Akte 
Sitzung 27. März 1980
Entstehung
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2.3 Ratsmitglied Schweizer (FWG) verweist auf die enormen Kostensteigerungen im Bereich der Bewirtschaftung des Altenheimes, die im wesentlichen durch Kostensteigerungen auf dem Energiemarkt Induziert werden. Er bezeichnet das vorgelegte Planwerk als einen soliden Haushalt.

2.4 Ratsmitglied Rossbach (FWG) regt an, bei der Veräußerung von Grundstücken des Hospitalfonds nicht - wie bei städtischen Grundstücken - den Umlegungs­preis, sondern den Marktpreis zu fordern. Beim Hospitalfonds gehe es nicht um die soziale Komponente städtischer Grundstückspolitik. Vielmehr dominiere hier der Gesichtspunkt, das Vermögen der Stiftung langfristig zu erhalten.

2.5 Bürgermeister Mangels und die Sprecher der Fraktionen Dr. Hütte (CDU),

Stahl (SPD) und Schweizer (FWG) danken den Schwestern des Altenheimes für die Arbeit zu Gunsten der alten Menschen von Montabaur im Altenheim.

Besonders wird anerkennend erwähnt, daß die Schwestern selbst in einem Alter sind, in dem sie ohne weiteres "im Ruhestand" leben könnten. Der Dank gilt auch der Kongregation in Dernbach, die Schwestern für das Altenheim Montabaur abstellt.

2.6 Die unter 2.5 genannten Sprecher der Fraktionen betonen übereinstimmend, bei der von Bürgermeister Mangels angekündigten Überprüfung des Altenheimes dürfe es nicht darum gehen, den Lebensstandard der alten Menschen zu senken. Insbesondere bei der Verpflegung dürfen keine Abstriche gemacht werden. Im übrigen wird die Überprüfung begrüßt.

2.7 Bürgermeister Mangels äußert sich zu einzelnen der oben aufgeführten Aussagen der Fraktionssprecher:

a) Zur Anregung von Ratsmitglied Rossbach, für hospitaleigene Grundstücke den Marktpreis zu nehmen, erklärt Bürgermeister Mangels, man habe bis­her den Hospitalfonds und die Stadt als"Solidargemeinschaft"angesehen und dementsprechend einheitliche Grundstückspreise in den Baugebieten gefordert. Sollte der Stadtrat anderer Auffassung sein, müsse dies über den Fachaus­schuß geklärt werden.

b) Die von Ratsmitglied Stahl (SPD) angeregte "Anhebung" der Stellen von Altenpflegerinnen, hält Bürgermeister Mangels nicht für opportun. Er weist insbesondere auf den Gesichtspunkt der Vergütungsgleichheit hin. Zum Personalangebot an Altenpflegerinnen erklärt Bürgermeister Mangels, dieser Ausbildungsberuf sei noch sehr jung. Dementsprechend gebe es z. Z. wenig ausgebildete Kräfte. Dies könne aber nicht bedeuten, daß man übertarif­liche Leistungen erbringt. Dies würde auch die Wirtschaftlichkeit des Altenheimes beeinträchtigen.

2.8 Bürgermeister Mangels äußert sich zu der Kritik gegen die Errichtung des Pavillons im Innenhof des Altenheimes. Ihm sei zu Ohren gekommen, daß man kritisiert habe, dadurch würde der Freiraum im Innenhof weiter eingeschränkt. Bürgermeister Mangels begründet die Notwendigkeit des Pavillons durch den Hinweis auf den Wunsch der Insassen des Altenheimes, Gymnastik zu treiben, was bei den derzeitigen räumlichen Verhältnissen nicht möglich sei. Die Not­wendigkeit der Maßnahme sei bisher auch allenthalben anerkannt worden.

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