Akte 
Sitzung 27. September 1990
Entstehung
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Punnkt 1/2: Vergabe von Aufträgen b) weitere (vorsorglich)

Es liegen keine weiteren Vorlagen vor.

Punkt 1/3: Bauvoranfragen und Bauanträge (vorsorglich)

Es liegen keine Bauvoranfragen und Bauanträge vor.

Punkt 1/4: Verschiedenes, Bekanntgaben, Anfragen

Bürgermeister Dr. Possel-Dölken schlägt vor, anläßlich des bevorstehenden Stadtratsbesuches in Sebnitz dem dortigen Stadtrat das Angebot zu unterbreiten, im Rahmen der neu gegründeten Städtepartnerschaft für die dortige Verwaltung die Ausbildungskosten für die Ausbildung einer Person des gehobenen nichttechnischen Dienstes zu übernehmen. Die Ausbildung soll bei der Verbandsgemeinde Montabaur (praktischer Teil) und in der Verwaltungsschule Mayen (theoretischer Teil) abgewickelt werden und als Voraussetzung für die/den Betreffende/n dienen, später in der Stadtverwaltung Sebnitz eine verantwortungsvolle Position einzunehmen.

Fraktionsvorsitzender Bächer (SPD) befürwortet diesen Vorschlag, gibt jedoch zu bedenken, daß keinerlei Garantie bestehe, daß die betreffende Person nach der Ausbildung den Dienst bei der Stadtverwaltung Sebnitz antrete.

Fraktionsvorsitzender Manns (CDU) erkundigt sich nach den Kosten einer solchen Ausbildung.

Von Seiten der Verwaltung wird geantwortet, daß sich die Gesamtkosten auf rund 57.000,-- DM belaufen.

I. Beigeordneter Dr. Hütte vertritt die Auffassung, es sei effektiver,

Personal aus der Stadtverwaltung Sebnitz über längere Zeiträume in der Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur auszubilden.

Ratsmitglied Bächer (SPD) weist nochmals darauf hin, daß es keinerlei Möglichkeiten gäbe, die betreffende Person für einen Dienstantritt nach der Ausbildung bei der Stadtverwaltung Sebnitz zu verpflichten und fügt hinzu, daß es noch einige Jahre dauern wird, bis die Verwaltungsschulen in der DDR eingerichtet sind und die ersten Anwärter ihre Ausbildung dort absolviert haben.

? vom L990 , X

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Von Seiten der Verwaltung wird darauf hingewiesen, daß z. Zt. die Verwal­tungen in der DDR nicht mit Verwaltungsfachpersonal besetzt sind. Vielmehr seien dort Mitarbeiter aus allen Berufssparten vertreten, denen daß das "Handwerkszeug" für die Verwaltungsarbeit z. Zt. noch fehle. Man solle der Stadtverwaltung Sebnitz die Auswahl der geeigneten Personen überlassen, um somit eine hohe Wahrscheinlichkeit zu erreichen, daß die Personen nach der Ausbildung zur Stadtverwaltung Sebnitz zurückkehren.

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