Akte 
Sitzung 01. Juli 1983
Entstehung
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mit örtlichen Betrieben, Vereinen, Träger der Jugend- und Seniorenarbeit sowie sonstigen kommunalen Interessengruppen. Diese Gesprächsrunden sollten der Infor­mation und der Abklärung beiderseitiger Standpunkte dienen. Gespräche mit den Bürgern sollten aufklären, gegenseitiges Verständnis erwecken und den Bürgern das Gefühl des Vertrauens zur Verwaltung verschaffen. Gegensätze dürften nicht ze­mentiert werden. Zu diesem Bereich gehöre auch eine aktive Öffentlichkeitsarbeit der Verwaltung gegenüber der örtlichen Presse, denn die Lokalzeitung sei ein wichtiger Mittler für das Interesse der Bürger am kommunalpolitischen Geschehen.

Die Zusammenarbeit mit den Fraktionen werde er von seiner Seite aus offen, sach­lich und kooperativ zu gestalten versuchen. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, die von gegenseitigem Respekt getragen werde, liege im Interesse aller Bürger.

Auch wenn in der Sache zuweilen gestritten werden müsse, sollten gemeinsame Ziele und Interessen über parteipolitische Grenzen hinweg im Auge behalten werden. In wichtigen Angelegenheiten werde er von Zeit zu Zeit die Fraktionsvorsitzenden ein- laden, um eine breite Information des Rates über die Fraktionen zu ermöglichen.

An Landrat Dr. Heinen gewandt, führte Dr. Possel-Dölken aus, er werde sich darum bemühen, eine gute Nachbarschaft zum Umland zu pflegen und dem Kreis, dem Land und dem Bund ein fairer Partner zu sein. Sein Ziel sei es auch, die Freundschaft zu den Partnerstädten zu pflegen und auszubauen. Anschließend wandte sich Dr. Possel- Dölken in französischer und englischer Sprache an seine Amtskollegen aus Tonnerre und Brackley.

Sodann begrüßt er ausdrücklich den Vertreter des Standortkommandaten, Oberstleut­nant Giblert und die Delegation des Patenschiffes der Stadt Montabaur, der "Westerwald". Er begrüße sie als diejenigen, die die Freiheit ihrer Mitbürger schützten und damit aktive Friedenspolitik betrieben. Die Pflege der Partnerschaft zum Patenschiff "Westerwald" und zu den Soldaten des 3undes des Standortes Montabaur werde ihm ein persönliches Anliegen sein. 3egrüßt wurden von Dr. Possel-Dölken auch Vertreter der Friedensinitiative, deren Ziel es sei, Frieden zu schaffen ohne Waffen.

An die Ortsbürgermeister gewandt erklärte der Bürgermeister, er werde sich bemühen, das in den vergangenen 10 Jahren Erreichte an Gemeinsamkeit zwischen den Ortsge­meinden und der Verbandsgemeinde zu erhalten und weiterzuführen. Dabei verstehe er sich nicht als Vormund oder Dirigent der Ortsgemeinden, sondern als Berater und Helfer. In der kleinen und überschaubaren Einheit der Ortsgemeinden sollten die örtlichen Probleme möglichst unmittelbar und unkonventionell gelöst werden. Dazu solle eine leistungsfähige Verbandsgemeindeverwaltung beitragen. An die Mitarbeiter der Verbandsgemeindeverwaltung gewandt erklärte Bürgermeister Dr. Possel-Dölken, er vertraue auf die Leistungsbereitschaft, die Leistungsfähigkeit, vor allem aber auch auf den Gerechtigkeitssinn seiner zukünftigen Mitarbeiter. Es sei ihre Auf­gabe, für alle Bürger die Aufgaben freundlich, zuvorkommend und hilfsbereit zu erbringen, auch wenn dies im Einzelfall nicht leicht sein sollte. Er erwarte von

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