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Forstamtsrat Reifenberger berichtet über Versuche, die Folgen der Luftverunreinigungen durch Düngung des Waldbodens zu mildern. Er verspreche sich davon jedoch nicht sehr viel, weil auch Bestände auf besten Böden Schäden aufzeigten.
1. Beigeordneter Dr. Hütte ergänzt, in München werde derzeit ein Versuch unternommen, durch gezielte Düngung Waldschäden zu mildern. Dies ersetze natürlich nicht die Notwendigkeit, die Ursachen zu bekämpfen. Gleichwohl solle man abwar- ten, was bei diesem Versuch herauskomme. Unter Umständen werde zu gegebener Zeit eine Bezuschussung durch Bund und Land erfolgen. Die Stadt müsse - wenn ein solches Forderungsprogramm beschlossen werde - die Möglichkeit, Zuschüsse zu beantragen, ausschöpfen.
Ratsmitglied Lorenz (FWG) stellt an Forstamtsrat Reifenberger folgende Fragen:
a) Werden im Stadtwald chemische Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt?
b) Wieso werden im Stadtwald nicht mehr Flächen mit Eiche bepflanzt?
Nach seiner Einschätzung werde zuviel Nadelholz angepflanzt.
c) Wieso erfolgt die Aufforstung heute nicht mehr - wie früher - durch Aussaat, sondern durch die Anpflanzung in großen Abständen?
d) Warum ist es nicht möglich, den Windbruch schneller aufzuarbeiten?
In diesem Zusammenhang weist er insbesondere auf die Gefahr hin, daß Schädlingsbrutstätten entstehen. Um eine schnellere Aufarbeitung des Windbruchs zu ermöglichen, sollten die Waldarbeiter zukünftig nicht mehr für Arbeiten im Stadtgebiet eingesetzt werden.
e) Waldwege befanden sich - so Ratsmitglied Lorenz - zum Teil in einem schlechten Zustand. In diesem Zusammenhang kritisiert er, daß Reparaturmaßnahmen durch das Aufschütten von Splitt erfolgten. Das jetzt verwandte Material sei wesentlich schlechter als das in den früheren Jahren eingesetzte Emser Material.
f) Es sollte geprüft werden, ob es nicht möglich sei, Baumkronen gefällter Bäume zu verkaufen und die Interessenten dieses Holz selbst aufarbeiten zu lassen.
g) Die Auswahl der Reitwege sei zum Teil unglücklich. Es ssi schlecht, daß man unbefestigte Wege dafür vorgesehen habe.
h) Die Jagdpächter sollten aufgefordert werden, umgestürzte Hochsitze zu entfernen und Insbesondere dafür zu sorgen, daß andere Materialien als Holz nicht im Wald liegen bleiben.
i) Die Bohrstellen, bei denen keine Quellfassung angebracht wurden, seien vom Verbandsgemeindewerk in einem verwahrlosten Zustand zurückgelassen worden.
j) Es solle dafür gesorgt werden, daß in der Feldflur keine Hütten und Bretterbuden aufgestellt werden.
Forstamtsrat Reifenberger erklärt zu diesen Fragen und Anregungen von Ratsmitglied Lorenz folgendes:
zu a)
Im Stadtwald würden keine Chemikalien zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt, zu b)
Es treffe nicht zu, daß im Stadtwald der Nadelholzanteil zugenommen habe.
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