Akte 
Sitzung 07. Juni 1984
Entstehung
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Außerdem habe er an die Mitglieder von"Montabaur aktuell", also die Gewerbe­treibenden von Montabaur appelliert, sich in solchen Angelegenheiten stärker zu engagieren.

Ratsmitglied Stock (CDU) betont, er habe weder ein Abstimmungsergebnis, noch eine Meinungsäußerung aus der nichtöffentlichen Ausschußsitzung bekanntge­geben. Dazu sei er im übrigen auch gar nicht in der Lage gewesen, da er den Sitzungsraum vorher verlassen habe.

Bürgermeister Dr. Possel-Dölken erklärt zu der Kritik von Ratsmitglied Stock, er habe keine Gelegenheit zur Stellungnahme gehabt/und das Schreiben der SPD- Fraktion sei ihm nicht bekanntgegeben worden, daß er den Sachverhalt mit Ratsmitglied Stock telefonisch erörtert habe und ihm dabei auch den wesentlichen Inhalt des SPD-Schreibens vorgelesen habe.

Der Bürgermeister erklärt, er mißbillige die Weitergabe von Informationen aus nichtöffentlicher Sitzung an Dritte. In Wiederholungsfällen werde er es nicht bei einer mündlich ausgesprochenen Rüge belassen können. Er appelliert an alle Mandatsträger, Informationen aus nichtöffentlicher Sitzung vertraulich zu behandeln. Andernfalls werde die Arbeit in den Fachausschüssen leiden.

Punkt 11/1: Anlagen Nr. 3 und 4

Einsatz von chemischen Unkrautvernichtungsmitteln im Bereich der Stadt

- Antrag der FWG-Fraktion - und

Verwendung von Chemikalien zur Borkenkäferbekämpfung im Stadtwald

- Anfrage der SPD-Fraktion -

1. Anlage Nr. 3 -Antrag der FWG-Fraktion -

Aufgrund der Anfrage der FWG-Fraktion vom 11.05.1984 (Anlage Nr. 3) verweist Bürgermeister Dr. Possel-Dölken auf die schriftliche Antwort der Verbandsge­meindeverwaltung vom 21.05.1984 (Anlage Nr. 3).

Ergänzend dazu berichtet Forstamtsrat Reifenberger, im Stadtwald werde seit Jahren auf den Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln verzichtet. Selbst zu einer Zeit, als von anderen Stellen der Einsatz von Herbiziden propagiert worden sei, habe er in dieser Hinsicht eine skeptische Haltung eingenommen.

Er könne sich nur daran erinnern, daß vor etwa 6 Jahren Birken in einem Fichten­bestand gespritzt worden seien. Ansonsten seien im Stadtwald keine Chemikalien zur Unkrautbekämpfung eingesetzt worden.

I. Beigeordneter Dr. Hütte ergänzt, die Aussage von Forstamtsrat Reifenberger gelte auch für den Revierteil von Forstamtmann Velten. Es sei lediglich ein­zuräumen, daß entlang des Lärmschutzstreifens im Bereich des Stadtteiles Eschel­bach im vergangenen Jahr Herbizide zur Unkrautvernichtung eingesetzt worden seien. Es habe sich dabei um eine einmalige Maßnahme gehandelt, die unumgänglich gewesen sei, weil sonst die neu gepflanzten Bäume durch Unkraut zugewachsen wären. In diesem Jahr solle vor einem Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln in diesem Bereich sorgfältig geprüft werden, ob nicht darauf verzichtet werden kann.

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2. Anlage Nr. 4 - Anfrage der SPD-Fraktion -

Forstamtsrat Reifenberger erklärt dazu, man bemühe sich, eingeschlagenes Holz so früh wie möglich aus dem Stadtwald zu entfernen. Außerdem habe man Borken-

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