Akte 
Sitzung 18. Oktober 1984
Entstehung
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Punkt 11/3: Vorlage Nr. 26, Anlage Nr. 3

Beratung und Beschlußfassung über den Hauungs- und Kulturplan für das Forstwirtschaftsjahr 1984/85

Bei der Behandlung dieses Tagesordnungspunktes nimmt Forstamtsrat Reifenberger an der Sitzung teil.

Ratsmitglied Friemel (SPD) stellt an Forstamtsrat Reifenberger die Frage, inwiefern das Waldsterben Einfluß auf den Hauungs- und Kulturplan für das Forstwirtschaftsjahr 1984/85 habe. Sie will wissen, ob in größerem Ausmaß abgestorbene Bäume einge­schlagen werden müßten. Außerdem erkundigt sie sich nach den Auswirkungen des Waldsterbens auf die Holzpreise.

Forstamtsrat Reifenberger teilt mit, es müßten nur vereinzelt Bäume eingeschlagen werden, die wegen der Umwelteinflüsse abgestorben seien. Außerdem sei es kaum möglich, im Einzelfall festzulegen, ob das Absterben der Bäume auf Umwelteinflüsse zurückzuführen sei, oder ob es dafür andere Gründe gebe. Im ganzen Stadtwald würden etwa 200 fm Holz aus dem Einschlagen abgestorbener Bäume gewonnen. Das Waldsterben zeige auch noch keine Einflüsse auf die Preisentwicklung.

0 Bürgermeister Dr. Possel-Dölken erklärt ergänzend, die Preisentwicklung am Holz­markt richte sich auch nach Einflüssen in anderen Ländern. Hier könne man kaum konkrete Aussagen machen.

Ratsmitglied Lorenz (FWG) erkundigt sich nach dem Ergebnis des Aufsteilens von "Fallen" zur Bekämpfung des Borkenkäfers.

Forstamtsrat Reifenberger teilt mit, mit diesen Borkenkäferfallen habe man außer­ordentlich gute Erfahrungen gemacht. Man erwäge, im kommenden Jahr ganz auf die Verwendung von Chemikalien zur Bekämpfung des Borkenkäfers zu verzichten. Aller­dings müsse man dabei berücksichtigen, daß der nasse und kalte Sommer des Jahres 1984 eine übermäßige Vermehrung des Borkenkäfers verhindert habe. Ein trockener und heißer Sommer hätte die Borkenkäfergefahr sicher erhöht.

Der Stadtrat beschließt mit 21 Ja-Stimmen:

p Der Stadtrat genehmigt den Hauungs- und Kulturplan für das Forstwirtschaftsjahr

- 1984/85, der Gesamteinnahmen in Höhe von 548.036,-- DM und

p Gesamtausgaben in Höhe von 529.332,-- DM

sowie einen Holzeinschlag von 140 fm Eiche

3.060 fm Buche 2.215 fm Fichte und 195 fm Kiefer vorsieht.

Punkt 11/4: Vorlage Nr. 27

Wahl der Mitglieder des Kuratoriums des Hauses Mons Tabor

Der Stadtrat beschließt mit 18 Ja-Stimmen bei 2 Stimmenthaltungen:

Auf Vorschlag der Ratsfraktionen werden folgende Personen zu Mitgliedern und stellvertretenden Mitgliedern des Kuratoriums des Hauses Mons Tabor (Soldaten­heim) gewählt:

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vom .T984 P.JX

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