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7. Bürgermeister Mangels verweist auf die beträchtlichen Kosten von rd. einer halben Mill. DM für das Projekt und stellt an Dipl.-Ing. Fetz die Frage, ob er als Fachmann den Umbau des Gebäudes befürworten könne. Er verweist auf die mögliche Alternative, einen Neubau zu errichten.
Dipl.-Ing. Fetz erklärt, die Frage sei angesichts der Höhe der Grunderwerbskosten und der notwendigen Investitionen am Gebäude, vor allen Dingen aber wegen der werterhaltenden Maßnahmen am Gebäude (55 000,-- DM) sehr schwer zu beantworten.
8. Ratsmitglied Widner (SPD) beantragt, den Haupt- und Finanz- sowie Bauausschuß mit den konkreten Planungen zu beauftragen, da jetzt die erforderliche Kostenschätzung vorliege. Auch solle man jetzt in konkrete Verhandlungen mit der Verbandsgemeinde eintreten. Ratsmitglied Wdner spricht sich dafür aus, trotz
der hohen Kosten das ehemalige Wasserwirtschaftsamtsgebäude als "Haus der Jugend" zu nutzen. Dieses Gebäude biete die Voraussetzung einer möglichst baldigen Nutzung.
9. Auf Frage von Ratsmitglied Schweizer (FWG) teilt Bürgermeister Mangels mit, die schulische Nutzung des Gebäudes könne durch entsprechende organisatorische Maßnahmen kurzfristig entfallen.
10. Ratsmitglied Kochern (FDP) plädiert unter Hinweis auf das in unmittelbarer Nachbarschaft stehende Gebäude "Soldatenheim/Stadthalle" dafür, die in diesem Haus vorhandenen räumlichen Möglichkeiten, die ja auch der Jugend offen stünden, zu nutzen. Er stellt die Frage, ob hier nicht eine doppelte Belastung der Stadt für den gleichen Zweck erfolge.
Bürgermeister Mangels erklärt auf diese Frage, zwar bestehe im Soldatenheim ein breit gefächertes Raumangebot für alle Bevölkerungsschichten der Stadt, also auch für die Jugendlichen. Dies sei jedoch nicht das, was die Jugendlichen der Initiativgruppe Jugendzentrum wünschen. Ihnen gehe es um ein "eigenes Gebäude".
11. Ratsmitglied Schwind (CDU) spricht sich nachdrücklich gegen die Vorstellungen von Ratsmitglied Kochern, die Jugendlichen auf das Angebot im Soldatenheim
zu verweisen, aus.
12. Es wird Übereinkunft erzielt, unmittelbar nach den Ferien konkrete Verhandlungen mit der Verbandsgemeinde auf der Basis der Kostenschätzung von Dipl.-Ing. Fetz einzuleiten. Auch soll in der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses nach den Ferien über Detailpläne gesprochen werden.
Punkt 11/2: - Vorlage Nr. 113 -
Beratung und Beschlußfassung über die 2. Änderung des Bebauungsplanes "Schul- und Sportzentrum"
a) Zustimmung zum vorgelegten Entwurf
b) Beschluß über die Offenlage gern. § 2a Abs. 6 BBauG
c) Beschluß über die Bürgerbeteiligung
1. Ratsmitglied Dr. Hütte (CDU) verweist auf die Forderung in vorausgegangenen Stadtratsitzungen, die Eingrünung des Busparkplatzes zum Aufbaugymnasium hin in den Bebauungsplan aufzunehmen. Sollte dieser Forderung bis zum Satzungsbeschluß nicht nachgekommen werden, so werde seine Fraktion den Bebauungsplan ablehnen.
Die Verwaltung sagt zu, das Planungsbüro Dürr & Gauger zu beauftragen, die Grünanlagen in den Plan aufzunehmen.
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