— Die vorhandene Gehölzvegetation entlang der Koblenzer Straße ist zu erhalten und als öffentliche Grünfläche festzusetzen.
Sie struktuiert und gliedert das durch Bebauung und Straßenverkehr geprägte Umfeld. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Durchgrünung der Stadt, sie bietet einen Lebensraum für die heimische Fauna und trägt zur Vernetzung des Grünsystems bei. Weiterhin werden die Abgas- und Staubimissionen der Koblenzer Straße von der geplanten Wohnbebauung zurückgehalten.
Vorhandene Gehölze mit ortsbildprägenden oder raumbildenden Charakter (Einzelgehölze und Gehölzgruppen) sind zu erhalten.
Dazu gehören besonders die Linde und die 6 Ulmen, sowie weitere im Planungsgebiet befindliche Laubgehölze.
Vorhandene Fichten und Hybrid-Pappeln sind nach Abgang durch heimische Gehölzarten zu ersetzen.
Für die Anlage von Grünanlagen und Hausgärten empfiehlt sich ausschließlich die Verwendung von Laubgehölzen. Diese tragen zur landschaftlichen Einbindung des geplanten Baugebietes bei.
Die häufige Verwendung landschaftsfremder Koniferen (Fichten, Kiefer, Thujen) in modernen Neubaugebieten verstärkt noch das fremdartige Erscheinungsbild gegenüber von alten Ortslagen.
Fichten sind Bäume von montanen und subalpinen Hochlagen bis 2200 m ü.NN., sie sind angepaßt an karge magere Böden und lange Frostperioden. Aufgrund der häufig vorkommenden großflächigen Bestände ist eine Landschaftsverfremdung eingetreten. In solchen standortfremden Pflanzungen kann sich, die für dieses Areal typische Fauna und Flora, nicht einfinden; eine Naturverarmung ist die Folge.

