I. Öffentliche Sitzung
Vor Eintritt in die Tagesordnung weist Bürgermeister Mangels darauf hin, daß z. Z. der Sitzung das Richtfest für das Berufsbildungszentrum in Montabaur gefeiert wird. Wegen der Sitzung sei es ihm nicht möglich, an dieser Feier teilzunehmen. Er weist auf die besondere Bedeutung der Tatsache hin, daß durch das Berufsbildungszentrum das schulische Angebot im Bereich der Kreisstadt Montabaur verbessert wird. Bürgermeister Mangels verliest ein Glückwunschschreiben an Landrat Dr. Heinen, welches vom Bürgermeister und allen Stadtratsmitgliedem unterzeichnet und durch Boten dem Landrat übermittelt wird.
Bürgermeister Mangels bedankt sich bei den Mitgliedern des Stadtrates über den Empfang anläßlich seines 50. Geburtstages und erklärt, er sei dankbar für die zahlreichen Freundschaftsbekundungen bei diesem Empfang.
Als Aufmerksamkeit gegenüber der Stadt und ihrem Stadtrat wolle er der Stadt ein Geschenk machen. Dazu habe er eine Amtskette fertigen lassen. Zur Vermeidung von Mißverständnissen, so erklärt Bürgermeister Mangels, wolle er klarstellen, die Amtskette habe er nicht für sich herstellen lassen. Er selbst werde sie nur bei Anlässen tragen, die der Repräsentation der Stadt gegenüber den ausländischen Patenstädten dienen. Die Amtskette sei mit finanzieller Beteiligung der Nassauischen Sparkasse Montabaur beschafft worden. Die Repräsentanten dieser Sparkasse,Marm%' und Duchscherer/nehmen aus diesem Anlaß an der Sitzung teil.
Die Kette überreicht Bürgermeister Mangels dem an Lebensjahren ältesten Ratsmitglied Gustav Hannappel (SPD) mit der Bitte, sie weiterzugeben an den jeweiligen Bürgermeister. Sie enthält die beiden ältesten bekannten Stadtsiegel. Der Vorsitzende erklärt, die Kette solle zum Ausdruck bringen, daß Bürgermeister, Rat und Bevölkerung der Stadt eine Einheit bilden und alle aufgefordert sind, zum Wohl der Allgemeinheit zusammenzuwirken.
Der Direktor der Nassauischen Sparkasse Montabaur Manz erklärt, seine Sparkasse habe sich an der Herstellung der Kette beteiligt, weil sie der Auffassung sei, eine Stadt wie Montabaur mit einer mehr als 1000jährigen Geschichte und partnerschaftlichen Beziehungen zu Städten in Frankreich und England solle für ihren Repräsentanten über eine solche Kette verfügen. Die Nassauische Sparkasse wolle damit zu erkennen geben, daß sie als öffentliche Sparkasse, die als erste Bank in Montabaur seit 1840 hier ansässig ist, eng mit dem Geschehen in dieser Stadt verbunden sei und dies auch bleiben möchte. Freundschaftliche Zusammenarbeit mit der Vertretung der Stadt habe es der Nassauischen Sparkasse ermöglicht, eine weit ins Umland ragende Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben, die der Sparkasse, aber auch dem Image der Stadt Montabaur sehr nützlich war.
Die Mitwirkung der Nassauischen Sparkasse an der Beschaffung der Kette solle den Dank an alle die verkörpern, die bisher ihre Arbeit unterstützt haben, aber auch den Dank an alle Bürger der Stadt für das Vertrauen, das der Nassauischen Sparkasse entgegengebracht worden ist. Die Bedeutung dieses symbolischen Geschenkes reiche weit über den Tag hinaus.
Rückwirkend auf die eindrucksvollen Worte anläßlich des Geburtstagsempfanges erklärte der Sprecher, Bürgermeister Mangels sei der erste Bürgermeister der Stadt, der diese Kette zurecht mit Stolz und Würde tragen könne. Für die Stadt und ihren Rat wünsche die Nassauische Sparkasse, es möge noch viele repräsentative Anlässe geben, durch die das Ansehen und die Bedeutung der Stadt vermehrt werden.
- 6 -
c vom 1978 . VII
vom v 78 VII

