Forderung der städtischen Vereine und des kulturellen Lebens Im Westerwaldkreis durch Landrat a. D. Dr. Heinen heraus. Er habe nicht nur als Landrat gewirkt, sondern auch den menschlichen Umgang mit den Burgern gepflegt. Besonders stolz sei Dr. Possel-Dölken auf die Tatsache, daß Dr. Heinen mit seiner Familie Bürger von Montabaur bleiben werde .Entsprechend dem Beschluß des Stadtrates überreicht Dr. Possel-Dölken die Petrus-Plakette und eine Urkunde mit folgendem Mortlaut:
Herr Dr. Norbert Heinen hat als Landrat des Westerwaldkreises und als Bürger unserer Stadt das Wohl der Kreisstadt Montabaur und ihrer Bürger auf vielfältige Weise gefordert und sich um die Stadt Montabaur in besonders hervorragender Weise verdient gemacht. Auf Beschluß des Stadtrates vom 19. Dezember 1984 verleiht ihm die Stadt Montabaur in Anerkennung^einer besonderen Verdienste die Petrus-Plakette in Bronze, verbunden mit den besten Wünschen für die persönliche und berufliche Zukunft.
Als Gruß an die Ehefrau Strauß.
von Dr. Heinen überreicht Dr. Possel-Dölken einen Blumen-
Landrat a. D. Dr. Heinen bedankt sich für die Verleihung der Petrus-Plakette der Stadt Montabaur, deren Wert er aus langjähriger Beobachtung zu schätzen wisse. Er sei daher für die Verleihung dieser Auszeichnung sehr dankbar. Manche Bürger von Montabaur hätten sich in der Vergangenheit gefragt, warum er als Landrat so selten in Montabaur und so viel im Westerwaldkreis unterwegs gewesen sei. Dr. Heinen führt diese Auffassung auf ein Mißverständnis zurück. Dieses sei in der Zwischenzeit aufgeklärt worden, da man erkannt habe, daß ein Landrat zunächst für das gesamte Kreisgebiet zuständig ist. Dadurch habe die Stadt Montabaur evtl, auch einen Nutzen gehabt, nämlich die Anerkennung als Kreisstadt im gesamten Kreisgebiet. Dr. Heinen führt weiter aus, man frage sich bei solchen Ehrungen nach tatsächlichen Verdiensten um die Stadt Montabaur. Viele Gegebenheiten aus der Aufzählung von Dr. Possel- Dölken seien ihm nicht eingefallen, da er diese nicht den persönlichen Verdiensten zuordnen würde. Vielmehr handele es sich hier um Ausflüsse aus kommunal politischen Initiativen, bzw. Wahrnehmung dienstlicher Aufgaben. Sollte die Entscheidung, eine Stadt zur Wahlheimat zu erklären, einen persönlichen Verdienst darstellen, so würde er diesen für sich in Anspruch nehmen. Dr. Heinen stellt fest, er habe im Sommer 1965 bei der Bezirksregierung in Montabaur und wenige Wochen später beim Landratsamt des Unterwesterwaldkreises seine Dienste angetreten. Im Laufe von einigen Monaten habe er die Mentalität der Mesterwälder kennen- und schätzengelernt. Dies habe zu der Entscheidung geführt, so lange wie möglich beim Landratsamt in Montabaur zu bleiben. 1966 sei er mit seiner Familie nach Montabaur gezogen, die auch sehr schnell eine Beziehung zur Stadt entwickelt habe, da ihr die Mentalität der Menschen gelegen und sie sich in den historischen Hintergrund von Montabaur verliebt habe. Dr. Heinen führt aus, sowohl seine Frau als auch er stammten aus sehr jungen, unpersönlichen Kleinstädten. In Montabaur habe man zum erstenmal einen Wohnsitz in einem Ort gewählt, der auf eine jahrhundertjährige Geschichte zurückblicken kann. Diese Geschichte habe das Bild der Stadt und die Einstellung der Menschen geprägt.
Er sei daher 1969 mit Wehmut von Montabaur weggezogen, 9 Monate später aber wieder zurückgekehrt. Hierbei habe es sich um eine Rückkehr mit großer Begeisterung gehandelt. Seine Familie habe gerne die Feste der Stadt mitgefeiert, die Sorgen und Probleme beobachtet und begleitet. Dr. Heinen stellt abschließend fest, die Verleihung der Petrus-Plakette stelle ein wirkliche Auszeichnung dar, die er sehr gerne angenommen habe.
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