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Die Kläranlage werde im Rahmen der Zuständigkeit der Verbandsgemeinde überprüft, eine Erweiterung und Überarbeitung der Kläranlage sei notwendig und stehe an, um die Wasserqualität des Gelbaches zu verbessern. Die derzeitige Trockenheit habe dazu geführt, daß bedingt durch das geringe Wasservorkommen im Gelbach die Klärwirkung insgesamt nicht mehr so optimal sei wie bei größeren Wassermengen.
I. Beigeordneter Dr. Hütte weist darauf hin, daß die Einrichtung von Naßlagerplätzen bereits Anfang der 70er Jahre in Niedersachsen mit positivem Ergebnis erprobt worden sei. Die Bildung von Algen und Moosen auf den Stämmen sei nicht schädlich für das Holz, da sie für die Erhaltung der Holzfeuchte sorgen. Der Naßlagerplatz in Montabaur funktioniere einwandfrei. Das dort gelagerte Holz könne über einen Zeitraum von vier bis sechs Jahren auf diese Weise konserviert werden. Nach Aussagen des Wasserwirtschaftsamtes und der unteren Wasserbehörde sei die dafür notwendige Wasserentnahme durchaus vertretbar.
Ratsmitglied Bächer (SPD) weist darauf hin, daß bei beabsichtigten Industrie- ansiedlungen u. a. auch auf den damit verbundenen Trinkwasserverbrauch geachtet worden sei. Er vertritt die Auffassung, daß ein hoher, jedoch vermeidbarer Trinkwasserverbrauch von Industriebetrieben bei den meisten Ausschuß- und Ratsmitgliedern auf Ablehnung stoßen werde.
Ratsmitglied Lorenz (BfM) gibt zu bedenken, daß man auch im privaten Bereich einen Beitrag zur Senkung des Wasserverbrauchs leisten könne. Man könne der Industrie nicht nur einen hohen Trinkwasserverbrauch vorwerfen, da man andererseits auch Gewerbesteuereinnahmen und die Schaffung von Arbeitsplätzen begrüße.
Ratsmitglied Kochern (FDP) erkundigt sich, inwieweit die Naßlagerung des Holzes auch im Winter durchgeführt werde.
I. Beigeordneter Dr. Hütte verweist darauf, daß die Berieselung im Winter reduziert werde. Um jedoch einen Pilzbefall zu vermeiden, müsse dafür Sorge getragen werden, den Feuchtewert von etwa 90 bis 100 % nicht zu unterschreiten.
II. Beigeordneter Trumm berichtet von Algenbildungen im Gelbach und erkundigt sich, ob diese Algen ggf. von den Stämmen abgespült werden können.
I. Beigeordneter Dr. Hütte verneint dies. Er führt die Algenbildung auf die geringe Wasserführung des Baches zurück. In den ersten vier Wochen der Naßlagerung seien im geringen Umfang Schadstoffe von den Stämmen abgegeben worden, dies sei jedoch nicht mehr der Fall.
Ratsmitglied Kochern (FDP) erkundigt sich nach der Verkabelung der Kirchstraße durch die Firma Süweda.
Der Vorsitzende erwidert, daß seinerzeit vereinbart worden sei, daß sich die Firma Süweda mit der Post bezüglich der Nutzung der Kabelgräben in Verbindung setzt. Seines Wissens seien Überlegungen angestellt worden, ob anstelle der Nutzung der Kabelgräben in der Kirchstraße auch ein rückseitiger Anschluß der Häuser durch die Nebenstraßen erfolgen kann.
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