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Punkt 11/9: Bekanntgabe der Fassadengestaltung an der Erweiterung Volksbank, Kirchstraße
Bürgermeister Dr. Possel-Dölken informiert den Stadtrat anhand einer Zeichnung über die Gestaltung der Fassade des Volksbank-Erweiterungsbaues in der Kirchstraße. Er berichtet, die Volksbank habe von der Kreisverwaltung eine Teilbaugenehmigung für den Abriß des Gebäudes erhalten, nachdem der Landeskonservator die Fassade als nicht erhaltenswert bezeichnet habe. Mit der Volksbank sei verhandelt worden, gleichwohl auf den Abriß der Fassade zu verzichten. Dies habe sich indes als unmöglich erwiesen, weil statische Schwierigkeiten den Erhalt der Fassade nicht zuließen. Die Volksbank habe sich jedoch bereiterklärt, die Fassade wieder in Fachwerk aufzubauen und dazu - soweit noch geeignet - die vorhandenen Eichenbalken zu verwenden. Insgesamt besteht im Stadtrat - wie aus den Äußerungen der Ratsmitglieder erkennbar ist - der Eindruck, daß die getroffene Vereinbarung eine städtebaulich ansprechende Lösung sichert.
Ratsmitglied Widner (SPD) dankt der Volksbank für ihre großzügige Haltung.
Ratsmitglied Schweizer (FWG) kritisiert, daß die Kreisverwaltung die bestehende Veränderungssperre nicht beachtet und die Stadt nicht ausreichend und frühzeitig beteiligt hat.
Bürgermeister Dr. Possel-Dölken erklärt, man habe die Kreisverwaltung darauf hingewiesen, daß künftig in derartigen Fällen eine frühzeitige Beteiligung der Stadt durchzuführen ist.
Der Stadtrat beschließt mit 25 Ja-Stimmen:
Der Fassadengestaltung des Volksbank-Erweiterungsbaues entsprechend der vorgelegten Planskizze als Fachwerkfassade unter Verwendung der vorhandenen Eichenbalken wird zugestimmt.
Punkt 11/10: Beratung und Beschlußfassung über die Gestaltung der Stadtmauer im Einmündungsbereich Kolpingstraße/Hospitalstraße
Anlage Nr. 8
1. Bürgermeister Dr. Possel-Dölken verliest das als Anlage Nr. 8 beigefügte Schreiben des Landeskonservators. Ergänzend dazu führt der Bürgermeister aus, wenn man - wie ursprünglich beabsichtigt - die Mauer im vorderen Teil abreißen und mit einem Torbogen neu aufbauen wolle, koste das ca. 25.000,— DM bis 30.000,-- DM. Es sei wesentlich sinnvoller, diese Mittel für die Freilegung und Restaurierung der zu erhaltenden Stadtmauer zu verwenden. Diese Auffassung findet die Zustimmung des Stadtrates.
2. Der Stadtrat entscheidet, dem Abriß des vorderen Teils der Stadtmauer, der in den Gehweg der innerstädtischen Umgehungsstraße hineinragen würde, zuzustimmen und erklärt seine Absicht, vor dem Haus Hospitalstraße 9 ein möglichst breites Stück der Stadtmauer restaurieren zu lassen. Über Einzelheiten soll
im Fachausschuß beraten werden. Die erforderlichen Haushaltsmittel sollen 1984 bereitgestellt und Zuschußmöglichkeiten ausgeschöpft werden.
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