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Die Ratsmitglieder Hannappel und Schwind (beide CDU) sowie Roßbach (FWG) haben wegen Vorliegen von Sonderinteresse gern. § 22 GemO an der Beratung und Beschlußfassung nicht mitgewirkt und den Sitzungstisch verlassen.
Punkt 11/8: Vorlage Nr. 454, Anlage Nr. 7
Beratung und Beschlußfassung über den Antrag des TSV Eigendorf auf Errichtung eines Sportplatzes an der Waldschule Horressen
1. Ratsmitglied Schweizer (FWG) beantragt, dem Vorsitzenden des Sportvereins Eigendorf gern. § 35 Abs. 2 GemO im Stadtrat Rederecht zu gewähren. Dem Antrag wird einstimmig entsprochen, und dem Vorsitzenden des TSV Eigendorf, Winfried Gerz, wird Gelegenheit gegeben, den Antrag zu begründen.
2. Der Vorsitzende des TSV Eigendorf unterstreicht die Notwendigkeit, einen Sportplatz für den Stadtteil Eigendorf zu errichten. Er verweist auf die erfolgreichen Aktivitäten der Leichtathletikabteilung des TSV Eigendorf.
Das hohe Leistungsniveau der Vergangenheit und Gegenwart könne nur gehalten werden, wenn es in Eigendorf einen funktionsgerechten Sportplatz gebe. Auf die Dauer hänge die Existenz des Vereines davon ab. Es sei sinnvoll, einen Sportplatz bei der Waldschule zu errichten, um gleichzeitig auch der Schule die Möglichkeit zur Mitbenutzung zu geben. In diesem Zusammenhang erklärt der Vereinsvorsitzende, sollte die Verbandsgemeinde bei der Waldschule zwei Kleinspielfelder errichten, um den Richtlinien über Schulsportanlagen zu entsprechen, wäre damit die Anlegung eines Sportplatzes für den Stadtteil Eigendorf auf Dauer vereitelt.
Der Stadtteil Eigendorf benötige einen Sportplatz mit Umlaufbahnen. Um eine angemessene Versorgung der Bewohner des Stadtteiles Eigendorf mit einer geeigneten Sporteinrichtung zu ermöglichen, sei es notwendig, daß der Bau des geplanten dritten Sportplatzes im Schulzentrum zugunsten der Errichtung eines Sportplatzes an der Waldschule zurückgestellt wird.
3. Stellungnahmen der Fraktionen
3.1 Für die CDU-Fraktion bedauert deren Vorsitzender, Ratsmitglied Kram, daß die Diskussion über den Sportplatz an der Waldschule in letzter Zeit an Sachlichkeit zu wünschen übrig gelassen habe. Zur Sache sei zu bemerken, daß der Sportplatz in Eigendorf an der Baumbacher Straße sicher nicht als "gut" bezeichnet werden könne. Es sei aber auch darauf hinzuweisen, daß dieser Platz vor der Eingliederung des Stadtteiles Eigendorf in die Stadt Montabaur nicht besser war. Seinerzeit habe der bauliche Zustand dem Gemeinderat von Eigendorf offensichtlich ausgereicht. Ungeachtet dessen habe die CDU-Fraktion sich schon sehr früh darum bemüht, die Sportplatzmisere im Stadtteil Eigendorf zu beseitigen.
Der CDU-Sprecher erinnert an die Versuche, im Zusammenhang mit einer geplanten Vergrößerung eines in der Nähe des Sportplatzes angesiedelten Gewerbebetriebes die Voraussetzungen für den Bau eines Sportplatzes an der Waldschule zu schaffen. Hier habe man intensiv mit den Beteiligten verhandelt. Während dieser Zeit habe der frühere Vorstand des TSV Eigendorf immer wieder auf die Renovierung des Sportplatzes an der Baumbacher Straße gedrängt. Diese Renovierung sei bis zur endgültigen Entscheidung über die Betriebsvergrößerung zurückgestellt worden. Nachdem die Verhandlungen endgültig gescheitert seien, habe die CDU- Fraktion sich dafür ausgesprochen, nach den jahrelangen Vertröstungen des TSV Eigendorf den Platz an der Baumbacher Straße nun instandzusetzen. Dabei habe man von Anfang an nicht an den Ausbau eines kompletten Wettkampfsportplatzes gedacht, sondern nur an eine behelfsmäßige Verbesserung des Zustandes, um der Jugend des Stadtteiles Eigendorf und der vorhandenen Thekenmannschaft die Möglichkeit zum Fußballspielen zu geben.
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