Stadtrat Kochern erwähnt zum gleichen Sachverhalt, daß auch in der Seitenstraße, unterhalb der Gaststätte Meudt, die gleichen Verhältnisse vorliegen. Bei dem Ein- und Ausfahren in die schmale Gasse kommt es zu außergewöhnlichen Lärmbelästigungen durch Jugendliche und Verkehrsgefährdung, wenn oft wenig rücksichtsvoll von der Gasse aus in die Kirchstraße eingebogen wird.
Auf Befragen erklärt Stadtamtmann Sonnenschein, daß Herr Häuter schon seit einiger Zeit auch in den Abendstunden Dienst macht. Festgestellte Verstöße werden dem Gendarmeriekommando in Montabaur gemeldet.
b) Serenadenabend der Nassauischen Kulturstifung im Schloß Montabaur
Stadtrat Schweizer fragt an, wie es sich mit dem Serenadenabend verhält, der in den vergangenen Jahren regelmäßig im Schloß Montabaur veranstaltet wurde.
Bürgermeister Mangels erwidert, daß er in dieser Angelegenheit nun einiges getan habe. Er verliest ein Schreiben des Regierungspräsidenten vom 27. 6. 1972, gerichtet an die Redaktion der Rheinzeitung, in dem Herr Reg. Präsident Dr. Leibmann darstellt, warum der Serenadenabend nicht mehr alljährlich im Schloß Montabaur stattfindet.
Danach hat der Verwaltungsrat der Nass. Kultur Stiftung beschlossen, die repräsentative Veranstaltung der Serenade künftig im jährlichen Wechsel jeweils in einem anderen der drei Nassauischen Landkreise zu veranstalten. Die Nassauische Kulturstiftung wird jedoch im Schloß Montabaur als dem repräsentativen Mittelpunkt im Raume Montabaur auch weiterhin ihre musikalischen Veranstaltungen durchführen, wobei dies neben der Serenade vor allem in den Jahren der Fall sein wird, in denen die Serenade in einem anderen Landkreis stattfindet.
Bürgermeister Mangels weist jedoch darauf hin, daß er in dieser Angelegenheit unter anderem auch mit dem ehemaligen Regierungspräsidenten Dr. Schmidt gesprochen habe, der ihm erklärt habe, daß es die selbstverständliche Aufgabe der Nassauischen Kulturstiftung sei, in den anderen drei Nassauischen Kreisen musikalische Veranstaltungen durchzuführen. Der Serenadenabend gehöre jedoch nach seiner Ansicht nach Montabaur.
Dabei wird auch erwähnt, daß die Einladungen zu dem Serenadenabend bisher jedenfalls immer an denselben Personenkreis ergangen seien, gleichgültig ob der Abend auf Schloß Montabaur, der Marksburg oder auf Schloß Oranienstein stattfinden würde. Der Entschluß des Verwaltungsrates stelle also eine Veränderung der bisherigen Gepflogenheiten dar, dem entgegenzutreten sei.
c) Viehwaage im Stadtteil Horressen
Stadtrat Hannappel macht darauf aufmerksam, daß in Horressen immer noch eine Viehwaage vorhanden sei, die nicht mehr gebraucht wird und deshalb weggeholt werden sollte.
Der Vorsitzende erklärt sich bereit, die Waage abholen zu lassen, um sie vorerst auf Lager zu nehmen. Eine Umfrage bei den Viehhändlern soll ergeben, ob in diesem Personenkreis Interesse an dem Erwerb der Waage besteht.

