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Ratsmitglied Widner (SPD) erklärt, er habe bislang noch keine Kenntnis von der Entscheidung der Ev. Kirchengemeinde erlangt. Diese sei für ihn unverständlich. Mit Blick auf die Unfallhäufigkeit in diesem Bereich habe er kein Verständnis für die Haltung der Ev. Kirchengemeinde,und er bittet um Benennung der Gründe, die die Ev. Kirchengemeinde zur Ablehnung des vom Stadtrat unterbreiteten Vorschlages bewegten.
Bürgermeister Dr. Possel-Dölken erstattet daraufhin Bericht über den Verlauf einer Unterredung zwischen Vertretern der Verwaltung und Mitgliedern des Kirchenvorstandes der Ev. Kirchengemeinde. In dieser Unterredung habe die Verwaltung die Empfehlung des Stadtrates sowie die hieran anknüpfende Planung des Straßenbauamtes zur Kenntnis gegeben. Mit großer Mehrheit hätten die Mitglieder des Kirchenvorstandes für die uneingeschränkte Offenhaltung der Zufahrt zur Martin-Luther-Straße plädiert. Die ansonsten verbleibende rückwärtige Erschließung werde als unzureichend erachtet. Aus seiner Sicht - so Bürgermeister Dr. Possel-Dölken - seien keine überzeugenden Gründe, die gegen eine Sperrung der Zufahrt sprechen, vorgetragen worden. Dennoch stehe man nunmehr vor der Frage, wie in dieser Angelegenheit weiter verfahren werden sollte. Hierzu biete sich u. a. an, unter Berücksichtigung des von der Ev. Kirchengemeinde unterbreiteten Alternativvorschlages die Planung für den Kreuzungsbereich zu überarbeiten. Man habe dem Straßenbauamt in Diez die Planunterlagen nochmals vorgelegt verbunden mit dem Hinweis auf den von der Ev. Kirchengemeinde unterbreiteten Alternativvorschlag und darum gebeten, die Realisierbarkeit dieses Vorschlages zu überprüfen und dies zunächst einmal zeichnerisch darzustellen, so daß sich auch für die Beschlußgremien der Stadt nochmals die Möglichkeit biete, zu der abgeänderten Planung Stellung zu beziehen.
Bürgermeister Dr. Possel-Dölken gibt darüber hinaus nochmals zur Kenntnis, daß die Anlieger der von-Bodelschwingh-Straße nach wie vor den unterbreiteten Vorschlag zur Schließung der Martin-Luther-Straße befürworten. Um die Situation insgesamt nochmals zu verdeutlichen, weist Bürgermeister Dr. Possel- Dölken darauf hin, daß aufgrund des derzeitigen Sachstandes sich für den Fall, daß keine Einigung mit der Ev. Kirchengemeinde herbeigeführt werden kann, die Problematik ergibt, daß die Stadt nicht die benötigten Grundstücksflächen für die Verbreiterung der Elgendorfer Straße erhalte, der Umbau der Kreuzung noch auf längere Zeit verzögert werde und alsdann die Planung zur Änderung des Kreuzungsbereiches nur durch Aufstellung eines Bebauungsplanes ausgeführt werden könne.
Ratsmitglied Kram (CDU) erklärt, er sei nach wie vor von der Notwendigkeit zur Schließung der Martin-Luther-Straße überzeugt. Er halte es insofern für angezeigt, im Rahmen weiterer Verhandlungen mit der Ev. Kirchengemeinde auch diese von diesem Erfordernis zu überzeugen. Ratsmitglied Widner (SPD) schließt sich diesen Aussagen an. Er bezeichnet die Haltung des Kirchenvorstandes als unverständlich. Er richtet an den Vorsitzenden die Frage, ob die Möglichkeit gegeben sei, zu einem erneuten Gespräch mit dem Ev. Kirchenvorstand gemeinsam mit den Fraktionsvorsitzenden einzuladen. Bürgermeister Dr. Possel- Dölken erklärt, er sei durchaus bereit, zumal dies den Interessen der Stadt entgegenkomme - zu einem solchen Gespräch einzuladen. Es stelle sich in diesem Zusammenhang jedoch die Frage, zu welchem Zeitpunkt eine solche Unterredung stattfinden sollte, insbesondere mit Blick darauf, daß noch die Vorlage der Alternativplanung durch das Straßenbauamt Diez ausstehe.
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