Akte 
Sitzung 22. September 1983
Entstehung
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3.5 Bürgermeinster Dr. Possel-Dölken bemerkt zu der vorausgegangenen Diskussion, beim Vergleich der Kosten dürfe man nicht "Äpfel mit Birnen vergleichen".

Es gehe nicht an, die Kosten für die Renovierung des Sportplatzes an der Baum­bacher Straße (60.000,-- DM) in einem Atemzug mit den Kosten für den Bau eines Stadions "Typ B" im Schul- und Sportzentrum zu nennen. Bei der Diskussion über die Notwendigkeit der Maßnahme dürfe man auch nicht den Bedarf für den Schulsport und den Bedarf für den Vereinssport gleichsetzen. In dieser Frage bedürfe es weiterer Untersuchungen und Gespräche mit der Verbandsgemeinde.

Mit Blick auf die Entfernung zwischen dem Schulstandort "Waldschule" und vor­handenen Sporteinrichtungen dürfe nicht übersehen werden, daß sowohl das Schul- und Sportzentrum im Stadtkern als auch der Sportplatz Montabaur-Horressen in zumutbarer Entfernung zur Waldschule liegen. Es sei für ihn bemerkenswert, daß die Waldschule für den Sportunterricht weitgehend die eigenen Einrichtungen nutzt, obwohl in Entfernung von ca. 950 m ein Sportplatz uneingeschränkt zur Verfügung stehe.

4. In der nachfolgenden Diskussion wird insbesondere die Frage erörtert, ob man bereits jetzt seitens der Stadt - entsprechend dem Antrag des TSV Eigendorf - einen Sportplatz mit Rundumbahnen fordern solle (so die FWG-Fraktion) oder ob man nicht lediglich die Absicht erklären solle, den Sportplatz von der Baumbacher Straße an die Waldschule zu verlegen und die Detaildiskussion, welche Anlage zu gegebener Zeit gebaut werden soll, später mit den evtl. Zuschußgebern (Land, Kreis, Verbandsgemeinde) abstimmen solle. Welche Sportanlage dort errichtet werden könne, hänge nicht zuletzt von der finanziellen Situation der Stadt Montabaur ab (so Sprecher der CDU- und der SPD-Fraktion). Auf Frage von Rats­mitglied Bächer (SPD) erklärt Ratsmitglied Kram (CDU), es sei nach einer Ent­scheidung im Sinne des Antrages der CDU-Fraktion durchaus möglich, mit der Verbandsgemeinde zu verhandeln, daß in der Prioritätenliste für den Sport­stättenbau der Sportplatz an der Waldschule vor dem Bau des Stadions im Schul- und Sportzentrum angesiedelt werde. Er macht aber auch deutlich, daß die Ver­bandsgemeinde bisher noch keinen Sportplatz in eigener Trägerschaft gebaut habe.

Während die Sprecher der FWG- Fraktion auf den Bedarf an einer Umlaufbahn ver­weisen und meinen, dieser Bedarf müsse heute schon klar zum Ausdruck gebracht und angemeldet werden, äußern Vertreter der CDU- und der SPD-Fraktion die Sorge, durch übertriebene Ansprüche könne der Sportplatz insgesamt gefährdet werden.

Es sei überdies garnicht notwendig, sich jetzt schon in dieser Frage festzulegen.

5. Ratsmitglied Widner (SPD) erklärt, seine Fraktion stimme dem Vorschlag der CDU-Fraktion zu, wenn dieser um die Aussage ergänzt werde, daß für den Grund­erwerb an der Waldschule bereits im Haushaltsjahr 1984 ein noch zu benennender Betrag bereitgestellt werde. Damit erklärt sich für die CDU-Fraktion Rats­mitglied Kram einverstanden.

6. Der Stadtrat beschließt einstimmig:

Da der Sportplatz im Stadtteil Eigendorf an der Baumbacher Straße in seinem jetzigen Zustand, aber auch bezüglich des derzeitigen Standortes nicht den Bedürfnissen der Bevölkerung des Stadtteiles Eigendorf entspricht, soll er in die Nähe der Waldschule verlegt werden, wenn folgende Voraussetzungen er­füllt sind:

a) Die erforderlichen Grundstücksflächen müssen durch die Stadt erworben werden. Im Haushaltsplan 1984 soll ein noch zu benennender Betrag für diesen Zweck ausgewiesen werden.

b) Die Finanzlage der Stadt Montabaur muß den Bau des Sportplatzes ermöglichen.

c) Eine angemessene Beteiligung von Land, Kreis und Verbandsgemeinde an den Kosten des Sportplatzes muß gewährleistet sein.

d) Die Verbandsgemeinde Montabaur ist über diese Absicht des Stadtrates zu informieren. Die Verbandsgemeinde wird gebeten, die Verlegung des Sport­platzes von der Baumbacher Straße an die Waldschule in die Prioritäten­liste des Sportstättenleitplanes aufzunehmen und entsprechende Ausweisungen im Flächennutzungsplan vorzunehmen.

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