Anlage Nr. 1 zur Niederschrift
Auszug
aus
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der
"Westerwälder Zeitung"
vom ^7 /2<f
^'11
Gustav Hannappe!, Franz Kraemer und Ems! Schmidt ausgezeichnet
-mb- MONTABAUR/MUDENBACH. Drei über Jahre und Jahrzehnte ehrenamtlich tätige Kommunalpolitiker zeichnete Landrat Dr. Norbert Heinen im Kreishaus in Montabaur mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz zum Dank für ihre Arbeit zum Wohl der Allgemeinheit aus. Die Auszeichnung erhielten Gustav Hannappe! (70) aus Montabaur-Horressen, Franz Kraemer (71) aus Montabur und Emst Schmidt (74) aus Mudenbach.
In Anwesenheit von Vertretern der Verbandsgemeinde und der Stadt Montabaur, der Verbandsgemeinde Hachenburg und der Ortsgemeinde Mudenbach, die den Geehrten herzlich gratulierten und Blumen und gute Tropfen überreichten, würdigte der Landrat des Westerwaldkreises das Engagement der drei Kommunalpolitiker für ihre Mitbürger.
Gustav Hannappel war bereits 1952 Mitglied des Rates der früheren Gemeinde Horres- . sen geworden und blieb es bis 1972. Zweiter ^ Beigeordneter war er in Horressen von 1960 bis 1964 und Erster Beigeordneter von 1969 bis 1974. Seit 1972 gehört er dem Rat der Stadt Montabaur an und ist ferner seit 1969 Mitglied des Rechtsausschusses im Unterwesterwald- bzw. im Westerwaldkreis.
Franz Kraemer nahm seine ehrenamtliche kommunalpolitische Tätigkeit 1956 als Mitglied des Stadtrates Montabaur auf, 'dem er bis 1972 angehörte. Seit 1972 ist er Zweiter Beigeordneter der Kreisstadt.
Der Senior unter den Ausgezeichneten, Emst Schmidt, wurde kommunalpolitisch schon 1948 als Mitglied des Rates der Gemeinde Mudenbach tätig. Von 1956 bis 1964 war er
Bürgermeister, und seit 1964 ist er Erster Beigeordneter von Mudenbach. Dem Kreistag und dem Kreisausschuß des früheren Ober- westerwaldkreies gehörte er von 1969 bis 1974 an. Mitglied des Verbandsgemeinderates Hachenburg war er von 1972 bis 1974.
Bevor er den drei verdienstvollen Kommunalpolitikern die Ehrennadel des Landes anheftete, hatte Landrat Dr. Heinen festgestellt, daß das Interesse der Bürger an der Wahrnehmung ehrenamtlicher Aufgaben zusehends gewachsen sei und das Bewußtsein der Bürger für die verantwortungsbewußte Wahrnehmung dieser Aufgaben nicht minder. Besonders unterstrich Dr. Heinen, daß dem Ehrenamt in der rheinland-pfälzischen Kom-„ munalpolitik nach wie vor ein sichtbarer Platz - Ortsgemeinderäte und Ortsbürgermeister - eingeräumt sei, weil auf den ehrenamtlich tätigen „Fachmann für gesunden Menschenverstand" gerade in einer Zeit der Klagen über allzu viel Bürokratisierung und Technisierung nicht verzichtet werden könne. Nicht verschwiegen wurde vom Landrat aber auch, daß ehrenamtliche Kräfte nicht mehr auf allen politischen Ebenen in dem Maß wie in früheren Zeiten beteiligt werden können. Als Gründe dafür nannte er die politische Struktur und die Fülle der politischen Aufgaben.
Vor allem wies Dr. Heinen darauf hin, daß zur Ansübung eines kommunalpolitischen Ehrenamtes sehr viel Kraft aufgewandt und sehr viel Freizeit wie selbstverständich geopfert werden müsse. Wer an herausragender Stelle - wie die drei Kommunalpolitiker - Verantwortung getragen und für ein Gemeinwesen tätig gewesen sei, verdiene eine öffentliche Ehrung.
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