Ausgabe 
22.1.1965
 
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die Siunte Seite

Eine Million Kilometer in

vier Jahren

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Stilles Jubiläum eines Schnellzugwagens der Deutschen Bundesbahn

Foto: Seitz (Kaiserslautern)

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Kilometer-Rekorde gehören in unserer Zeit zum Alltag: auf der Urlaubsreise von Ham­burg nach Sizilien ebenso wie beim Lob des eigenen Autos, das eben mühelos mit dem ersten Motor die Hunderttausend-Kilometer- Grenze ansteuert. Millionen-Jubiläen sind allerdings seltener und auf der Straße wohl kaum zu erreichen. Um so erstaunter mögen die Reisenden, die kürzlich mit dem Schnell­zug von Kaiserslautern nach München fuh­ren, an einem Wagen mit noch rechtjugend­lichem Aussehen ein ungewöhnliches Schild entdeckt haben. Es tat kund, daß jener Wagen an jenem Tag seinen millionsten Kilometer natürlich unfallfrei zwischen Kaisers­lautern und München zurücklegen würde. Es war ein guter Einfall der Eisenbahner, auf diese bescheidene Weise dem ahnungslosen. Laien klarzumachen, welche Leistungen die Eisenbahnwagen vollbringen, in denen man sich sorglos und bequem seinen Zielen ent­gegentragen läßt, ohne sich weiter Gedanken

zu machen. Dabei sind eine Million Kilometer für einen Schnellzugwagen gar nichts Beson­deres. Viele Wagen laufen täglich über tau­send Kilometer.

Doch ihre Wege führen meist über ver­schiedene Strecken Deutschlands, so daß eine genaue Berechnung schwierig ist. Der Kaisers- lauterner Jubiläumswagen ist dagegenvon Geburt an dort beheimatet und hat noch keine andere Strecke befahren als die nach München. Am 7. Dezember 1960 in Dienst ge­stellt, hat er bis zu seinem Ehrentag, also in weniger als vier Jahren, 1164mal die Strecke Kaiserslautern München und zurück be­wältigt. Dafür hat er 400mal neue Brems­sohlen und fünfmal neue Radsätze erhalten, täglich wurde er einer wagentechnischen Ein­satzuntersuchung und einer gründlichen Bremsuntersuchung unterzogen. Für sein stets makellosesMake-up hat die Bundesbahn nicht weniger als 8620 Reinigungsstunden auf­gewendet.

WITZ

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WOCHE

Da haben wirs! Gerade hab ich noch zu Vati ge­sagt, er soll nicht an den Hebeln rumspielen!

Zeichnung:

Schwarz (Frankfurt/Main)