Akte 
Sitzung 21. Februar 1979
Entstehung
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Anlage Nr. 1 zur Niederschrift

Auszug

aus

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der

"Westerwälder Zeitung"

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Gustav Hannappe!, Franz Kraemer und Ems! Schmidt ausgezeichnet

-mb- MONTABAUR/MUDENBACH. Drei über Jahre und Jahrzehnte ehrenamtlich tä­tige Kommunalpolitiker zeichnete Landrat Dr. Norbert Heinen im Kreishaus in Monta­baur mit der Ehrennadel des Landes Rhein­land-Pfalz zum Dank für ihre Arbeit zum Wohl der Allgemeinheit aus. Die Auszeich­nung erhielten Gustav Hannappe! (70) aus Montabaur-Horressen, Franz Kraemer (71) aus Montabur und Emst Schmidt (74) aus Muden­bach.

In Anwesenheit von Vertretern der Ver­bandsgemeinde und der Stadt Montabaur, der Verbandsgemeinde Hachenburg und der Orts­gemeinde Mudenbach, die den Geehrten herz­lich gratulierten und Blumen und gute Tropfen überreichten, würdigte der Landrat des Westerwaldkreises das Engagement der drei Kommunalpolitiker für ihre Mitbürger.

Gustav Hannappel war bereits 1952 Mit­glied des Rates der früheren Gemeinde Horres- . sen geworden und blieb es bis 1972. Zweiter ^ Beigeordneter war er in Horressen von 1960 bis 1964 und Erster Beigeordneter von 1969 bis 1974. Seit 1972 gehört er dem Rat der Stadt Montabaur an und ist ferner seit 1969 Mit­glied des Rechtsausschusses im Unterwester­wald- bzw. im Westerwaldkreis.

Franz Kraemer nahm seine ehrenamtliche kommunalpolitische Tätigkeit 1956 als Mit­glied des Stadtrates Montabaur auf, 'dem er bis 1972 angehörte. Seit 1972 ist er Zweiter Beigeordneter der Kreisstadt.

Der Senior unter den Ausgezeichneten, Emst Schmidt, wurde kommunalpolitisch schon 1948 als Mitglied des Rates der Gemeinde Mudenbach tätig. Von 1956 bis 1964 war er

Bürgermeister, und seit 1964 ist er Erster Beigeordneter von Mudenbach. Dem Kreistag und dem Kreisausschuß des früheren Ober- westerwaldkreies gehörte er von 1969 bis 1974 an. Mitglied des Verbandsgemeinderates Hachenburg war er von 1972 bis 1974.

Bevor er den drei verdienstvollen Kom­munalpolitikern die Ehrennadel des Landes anheftete, hatte Landrat Dr. Heinen festge­stellt, daß das Interesse der Bürger an der Wahrnehmung ehrenamtlicher Aufgaben zu­sehends gewachsen sei und das Bewußtsein der Bürger für die verantwortungsbewußte Wahr­nehmung dieser Aufgaben nicht minder. Be­sonders unterstrich Dr. Heinen, daß dem Ehrenamt in der rheinland-pfälzischen Kom- munalpolitik nach wie vor ein sichtbarer Platz - Ortsgemeinderäte und Ortsbürgermeister - eingeräumt sei, weil auf den ehrenamtlich tä­tigenFachmann für gesunden Menschenver­stand" gerade in einer Zeit der Klagen über allzu viel Bürokratisierung und Technisierung nicht verzichtet werden könne. Nicht ver­schwiegen wurde vom Landrat aber auch, daß ehrenamtliche Kräfte nicht mehr auf allen politischen Ebenen in dem Maß wie in früheren Zeiten beteiligt werden können. Als Gründe dafür nannte er die politische Struk­tur und die Fülle der politischen Aufgaben.

Vor allem wies Dr. Heinen darauf hin, daß zur Ansübung eines kommunalpolitischen Ehrenamtes sehr viel Kraft aufgewandt und sehr viel Freizeit wie selbstverständich ge­opfert werden müsse. Wer an herausragender Stelle - wie die drei Kommunalpolitiker - Verantwortung getragen und für ein Gemein­wesen tätig gewesen sei, verdiene eine öffent­liche Ehrung.

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