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sich die Firma zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht auf einen Kaufpreis in Höhe von 500,—/m^ festlegen, sondern nach Annahme der vorgelegten Projektstudie einen marktgerechten Preis vereinbaren.
Zum anderen habe die Fa. Züblin darauf hingewiesen, daß sie im Falle eines Rücktritts vom Vertrage durch die Stadt Montabaur nicht alle entstandenen Projektentwicklungskosten (z. B. Telefonkosten) detailliert nachweisen könne.
Bürgermeister Dr. Possel-Dölken erklärt, beiden Anderungswünschen stehe aus Sicht der Stadt Montabaur nichts entgegen. Er habe bezüglich des Kaufpreises aber darauf bestanden, die Vorstellungen der Stadt in Höhe von 500,— DM/nf im Vertrag zu erwähnen.
Ratsmitglied Widner (SPD) stellt für seine Fraktion klar, die Biergasse dürfe durch die vorgesehene Planung nicht angetastet werden, da sie unter Denkmalschutz stehe. Gleiches gelte für die Führung der geplanten Alter- nativstraße zur Wilhelm-Mangels-Straße.
Bürgermeister Dr. Possel-Dölken erwidert, das Planvorhaben werde in jedem Falle den Festsetzungen des Bebauungsplanes entsprechen, so daß die vorgebrachten Bedenken unbegründet seien.
Der Stadtrat beschließt mit 20 Ja-Stimmen und 2 Enthaltungen:
Die Bauunternehmung Ed. Züblin AG, Stuttgart, wird in dem beiliegenden Optionsvertrag mit der Entwicklung eines konkreten Bau-, Gestaltung^- und Nutzungskonzeptes (Projektstudie Kaufhaus/Einzelhandelszentrum) zur Bebauung des Grundstückes Wilhelm-Mangels-Straße/Biergasse (Grundstück Decker) im Baugebiet "Altstadt I - Erweiterung, Teil D" beauftragt.
Diese Projektstudie soll im Ergebnis ein verbindliches Planungs- und Nutzungskonzept
der neu zu schaffenden Einzelhandelsflächen einschl. der Erschließung des
Projektes enthalten. Der Optionsvertrag läuft über 12 Monate und endet
am 30.09.1989. Die Züblin AG erhält die Vorgabe, in die Planungen städtebauliche
und denkmalpflegerische Gesichtspunkte einzubeziehen, attraktive Einzelhandelsflächen
zu schaffen und mindestens einen großflächigen Einzelhandelsbetrieb als vom
Magnetbetrieb anzusiedeln. 988
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Punkt 1/3: Vergabe von Aufträgen
(Druck einer Buchreihe zu geschichtlichen Themen aus dem Bereich der Stadt Montabaur) - Vorlage Nr. 360 -
; vom 1988 ; IX
Auf Frage von Ratsmitglied Schweizer (FWG) weist Bürgermeister Dr. Possel- Dölken darauf hin, daß Herr Josef Otto Schneider das Manuskript des 1. Buches
unentgeltlich erstellt habe. Ratsmitglied Lorenz (fraktionslos) regt an, auch die Fastnachtstradition in den Stadtteilen zu erwähnen. Bürgermeister Dr. Possel-Dölken sagt die Weiterleitung dieser Anregung an den Autor zu.
Der Stadtrat beschließt, den Auftrag zum Druck des Buches "Fastnacht in Montabaur" in einer Auflage von 1.000 Exemplaren erhält die billigstbietende Fa. Druckerei Arfeller, Montabaur, zum Angebotspreis von 14.942,55 DM. Der Verkaufspreis wird auf mindestens 15,50 DM und höchstens 18,-- DM (für Wiederverkäufer) festgesetzt.
Abstimmungsergebnis: 22 Ja-Stimmen (einstimmig)
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