Akte 
Sitzung 27. September 1990
Entstehung
Einzelbild herunterladen

16 -

Punkt 11/6: Wasserversorgung in Montabaur-Reckenthal

- Antrag der SPD-Fraktion vom 17.09.1990 -

- Drucksache-Nr. 197/1990 -

Im zweiten Teil des Briefes des I. Beigeordneten der Stadt Montabaur,

Herrn Dr. Hütte, und anderen CDU-Stadtratsmitgliedern (siehe Anlage Nr. 1 zur Niederschrift) wurde darauf aufmerksam gemacht, daß in den vergangenen Jahren wiederholt von Seiten der CDU-Fraktion auf den schlechten Zustand der Wasserversorgung im Stadtteil Reckenthal hingewiesen worden sei. Die CDU vertrete die Auffassung, daß die Bürger von Reckenthal Anspruch auf sauberes, für Trink- und Brauchzwecke geeignetes Wasser haben, unabhängig davon, ob die Belastung des Trinkwassers gesundheits­schädlich sei oder nicht. Die endgültige Behebung der Mängel bezüglich der Wasserversorgung des Stadtteils Reckenthal wurde für das Jahr 1991 gewünscht.

Den Stadtratsmitgliedern waren mit der Einladung zur Sitzung die Stellung­nahmen des Stadtbürgermeisters und des I. Beigeordneten der Verbandsgemeinde, Heinz Reusch, zugeführt worden.

Bürgermeister Dr. Possel-Dölken trägt diese beiden Stellungnahmen (Anlage Nr. 2 und 3 zur Niederschrift) vor.

Beigeordneter Reusch verweist in seiner Stellungnahme darauf, daß die Erneuerung von alten inkrustierten Gußleitungen kontinuierlich in der Stadt und in den Gemeinden vorgenommen werde. Es sei Praxis der Verbandsge­meinde, daß bei dem Ausbau einer Straße in der Stadt Montabaur oder einer Gemeinde die vorhandenen alten Gußrohrleitungen ausgewechselt werden. Als der Wunsch nach einer Erneuerung der Gußrohrleitungen in Reckenthal vorgetragen worden sei, habe von Seiten der Verbandsgemeindewerke die gleiche Bereitschaft zur Durchführung dieser Maßnahme bestanden, wie bei allen anderen Straßenzügen auch. In diesem Falle habe jedoch die Besonderheit bestanden, daß es sich bei der Ortsdurchfahrt Reckenthal um eine Kreisstraße handelt und die Modalitäten über eine Abstufung dieser Straße einschließlich der Ablösebeträge zwischen Stadt und Kreis noch auszuhandeln seien.

Hinsichtlich der auftretenden Rotfärbungen oder des Rostes im Wasser sei eine Anlage installiert worden, mit der Silikate dem Wasser zugegeben werden, um so durch die Erhöhungen des Ph-Wertes eine Bindung der Kohlen­säure und eine Schutzschichtbildung im gesamten Leitungsnetz zu erreichen.

Hinsichtlich der Bleikonzentration im Wasser von Reckenthal seien in 1987, 1988 und 1989 Untersuchungen auf Schadstoffe durchgeführt worden.

Dabei seien die Grenzwerte für Blei und für alle anderen Schadstoffe in Reckenthal - wie in den übrigen Gebieten - weit unterschritten worden.

Die Werte hätten bei weniger als 0,01 mg/1 gelegen.

Nachdem von einem Bürger aus Reckenthal die Staatsanwaltschaft eingeschaltet worden sei und diese Wasseruntersuchungen habe vornehmen lassen, seien ebenfalls Meßergebnisse unter dem Grenzwert ermittelt worden. Auch die vom Gesundheitsamt Montabaur vorgenommenen Untersuchungen hätten ergeben, daß die Konzentrationen unterhalb des Grenzwertes liegen. Untersuchungen, die vom Verbandsgemeindewerk veranlaßt worden seien, hätten das gleiche Ergebnis gezeigt.

17 -