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Dem Wunsch der Bürger von Montabaur entsprechend, habe man sowohl Im oberen Bereich der Kirchstraße als auch in der Bahnhofstraße die Anlegung von Parkplätzen vorgesehen, wenn gleich man auf die Parkplätze im Bereich der Kirche besser verzichten würde. Der Große Markt solle für Aktivitäten frei gehalten werden. Im Bereich der Sauertal Straße schlage man die Schaffung eines Blickpunktes vor, da durch das starke Gefälle dieser Straße ein "Sichtloch" entstanden sei. Die Bäume im Bereich der Bahnhofstraße habe sein Planungsbüro zur Markierung der Engstellen vorgesehen. In der Kirchstraße wäre die Verwendung von kleinkronigen Bäumen denkbar, um den mittelalterlisehen Charakter der Fassaden nicht zu verdecken. Zur Verkehrsführung führt Herr Jansen aus, daß man die Bahnhofstraße zweispurig belassen habe. Die Kirchstraße solla im oberen Bereich nur einspurig befahren werden. Der Verkehr der Elisabethenstraße könne über die Sauertal Straße abgeführt werden. Für den Großen Markt habe man einen Brunnen vor der Sauertal Straße vorgesehen, da er an diesem Standort von allen Seiten eingesehen werden könne. Die Anlagen an der Kirche sollten in ihrer Form belassen werden.
Herr Jansen erklärt auf Frage von Bürgermeister Dr. Possel-Dölken, eine Abführung des Verkehrs der Elisabethenstraße über die Sauertal Straße wäre ohne einen Abbruch der Gebäudesubstanz an der Einmündung Elisabethenstraße/Sauertalstraße nicht möglich. Sollte dies nicht möglich sein, wäre im oberen Bereich der Kirchstraße ein Begegnungsverkehr unumgänglich.
Auf Frage von Ratsmitglied Diehl (CDU) nach der Begehbarkeit des Pflasters erläutert Herr Jansen, je kleinteiliger das Pflaster in seiner Steinstruktur ist, desto besser sei die Begehbarkeit, weil dadurch die Breite der Einzel fugen verringert werde. Es gebe bereits Verfahren, bei denen die Natursteinpflasterfugen mit einer speziellen Fugenfüllmasse ausgefüllt werden.
6. Dr\ Ing. Schirmacher
Dr. Schirmacher erläutert, eine Verkehrsführung, bei der die Bahnhofstraße als Einbahnstraße in Richtung Bahnhof vorgesehen ist, habe den Vorteil, daß nur noch derjenige Autofahrer die Bahnhofstraße befahre, der einen Umweg in Kauf nimmt. Als Nachteil sei ein weiterer Weg in die Tiefgarage festzustellen, wenn in der Bahnhofstraße kein Parkplatz frei sein sollte.
Er habe daher die vorgesehene Verkehrsführung in Richtung Kirchstraße beibehalten. Für die Bahnhofstraße habe er eine einfache Gliederung unter Beibehaltung der Bürgersteige vorgesehen. Möglicherweise könne sogar der Straßenbelag beibehalten werden. Die Verkehrsberuhigung wolle er durch Aufpflasterung an drei Stellen und durch Einbau und Abgrenzung von Parkbuchten erreichen. Die Bahnhofstraße könne durch Anpflanzung von Bäumen als Allee zum Stadtzentrum hinfuhren. Das gestalterische Zentrum der Stadt beginne erst am Kleinen Markt.
Dr. Schirmacher stellt fest, daß der Kirchplatz in die Überlegungen zur Gestaltung der Fußgängerzone einbezogen werden muß. Die Struktur der Innenstadt bestehe aus drei Höhenpunkten:
dem Schloß, dem Zentrum mit dem Kleinen und Großen Markt und der Pfarrkirche St. Peter.
Die Umgebung der Pfarrkirche sei zur Zeit aus widersprüchlichen Elementen gestaltet. Es müsse Aufgabe der Stadtgestaltung sein, die Kirche in den Zentren Stadtraum zu integrieren. Für die Kennzeichnung des alten Stadtgebietes schlägt Dr. Schirmacher die Errichtung eines Stadttores vor. Die Kirchstraße sei eine Verbindungsstraße zwischen der Kirche und dem Großen Markt.
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Mngvont
2.1985
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