Akte 
Sitzung 16. November 1995
Entstehung
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10.3.2

Oberleitung

PfA 71, Anlage 1, Spezieller Teil II Seite 50

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Die Oberleitung wird mit einer Nennspannung von 15 kV und einer Frequenz von 16 % Hz betrieben. Aufgrund der Ergebnisse zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen und theoretischer Überlegungen ist festzuhalten, daß nach derzeitigem Wissensstand elektrische und magnetische Felder im öffentlich zugänglichen Einflußbereich von Anlagen der elek­trischen Energieversorgung der Bahnen unbedenklich sind

11. Sonstiges

11.1 Grunderwerb (Anlage 9,10)

Der im Planfeststellungsabschnitt 71 für die Realisierung der Planungsmaßnahme zu tätigende Grunderwerb liegt in der Verbandsgemeinde Montabaur. Betroffen sind überwiegend landwirt­schaftlich genutzte Flächen in Gemeinde- bzw. in Privateigentum. In Montabaur wird zudem ein Holzlagerplatz beansprucht (teilweise im PfA 72), im Einzelnen sind die Grunderwerbs­flächen, die Flächen der vorübergehenden Inanspruchnahme sowie die Flächen, die dinglich gesichert werden sollen aus dem Grunderwerbsverzeichnis (Anlage 9) bzw. aus den Grund­erwerbsplänen (Anlage 10) zu entnehmen.

Flächen, die für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen in Anspruch genommen werden, reichen weit über die technischen Planungsgrenzen des PfA 71 hinaus.

11.2

Geologie und Baugrund

Die NBS Köln - Rhein/Main verläuft im PfA 71 im Bereich der Dierdorf-Montabaurer Senke im Kernbereich des Rheinischen Schiefergebirges. Zur Klassifizierung des Untergrundes wurden Baugrunduntersuchungen durchgeführt.

Die Geologie im Trassenabschnitt des PfA 71 wird oberflächennah durch wechselnd mächtige, tertiäre Lockersedimente gekennzeichnet, die diskordant den tieferen, devonischen Untergrund überdecken. Der devonische Untergrund wird vorwiegend von Tonschiefern und quarzitischen Sandsteinen aufgebaut, die vor der Eindeckung durch jüngere, tertiäre Lockergesteine ein ausgeprägtes Relief aufweisen. So wurden für den Bereich des Einschnittes Eigendorf ausge- pägte Mächtigkeitsschwankungen der Lockergesteinsüberlagerung zwischen 7 m und 20 m auf kurzer Distanz festgestellt, so daß hier die Einschnittsohle bereichsweise im Fels und Lockergestein zu liegen kommt. Im Bahnhofsbereich Montabaur werden großflächige Damm­schüttungen zur Erlangung des Gradientenniveaus erforderlich Aufgrund der Belastungen sind langanhaltende Setzungen aus dem Untergrund zu erwarten, die bei der Konzeption der Baumaßnahme zu berücksichtigen sind.

Die bodenmechanischen Kennwerte der anstehenden Lockergesteine lassen für die Böschun­gen Neigungen von 12 zu. In Verbindung mit Schicht- und Sickerwasserführung können lokal im Rahmen der Baumaßnahme konstruktive Maßnahmen zur Gewährleistung der Stand­sicherheit erforderlich werden

Die anfallenden Massen an Erdaushub sind nur bedingt wiederverwendbar Als Dammschutt- matenal weitgehend unproblematisch einsetzbar ist Felsausbruch devonischer Festgesteine Die bindigen tertiären Lockergesteinsmassen eignen sich dagegen aufgrund ihrer schlechten Verdichtbarkeit nur für untergeordnete Schüttungen und Landschaftsgestaltung

Für den gesamten PA 7 wurde ein hydrogeologisches-Gutachten sowie ein Baugrundgutachten erstellt und kann eingesehen werden (Deutsche Bahn AG, Geschäftsbereich Netz. Projekt NBS Köln-Rhein/Main, Projektleitung Mitte, Standort Köln, NGT 624 We (Herr Wester) Bahn­hofvorplatz 1. 50667 Köln, Tel.: 0221/141-3105).

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