Akte 
Sitzung 08. August 1990
Entstehung
Einzelbild herunterladen

- 9 -

Bürgermeister Dr. Possel-Dölken erwidert, daß bei Bedarf das Verbandsgemeinde­werk ln einer der nächsten Sitzungen - auch unter Beteiligung des Umwelt­ausschusses - für solche Fragen zur Verfügung stehen könne, soweit dies gewünscht werde. Er gibt jedoch zu bedenken, daß eine niederschlagsarme Zelt oder eine lange Trockenperlode nicht den Wasserversorgungseinrichtungen zuzurechnen sei.

Ratsmitglied Bartholome (SPD) weist darauf hin, daß er seinerzeit nachge­fragt habe, wie hoch der Wasserverbrauch ln 1975 und den folgenden Jahren gewesen sei. Diese Zahlen seien jedoch nicht vorgelegt worden.

Der Vorsitzende verweist nochmals darauf, daß die Zuständigkeit Im Bereich der Verbandsgemeinde liege.

Ratsmitglied Dr. Jacoby (CDU) weist darauf hin, daß das Wassereinzugsgebiet Im Stadtwald liege. Wenn sich der Wasserspiegel unangemessen absenke, werde dadurch der Stadtwald geschädigt.

Frau Stendebach (SPD) vertritt die Auffassung, daß die ln der damaligen Diskussion ersichtliche Tendenz, die Wasserversorgung als problematisch anzusehen, durchaus richtig gewesen sei. Dies sollte man auch bei den nächsten Ansledlungsfragen bedenken.

Der Vorsitzende weist darauf hin, daß dies soweit wie möglich auch zuge­sichert sei.

Ratsmitglied Hebgen (CDU) gibt zu bedenken, daß vom Stadtrat auch wieder ein Industriegebiet ausgewiesen worden sei, wodurch ein zusätzlicher Wasser­verbrauch entstehe. Die Konsequenz aus der Diskussion müsse jedoch dann sein, daß man - überspitzt formuliert - nur noch Betriebe ansledeln lasse, die kein Wasser mehr verbrauchen.

Der Vorsitzende verweist darauf, daß es durchaus zwei bis drei Großverbrau­cher Im Verbandsgemeindebereich gebe, die gemeinsam einen gleich hohen Wasserverbrauch wie Effem haben, dies jedoch vor der Öffentlichkeit nicht zur Diskussion gestellt werde.

Ratsmitglied Windeck (FWG) schlägt vor, hinsichtlich des Wasservorkommens Im Biebrichsbach zur Schonung der oberirdischen Quellen die Tiefbrunnen zu benutzen. Des weiteren bezweifelt er, daß mit der Naßlagerung des Holzes ein Qualltätsverlust verhindert werden könne. Bereits jetzt lasse sich eine Moosblldung auf den Stämmen erkennen.

Des weiteren vertritt er die Ansicht, daß die Kläranlage nicht optimal arbeite.

Der Vorsitzende verweist nochmals auf die diesbezüglichen Zuständigkeiten der Verbandsgemeinde. Hinsichtlich der Wasserentnahme aus den Tiefbrunnen bzw. den oberflächennahen Quellen weist er darauf hin, daß seines Wissens die Wasserentnahme überwiegend aus den Tiefbrunnen erfolge. Die Bewässerung des Naßlagerplatzes werde seines Wissens ausschließlich durch das Wasser des Gelbaches sichergestellt. Nötigenfalls sei Kontakt mit dem zuständigen Forstamt aufzunehmen.

10 -