Ratsprotokoll vom 13. II. 16961 u. a.). Durch die furchtbaren Brände, die 1491 und 1534 die Stadt verheerten, verlor das Hospital vor allen Dingen Grund] zinsen; Bei dem letzten Brand verzehrten die Flammen sogar] die gesamten Gebäulichkeiten. Um weitere Vermögensver­luste des Hospitals zu verhindern, bestimmte der Kurfürst in der Urkunde vom 21. Januar 14 92, dass alles, was "den geistlichen, auch dem Spidaile und dar lyffzüchtern" an Grundzinsen abgelöst wird, "uff ander sicher und gewisse Rente angelagt, damit der gottes dienste in wesen verlybe, die armen mit verderfflich, auch die erben synes erbtheilles| nit entwehrt ader verlustig werden" (Staatsarchiv Koblenz 1 C 17 Nr. 137 9). Im Jahre 1558 war das Hospital noch nicht i wieder aufgebaut. Kurfürst Johann von Trier stellte unter dem 1. Juni 1558 zur Wiederherstellung der abgebrannten Pfarrkirche und des Hospitales eigens einen Bittbrief aus, um die pfarrkirch mit notwendigem gedech (Dächern) wieder aufzurichten, dergleichen die zwen daran gebaute Türen und auch die verbrante gloc ken, sampt dem Hospitalil den Armen zu trost, wieder in iren vorigen standt zu pringenj

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