treffend formuliert, als er bei seiner Amtseinführung als Oberbürgermeister von Köln am 17.10.1917 ausführte:
"Sich ganz auszuwirken mit den Kräften des Verstandes und der Seele, mit seiner ganzen Persönlichkeit, schöpferisch tätig sein zu können, ist der schönste Inhalt menschlichen Lebens."
Jeder, der das Amt des Bürgermeisters ernst nehme, müsse am Anfang von einem solchen Geist beseelt sein. Er sei - so Landrat Dr. Heinen - sicher, daß dies bei Dr. Possel-Oölken der Fall sei. Er wünsche ihm die Kraft und Stärke, mit all den Aufgaben fertig zu werden, eine glückliche Hand und Geschick, nicht nur bei der Leitung der Verwaltung, sondern auch einer sehr differenzierten Gebietskörperschaft. Er wünsche dem neuen Bürgermeister auch die Gabe, mit den "kleinen Widrigkeiten des Alltags" fertig zu werden.
Als Vertreter der Kommunalaufsicht betonte Dr. Heinen, man habe sich nie als repressive Kommunalaufsicht verstanden. Gerade weil die Kreisverwaltung auch die Verwaltungsbehörde der Selbstverwaltungskörperschaft "Kreis" sei, und Montabaur die Kreisstadt sei, sei man auf Kooperation mit der Stadt und der Verbandsgemeinde angewiesen. Diese Kooperation biete er dem neuen Bürgermeister der beiden Selbstverwaltungskörperschaften an.
Anschließend übermittelten der Bürgermeister der Partnerstadt Tonnerre, Roze, und der Bürgermeister der englischen Partnerstadt Brackley, Howe, Bürgermeister Dr. Possel-Dölken ihre herzlichen Glückwünsche.
Bürgermeister Roze (Dolmetscher war Michael Wallenborn) erklärte, es sei für ihn sehr bewegend, an diesem feierlichen Tag der Amtseinführung teilzunehmen.
Die Partnerstadt Tonnerre übermittele dem neuen Bürgermeister herzliche Glückwünsche. Man wünsche ihm viel Erfolg und eine gute Hand. Er brachte die Hoffnung zum Ausdruck, daß sich die partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Montabaur und Tonnerre, die unter Wilhelm Mangels gekünpft worden sind, weiterentwickeln.
Oie Partnerschaft zwischen Montabaur und Tonnerre sei eine von vielen Partnerschaften zwischen Städten aus Frankreich und Deutschland. In der Summierung dieser vielen Städtepartnerschaften liege eine außergewöhnliche Bedeutung für die Aussöhnung zwischen diesen beiden Völkern.
Bürgermeister Roze sprach sodann eine offizielle Einladung zu einem Besuch in Tonnerre aus.
Bürgermeister Howe (Dolmetscher war Paul Canne) betonte, es sei sein erster Besuch in Montabaur, und er hoffe und sei eigentlich sicher, daß es nicht der letzte sei. Es sei für ihn eine große Freunde, und er sei stolz darauf, zusammen mit seiner Frau und seinem Stellvertreter und dessen Frau an der feierlichen Amtseinführung von Dr. Possei-Dölken teilzunehmen. Auch die Partnerstadt Brackley^"* hoff, daß sich die partnerschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Städten, die unter der Regie von Wilhelm Mangels geknüpft worden seien, weiterentwickeln mögen.
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