Akte 
Sitzung 15. Mai 1979
Entstehung
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Der Bürgermeister macht darauf aufmerksam, daß in den 53 Ratsitzungen 208 Stunden und 34 Minuten gearbeitet wurden und daß dies ein beträchtlicher Verzicht auf Freizeit darstellt.

In der vergangenen Legislaturperiode wurden bisher 840 Beschlüsse gefaßt.

Davon ergingen 726 einstimmig. Bürgermeister Mangels betont, wer dann noch davon spreche, es seien Mehrheitsbeschlüsse gegen die Interessen der Bürger­schaft gefällt worden, der argumentiere wider besseres Wissen. Diese Zahl dokumentiere eine breite Übereinstimmung in der Sache. Schließlich appelliert Bürgermeister Mangels an die Ratsmitglieder, den kommenden Wahlkampf fair und sachlich zu führen. Er bittet darum, sich so zu verhalten, daß auch nach dem Wahlkampf noch die Möglichkeit besteht, sich gegenseitig"in die Augen zu sehen" und nach dem 10. Juni miteinander zum Wohl der Bürgerschaft weiterzuarbeiten.

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8. Ratsmitglied Dr. Hütte (CDU) nimmt ebenfalls die letzte Sitzung des Stadtrates zum Anlaß, auf die vergangenen 5 Jahre zurückzublicken. Er berichtet, man habe hart um Sachentscheidungen gerungen. Wer einmal an den Fraktionssitzungen und den Ausschußsitzungen teilgenommen habe, der wisse, daß der Vorwurf völlig unbe­rechtigt ist, nach dem der Stadtrat ein "Verein der Kopfnicker und Zustimmer" ist. Bei aller Auseinandersetzung um die Sache sei man im Stil jedoch immer fair geblieben. In Montabaur habe es in den vergangenen 5 Jahren keine Reibungs­verluste durch Parteiengerangel gegeben. Am Stil der Diskussionen und des Umgangs miteinander könne sich mancher ein Beispiel nehmen, der in Bonn oder Mainz auf der politischen Bühne steht. Dies gelte auch für so manche Stadt im Nachbar­schaftsbereich. Dr. Hütte bringt seine Hoffnung zum Ausdruck, daß sich dieser Stil auch in der kommenden Legislaturperiode fortsetzt.

Unter Hinweis auf die wichtigsten Investitionen in den vergangenen 5 Jahren ver­tritt Ratsmitglied Dr. Hütte die Auffassung, in der letzten Legislaturperiode sei soviel geleistet worden wie noch nie in der Geschichte des Stadtrates.

Der CDU-Sprecher weist auch darauf hin, daß für die Investitionen der Stadt reich­lich Zuschüsse geflossen sind (aus Landesmitteln ca. 10 Mio DM, aus Bundesmitteln ca. 2 Mio DM).Dr. Hütte erklärt, diese Mittel hätten der Stadt nicht zur Verfügung gestanden, hätte sie nicht einen so aktiven und ideenreichen Bürgermeister. Dafür gebühre Bürgermeister Mangels der besondere Dank.

Der Dank des CDU-Sprechers ergeht auch an die übrigen Fraktionen für die hervor­ragende Zusammenarbeit in der Legislaturperiode. Es seien Sachargumente getauscht worden. Parteipolitische Gesichtspunkte hätten nie über Sachargumente Oberhand gewonnen.

Schließlich gedenkt Ratsmitglied Dr. Hütte noch der verstorbenen Mitglieder des Stadtrates und seiner Ausschüsse.

9. Ratsmitglied Stühn (SPD) erinnert daran, daß er das Amt des Fraktionsvorsitzenden in der laufenden Legislaturperiode von dem plötzlich verstorbenen Herrn Emil Witte übernommen hat. Er hätte sich als Neuling auf der kommunalpolitischen Ebene ge­wünscht, an der Seite von Herrn Witte eine "Lehrzeit" durchzumachen.

Seit seiner Mitgliedschaft im Stadtrat habe er das gute persönliche Verhältnis zwischen Witte und Bürgermeister Mangels bemerkt. Der SPD-Fraktionsvorsitzende dankt Bürgermeister Mangels persönlich für die gute Zusammenarbeit und die Hilfe, die er ihm vornehmlich zu Anfang seiner Amtsübernahme als Fraktions­vorsitzender gewährt habe.

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