Akte 
Sitzung 22. September 1977
Entstehung
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Bürgermeister Mangels weist abschließend noch darauf hin, daß die Ausweisung einer Spielstraße nur dann möglich ist, wenn die Straße mit einem Durchgangs­verbotsschild versehen wird. Dies wird aber aus tatsächlichen Gründen ange­sichts des erheblichen Verkehrsaufkommens für unmöglich erklärt.

d) Bürgermeister Mangels informiert den Stadtrat über geplante Änderungen in der Verkehrsführung im Bereich der Hermannstraße, die sich auch auf den zuvor be­handelten Fragenkomplex auswirken. Von den Anliegern der Hermannstraße seien Beschwerden gekommen, nach denen sich untragbare Zustände daraus ergeben, daß Anlieger, die die Hermannstraße von der Wölfchesbitzstr. befahren, in dieser Straße wenden, um in die Stadt zurückzukommen, da eine Ausfahrt auf den Fürsten­weg nicht möglich ist. Es ist deshalb vorgesehen, den Verkehr in diesem Bereich in eine Richtung zu leiten und zwar einfließend vom Fürstenweg und abfließend über die Wölfchesbitzstraße. Das bedeutet, daß Fahrzeuge, die von Eigendorf kommen, über die Freiherr-vom-Stein-Straße, die Herzog-Adolf-Straße und den Fürstenweg in diesem Bereich einfahren müssen. Dieser Umweg sei aber für Auto­fahrer durchaus zumutbar.

Ratsmitglied Roos (CDU) regt an, den Verkehr in die umgekehrte Richtung zu lei­ten. Ratsmitglied Dommermuth (CDU) hält dies aus fahrtechnischen Gründen ange­sichts der vorhandenen Gebäudesubstanz nicht für durchführbar.

Die Verwaltung wird diese Anregungen mit in ihre Überlegungen einbeziehen.

e) Ratsmitglied Schweizer erinnert an seine Aussagen in einer der letzten Sitzungen, nach der die Kreuzung Albertstr., Fürstenweg, Elgendorfer Str. und Freiherr-vom- Stein-Straße einen Gefahrenpunkt darstellt. Die Verwaltung habe damals zugesagt, sich bei den Polizeibehörden danach zu erkundigen, ob diese Aussage zutrifft.

Bürgermeister Mangels erklärt, die Rückfragen bei den zuständigen Dienststellen der Polizei hätten ergeben, daß dort kein Gefahrenpunkt gegeben ist.

Ratsmitglied Schweizer verweist auf den tödlichen Unfall, der vor kurzer Zeit in diesem Bereich geschehen ist. Er plädiert dafür, dort eine Ampelanlage zu in­stallieren. Bürgermeister Mangels erklärt, der Unfall sei durch menschliches Versagen zustandegekommen. Es sei nicht möglich, solche Unfälle vollständig auszuschließen, auch nicht durch eine Ampelanlage.

f) Ratsmitglied Kochern erkundigt sich nach dem Ergebnis der zweiten Bodenprobe im Bereich des Konrad-Adenauer-Platzes im Rahmen der Altstadtsanierung.

Bürgermeister Mangels teilt mit, daß das zweite Bodengutachten das erste im we­sentlichen bestätigt hat. Zwar sei der Wasserspiegel gegenüber dem ersten Gut­achten in einigen Punkten gestiegen. Dies sei jedoch dadurch zu erklären, daß ja im vergangenen Jahr die Bodenproben in dem trockenen Sommer entnommen wurden, während in diesem Jahr doch umfangreiche Regenfälle zu verzeichnen waren. Es sei ihm auf Befragen von dem Untersuchungsinstitut mitgeteilt worden, daß die Bedenken, die im Stadtrat vorgetragen wurden, sich nicht bewahrheitet haben.

Das Gutachten habe das erste Untersuchungsergebnis in der Zusammensetzung der Bodenbeschaffenheit voll bestätigt.

Da im Stadtrat beschlossen wurde, die Planungen weiterzubetreiben, solange nicht das Bodengutachten zu neuen Gesichtspunkten führt, werden die Planungen voran­getrieben.

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