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sollte durch den Einbau kleinerer Fenster gleich der Fassade vom Haus Melchior. Um nun dennoch gleich große Fenster zur Vereinheitlichung der Fassaden an den Häusern Gröninger und Melchior einbauen zu können, sei ein aufwendiger Umbau erforderlich, den er überschlägig mit einem Kostenaufwand von ca. 10 000 DM ermittelt habe. Die Frage, ob eine solche Maßnahme nun ausgeführt werde, hänge von der möglichen Finanzierung ab. In diesem Zusammenhang sei die Aussage des Rates, ggf. die Umgestaltung der Fensterfront ausschließlich aus Mitteln der Stadt zu finanzieren, bedeutsam. Ergänzend hierzu wird noch darauf verwiesen, daß auch das Landesamt für Denkmalpflege eine solche Umbaumaßnahme befürworte und ggf. auch eine Bezuschussung hierfür in Aussicht stelle. Aus der Mitte des Rates wird darauf verwiesen, daß sich die Aussagen zur Finanzierung der Fensterumgestaltung insbesondere auf die zum Rathaus hin gelegene Seite bezog. Architekt Wild wird daher befragt, ob auch für diese Fassadenseite die Umgestaltung der Fensterfront im ersten Obergeschoß beabsichtigt sei.
Nach Mitteilung des Architekten Wild war dies bislang noch nicht mit dem Hauseigentümer abgeklärt worden.
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Der Vorsitzende unterbreitet den Vorschlag - nachdem der Rat nunmehr vom neuesten Sachstand Kenntnis genommen habe - die Diskussion zu diesem Punkt in der nachfolgenden Sitzung - ohne daß es hierzu des Beiseins des Architekten bedarf - fortzuführen.
Bevor Architekt Wild die Sitzung verläßt, nehmen einige der Ratsmitglieder noch Stellung zu dem erstellten Planentwurf für das Bauvorhaben Fries. Dem Architekten wird dabei zu verstehen gegeben, daß man einen Neubau in der aufgezeigten Form nicht befürworte. Die Bestrebungen sollten vielmehr dahin gehen, die Fassade zu erhalten und ggf. vorhandenes Fachwerk freizulegen.
Nachdem Architekt Wild die Sitzung verlassen hat, beantragt I. Beigeordneter Dr. Hütte, die Sachdiskussion zu den zuvor erörterten Angelegenheiten zurückzustellen. Mit Blick auf die vorangeschrittene Zeit werde es unerläßlich, den nichtöffentlichen Teil der Sitzung gegen 18.00 Uhr zu unterbrechen und nach der öffentlichen Sitzung fortzuführen. Bedeutsam für die Tagesordnung der öffentlichen Sitzung sei noch die Entscheidung zu TOP 1/1 "Partnerschaftsangelegenheit". Er beantragt daher, diesen Punkt nun zu behandeln und die übrigen Tagesordnungspunkte der nichtöffentlichen Sitzung in einem zweiten Teil nach Beendigung der öffentlichen Sitzung zu behandeln. Diesem Antrag wird entsprochen.
Partnerschaftsangelegenheit - Begründung einer Partnerschaft zwischen Gemeinde Seilrain, Österreich -
dem Stadtteil Eigendorf und der
) vom 987 IX
vom
987
IX
Ratsmitglied Widner (SPD) erklärt für die SPD-Fraktion, die Begründung einer Partnerschaft zwischen der Gemeinde Seilrain und dem Stadtteil Eigendorf werde nicht befürwortet. Auch in anderen Stadtteilen würden deren Bürger oder Vereine freundschaftliche Beziehungen zu anderen Gemeinden unterhalten. Es sei zu befürchten, daß bei Befürwortung des nunmehr vorliegenden Antrages Berufungsfälle geschaffen werden. Gemäß den Bestimmungen der Gemeindeordnung obliege die Aufnahme und Pflege partnerschaftlicher Beziehungen der Stadt und nicht den Stadtteilen.
Ratsmitglied Schweizer (FWG) erklärt namens der FWG-Fraktion, auch diese befürworte den vorliegenden Antrag aus den gleichen zuvor genannten Gründen nicht.
Ratsmitglied Lorenz (FWG) erklärt, ihm seien Partnerschaften mit Stadtteilen bekannt. Als Beispiel benennt er die Partnerschaft der Stadt Limburg mit einer französischen Gemeinde (Stadtteil der Stadt Lyon). Er wertet dies als Beweis dafür, daß solche Partnerschaften möglich und durchführbar seien. Aus diesem Grunde befürwortet er die Bestrebungen des Stadtteils Eigendorf. Auch Rats-
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