Akte 
Sitzung 22. September 1983
Entstehung
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3.2 Der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Ratsmitglied Widner, bedauert die Schärfe, mit der die Diskussion um den Bau des Sportplatzes in Eigendorf in der Ver­gangenheit geführt wurde. Er bezieht sich auf eine Bürgerversammlung seiner Fraktion im Stadtteil Eigendorf und erklärt, es sei naiv zu meinen, alles was an Wünschen etwa in einer Bürgerversammlung einer Fraktion vorgetragen werde, müsse postwendend erledigt werden.

Der SPD-Sprecher erinnert an den Antrag seiner Fraktion aus dem Jahr 1980, den Sportplatz im Stadtteil Horressen nicht zu renovieren und statt dessen einen Sportplatz an der Waldschule zu bauen.

Dies habe der Sportverein Horressen und die Spielgemeinschaft Horressen/Elgen­dorf seinerzeit abgelehnt. Er habe - so Ratsmitglied Widner - wenig Verständnis dafür, daß die Waldschule den Sportplatz in Horressen für den Schulsport kaum nutze. Der Sportplatz befinde sich in durchaus zumutbarer Entfernung.

Die SPD-Fraktion unterstütze den Antrag der CDU-Fraktion, den Sportplatz von der Baumbacher Straße an die Waldschule zu verlegen, wenn die von der CDU- Fraktion genannten Voraussetzungen erfüllt seien. Bezüglich des Grunderwerbs fordere die SPD-Fraktion jedoch, bereits im Haushalt 1984 einen noch zu be­nennenden Betrag für diese Zwecke auszuweisen.

3.3 Für die FWG-Fraktion begrüßt ihr Vorsitzender, Ratsmitglied Schweizer, daß auch die CDU- und die SPD-Fraktion sich für den Bau eines Sportplatzes an der Waldschule ausgesprochen haben. Er verweist darauf, daß dies stets eine Forderung der FWG-Fraktion gewesen sei. Die FWG-Fraktion sei gegen die Re- ,

novierung des Sportplatzes an der Baumbacher Straße gewesen, weil man nach ihrer Auffassung dieses Geld anderweitig sinnvoller hätte verwenden können.

Der FWG-Sprecher erinnert daran, daß seine Fraktion sich gegen die Ein- ! ^

Ziehung des Sportplatzes in der Stadt Montabaur an der Koblenzer Straße aus­gesprochen habe. Nach wie vor sei die FWG-Fraktion der Auffassung, dieses Stadion dürfe nicht eingezogen werden, sondern müsse als Sportplatz erhalten bleiben. Es gehe nicht an, daß beim Bau der Sportstätten gegen den Willen der b davon betroffenen Bürger gehandelt werde.

Das Stadion an der Koblenzer Straße verfüge über eine Umlaufbahn. Die 60.000,-- DM b

die für die Renovierung des Sportplatzes an der Baumbacher Straße verwandt !

wurden, hätte man besser für eine provisorische Reparatur des Sportplatzes an der Koblenzer Straße eingesetzt.

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Die Notwendigkeit eines Sportplatzes an der Waldschule bestehe nicht nur mit ^

Blick auf die Aktivitäten des TSV Eigendorf und den Bedarf für die Waldschule, ''

sondern auch, weil der Sportplatz in Horressen durch den regen Spielbetrieb -

überfrequentiert sei. Für die beiden Stadtteile Horressen und Eigendorf zu- ; vo

sammen ergebe sich der Bedarf für einen neuen zweiten Sportplatz. I983

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Der FWG-Sprecher fordert, an der Waldschule nicht nur ein Fußballfeld, sondern einen Sportplatz mit Umlaufbahn zu errichten. Er vertritt die Auffassung, die- j

ser Standort eines Sportplatzes mit Umlaufbahn müsse auch für Sportler aus 1

dem Stadtkern zur Verfügung stehen, und der Weg zur Waldschule sei für diese Sportler zumutbar. Wenn - bedingt durch die Aktivitäten in einem Stadtteil - dort Bedarf für eine Leichtathletikanlage bestehe, müsse er an dieser Stelle befriedigt werden. Dies bedeute, daß der Standort an der Waldschule ggf. yo

Vorrang gegenüber einem Standort in der Stadt genießen müsse. M3

Ratsmitglied Schweizer (FWG) beantragt für die FWG-Fraktion, der Stadtrat möge beschließen:

Der Verbandsgemeinderat wird gebeten, einen Sportplatz entsprechend den Vor­stellungen des TSV Eigendorf.im Sportstättenleitplan und im Flächennutzungs­plan auszuweisen.

9 vom 1983

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