Akte 
Sitzung 12. September 1985
Entstehung
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" VEXBAMSGEMEINOEVERMALTUNG -Abt. V rAz.: Wasserversorgung

5. Sept. 1985

5430 Montaoaur, _

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Anlage Nr. 1 zur Niederschrift i

VORL AG E -

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für die Sitzung des

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12.9.1985

_. Vorlage Nr.

Stadtrates

, Vorlage Nr.

96

Betr.: Beratung und Beschlußfassung über den weiteren Ausbau des Sauerbrunnens

a) Information über den Stand der Bohrarbeiten und der Untersuchungen

b) Beratung und Beschlußfassung über den Antrag der CDU-Fraktion -Abdichtung des Brunnens, Verlegung einer Rohrleitung vom Sauerbrunnen zum

^ Großen Markt, Einrichtung eines Zapfbrunnens in der Bürgerhalle-

B erichterstatterj . Werkleiter Piwowarsky Sachbearbe it ende Abteilung: Verbandsgemeindewerke

Antrag: Der Stadtrat wolle beschließen:

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Der Stadtrat beschließt, die Bohrung um ca. 18 m auf 120 m zu vertiefen und anschließend auszubauen.

Für die zusätzlichen Kosten zur Vertiefung und Durchführung des Langzeitpump­versuchs genehmigt der Stadtrat eine überplanmäßige Ausgabe in Höhe von 30.000, DM. Die Deckung erfolgt als Entnahme aus der allgemeinen Rücklage.

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Begründung:

Nachdem die Bohrarbeiten und der erweiterte Pumpversuch abgeschlossen waren, die Ergebnisse der geophysikalischen Bohrlochmessungen sowie der Wasseruntet suchung durch das Chem. Untersuchungsamt Siegen Vorlagen (s.Eilentscheidung vom 19.7.1985), fand am 16. Aug. ein Behördentermin -Geologisches Landesamt Mainz, Untere Wasserbehörde (Kreisverwaltung), Wasserwirtschaftsamt, Verbands­gemeindewerke Montabaur- statt.

Grund dieses Termins waren:

1. die Auswertung der Wasseruntersuchung sowie der Bohrlochmessungen

2. der Ausbau des Brunnens und Abdichtung gegen Oberflächenwässer

3. der Ausweisung eines Wasserschutzgebietes für den Bereich des Brunnens

Die chemische Analyse zeigt, daß es sich um ein Mineralwasser mit mehr als 2000 mg/l Kohlensäure sowie Calcium- und Magnesiumhydrogenkarbonate handelt. Auch die chem. Analyse gern, der Trinkwasserverordnung vom 31.1.1975 gab zu keiner Beanstandung Anlaß. Jedoch wurden bei der bakteriologischen Prüfung E.coli und coliforme Keime im Wasser festgestellt. Ob dies auf die Bohrar­beiten oder eine Verunreinigung durch Oberflächenwasser zurückzuführen ist, kann mit Sicherheit nicht festgestellt werden.

Bei den produktionstechnischen Bohrlochmessungen durch das Ing.-Büro Ashauer in 5014 Kerpen sollte Auskunft über die Lage der Zuflußzonen sowie eine mög­liche quantitative Berechnung zuströmender Wassermengen gegeben werden. Außerdem erhoffte man sich eine Abgrenzung der kohlensäurehaltigen von den übrigen Wässern.

Aufgrund der Messungen der Temperaturen und der Leitfähigkeit konnten ver­schiedene Zuflußzonen bestimmt werden. So stellte sich heraus, daß oberhalb ca. 51 m Zuflüsse schwach mineralisierter Wässer und unterhalb dieser Grenze Zuflüsse höher mineralisierter Wässer vorliegen. Der Wassereintritt der Mi­neralwasser liegt demnach eindeutig in den tieferen Schichten. Es wurde je­doch festgestellt, daß ein erheblicher Teil -60 bis 70 %- des zuströmenden Wassers aus dem oberen Bohrlochabschnitt stammen.

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