Akte 
Sitzung 21. Februar 1991
Entstehung
Einzelbild herunterladen

- Bessere Ausnutzung der Primärenergie durch gekoppeite Produktion von Strom und Wärme (Kraft-Wärme-Koppiung).

Aus der Kraft-Wärme-Kopplung ergibt sich ein doppelter Vorteil:

- die Brennstoffkosten werden stark verringert

- aus der höheren Primärenergieausnutzung ergibt sich ein insgesamt deutiich verminderter Schadstoffausstoß.

Blockheizkraftwerke

Der Kraft-Wärme-Kopplung soll im Rahmen dieser Erläuterung ein größerer Raum zugestanden werden, weil

- bei der Kommunaiisierung der Energieversorgung dieser Technik eine wesentiiche Roiie zukommt;

- diese Technik sofort umsetzbare Teiüösungen ermögiicht;

- der Einsatz in Nahwärmeinsein und Einzeiobjekten mögtich ist;

- der Betrieb einen reiativ einfachen Wartungs- und Pfiegeaufwand erfor­dert;

- bei der Umwandiung von Primärenergie durch den Einsatz der Kraft- Wärme-Koppiung eine deutiich spürbare Reduktion von Umweitbeia- stungen erfoigt;

- zum Teii immer noch faische Vorsteiiungen von dieser Technik die Handiungsspieiräume bei den Entscheidungsträgern einschränken.

Kraftwerke, in denen nur Strom erzeugt wird, erreichen im allgemeinen Nutzungsgrade von 35 - 40 %, in Sonderfällen mit neuen Technologien auch 50%.

Durch das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung kann die eingesetzte Primärenergie zu 85 - 90% genutzt werden.

Wird der Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung z.B. objektbezogen mit weiteren Sparmaßnahmen auf der Nutzerseite verbunden, kann die Primärenergieeinsparung nochmals vergrößert werden.

Der (verstärkte) Einsatz der Kraft-Wärme-Kopplung kann daher ein zentraler Beitrag zur Redu­zierung des Primärenergieverbrauchs und schon dadurch zur Verminderung von Emissionen sein.

Der Haupteinsatz der Kraft-Wärme-Kopplung liegt in der Errichtung von Blockheizkraftwerken für lokale Verbraucher bzw. in Verbindung mit Nahwärmenetzen auf der Basis gas- oder diesel­betriebener Motoren.

Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) besteht aus einem oder mehreren Motoren, die Stromgenera­toren antreiben. Die Kühlkreisläufe für Motorblock und Schmieröl sowie für das Abgas werden über Wärmetauscher in das Heizsystem eingebunden. Der Generator wird mit dem Stromnetz verbunden und dient je nach Bedarf zur Deckung des Eigenbedarfs bzw. liefert überschüssigen Strom ins Netz.