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Das Parken in diesem Bereich störe den Verkehrsfluß erheblich und führe indirekt zu einer Verkehrsberuhigung.
Auf Frage von Ratsmitglied Bacher (SPD) erklärt Dipl. Ing. Fetz, er sehe im Westerwald nicht die Notwendigkeit, "Grün" in die Stadt zu bringen. Für ihn sei die Begrünung der Innenstadt daher ein Gestaltungselement. Die Anordnung der Verkaufspavillons in der Mitte der Kirchstraße betone deren Unregelmäßigkeit.
Bürgermeister Dr. Possel-Dölken gibt zu bedenken, daß die starke Möblierung der Kirchstraße der Durchführung von Veranstaltungen, wie zum Beispiel dem Weihnachtsmarkt entgegenstehe. Dipl. Ing. Fetz ist der Auffassung, daß man eine Fußgängerzone nicht für alle Eventualitäten und Veranstaltungen offenhalten solle. Der I. Beigeordnete Dr. Hütte (CDU) widerspricht dieser Auffassung. Er sei gerade in den letzten Tagen häufig gefragt worden, ob nach Einrichtung der Fußgängerzone der Fastnachtszug weiterhin durch die Kirchstraße gehen könne. Die Mehrheit der Bürger wolle, daß im Bereich der Kirchstraße Veranstaltungen durchgeführt werden können. Diesem Anliegen sei bei der Planung Rechnung zu tragen.
4. Arbeitsgemeinschaft Stefan Wild, Alexander Brüll und Karl-Ludwig Diehl
Architekt Stefan Wild gibt den einleitenden Bericht zum Planentwurf. Zum Verkehrskonzept führt er aus, daß die Bahnhofstraße als Einbahnstraße vom Steinweg her geplant sei. Der Kreuzungsbereich Bahnhofstraße/Steinweg solle durch die Zurücknahme des Hauses Kleiner Markt 15 ausgebaut werden. Der Kreuzungsbereich Peterstor-/Kolpingstraße solle verkehrsberuhigt ausgebaut werden, müsse jedoch den Durchgangsverkehr zur Elisabethenstraße ermöglichen.
Die Ausfahrt aus der Elisabethenstraße könne durch eine Einbahnregelung über die Sauertal Straße erfolgen. Im Bereich der Kirchstraße sei es wichtig, die Seitenählchen zu reaktivieren, da die Innenstadt von Montabaur in der gewerblichen Nutzung beschränkt sei. Er könne sich daher vorstellen, daß in den "Ählchen" kleinere Läden eingerichtet werden.
Architekt Alexander Brüll erläutert die Flächengestaltung. Im Bereich der Kirche sei er davon ausgegangen, den Kirchenvorplatz in den verkehrsberuhigten Bereich einzubeziehen. Im Einmündungsbereich zur Koblenzer Straße sei die Schaffung einer Torsituation durch die Anlegung einer weiteren Baumreihe gegenüber den vorhandenen Kastanien vorgesehen. Im Bereich der Kirchstraße/Großer und Kleiner Markt seien die Baumgruppen so angelegt worden, daß die Hausfassaden nicht verdeckt werden. Die Baumgruppen bildeten außerdem kleinere Räume zur Möblierung. Den Mittelpunkt des Großen Marktes bilde das Rathaus. Architekt Brüll erläutert, daß in der Sichtkante Sauertalstraße/Kirchstraße ein Brunnen angeordnet ist. Hier habe es früher bereits einen "Löwenbrunnen" gegeben.
Als Mittelpunkt des Kleinen Marktes solle ein großkroniger Baum angepflanzt werden. Durch die Aufstellung einer Bankgruppe könne hier ein Treffpunkt für die Einwohner von Montabaur entstehen.
Zur Bahnhofstraße bezieht Karl-Ludwig Diehl Stellung. Er führt aus, daß die Verkehrsplanung in der BahnhofStraße als Vorstufe für eine Fußgängerzone zu sehen sei. Im Augenblick sei es nicht möglich, den Fährverkehr aus der Bahnhofstraße herauszuziehen, da es u. a. noch nicht ausreichend Parkmöglichkeiten gebe. Seine Planungsgruppe habe bei der Planung berücksichtigt, daß der Sonneneinfall auf der einen Seite der BahnhofStraße weitaus größer als auf der anderen Seite sei. Die "Sonnenseite" sei daher für den Fußgängerverkehr reserviert worden.
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