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Bürgermeister Mangels umreißt die Zielvorstellungen für das Gespräch mit Ltd. Baudirektor Wagner:
Es gehe darum, allgemeine Informationen über Fußgängerzonen, ihre Voraussetzungen und Möglichkeiten zu bekommen, aber auch um konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in Montabaur und zur Realisierung des Vorhabens "Fußgängerzone".
Ltd. Baudirektor Wagner referiert zunächst allgemein über Fußgängerzonen, ihre Hintergründe, Voraussetzungen und Vorteile. Er nennt folgende Voraussetungen für die Installation einer Fußgängerzone:
a) Die Möglichkeit einer möglichst nahe an der Fußgängerzone vorbeiführenden Umfahrung.
b) Ausreichende Parkplätze in unmittelbarer Nähe der Fußgängerzone.
c) Die Möglichkeit, die in der Fußgängerzone liegenden Gebäude anzufahren, und zwar entweder zeitlich begrenzt oder durch rückwärtige Verkehrsverbindungen.
Wagner geht sodann auch auf die Vorteile einer Fußgängerzone für den fließenden Verkehr ein.
Anschließend widmet er sich der Frage, welche Voraussetzungen konkret in Montabaur für die Fußgängerzone geschaffen werden müßten. Er nennt folgende:
a) Anschluß der Hollerer Straße an die Umgehungsstraße im Zuge der B 49:
Das Straßenneubauamt Vallendar sei derzeit mit der Detailplanung befaßt. Ursprünglich habe die Bundesstraßenverwaltung einen Anschluß der Hollerer Straße an die B 49 abgelehnt. Man habe seinerzeit zwei Argumente verwandt: Technische Schwierigkeiten wegen der Linienführung der B 49 im dortigen Bereich und das Gefälle eines möglichen Anschlusses sowie die weiteren Anschlüsse in verhältnismäßig naher Entfernung.
Die Bedenken wegen der übrigen Anschlüsse seien zwischenzeitlich zerstreut. Es habe sich die Erkenntnis durchgesetzt, daß möglichst viele Anschlüsse einer Stadt an eine Umgehungsstraße zu einer erheblichen Verbesserung der innerörtlichen Verkehrsverhältnisse führen.
Die Bedenken wegen der technischen Schwierigkeiten seien noch nicht vollends ausgeräumt. Zunächst müsse durch die Detailplanung des Straßenneubauamtes Vallendar nachgewiesen werden, daß sich eine verkehrssichere Lösung realisieren läßt.
Ungelöst sei - so Ltd. Baudirektor Wagner - noch die Frage der Finanzierung. Zunächst müsse die Grundsatzentscheidung für einen Anschluß der Hollerer Straße an die B 49 getroffen werden.
b) Fortführung der Straße am Schulzentrum vorbei und Verbindung zwischen der Elgendorfer- und Esche!bacher Str.
c) Evtl. - sofern sich aus dem Verkehrsaufkommen die Notwendigkeit ergibt - die Umgehung des Stadtteiles Horressen.
Wagner bezeichnete diese Voraussetzungen als Punkte, auf die die Stadt nur mittelbar Einfluß habe.
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