Akte 
Sitzung 08. Juni 1972
Entstehung
Einzelbild herunterladen

- 18

Der Vorsitzende sowie Stadtbaumeister Kaltenhäuser unterrichten in groben Zügen die neuen Ratsmitglieder über die jetzige Lage.

In der sich ergebenden Diskussion trägt das Ratsmitglied der FDP-Fraktion, Herr Paul Heinz Schweizer vor, daß der geplante Fußgängertunnel einen weiteren Anschluß in Richtung Freiherr-vom-Stein-Straße haben soll. Nach Fertigstellung des geplanten Schul - und Sportzentrums wird hier seiner Meinung nach ein verstärktes Fußgängeraufkommen vorhanden sein. Die Planung müsse also jetzt dahingehend geändert werden, diese Fußgänger, hauptsächlich Schüler, von der gefährlichen Straße weg und in den geschützten Tiefbereich eines Fußgängertunnels zu bekommen.

Nach eingehender Diskussion schließen sich die beiden anderen Ratsfraktionen diesei^ vorgebrachten Äußerungen an.

Bürgermeister Mangels sagt zu, diesen Gedanken noch einmal in die Diskussion zu bringen. Es bleibt aber festzuhalten, daß hierdurch nichts vollkommen Heues zwischen den Be­teiligten geschaffen wird. Er erklärt sich bereit, aufgrund dieser Anregung noch einmal hierüber zu verhandeln. Wenn die Maßnahme technisch ohne großen Zeitverlust durchführ­bar ist und mit einbezogen wird in die Mitfinanzierung, dann wäre das wohl auf Vorrat und für die Zukunft gedacht und geplant. Treffen diese beiden Voraussetzungen nicht zu, so kann die Verwaltung davon ausgehen, daß der Stadtrat mit der heute vorliegenden Planung einverstanden ist.

Zum Schluß der Diskussion weist der Vorsitzende auf den beigefügten Berechnungshand­zettel über die Beteiligung beim Umbau dieser Kreuzung hin.Demnach ergibt sich ein Kostenbeteiligungsverhältnis von 40 % Kreis zu 60 % Stadt.

Punkt l/l5, Verschiedenes, Bekanntgaben, Anfragen

a) Ratsmitglied König - Herr König regt die Anlage eines neuen gemeinsamen Flächen­nutzungsplanes für das nunmehr erweiterte Stadtgebiet an (preisregulierende Wirkung).

Aufgrund der übereinstimmenden Meinung der Versammlung wird die Verwaltung be­auftragt, mit geeigneten Planern Verhandlungen zu führen und Kostenvoranschläge über die Aufstellung eines gemeinsamen Flächennutzungsplanes einzuholen. Diese Maßnahme ist im Nachtragshaushaltsplan 1972 kostenmäßig zu veranschlagen. Die Verhandlungen sind zu beginnen.

b) Ratsmitglied Schweizer - Herr Schweizer bittet die Verwaltung für eine bessere verkehrsmäßige Zusammenführung der Stadtteile zu sorgen.

c) Ratsmitglied Schweizer - Mit den Sportvereinen der erweiterten Stadt Montabaur sollen Gespräche über eventuelle Zusammenschlüsse geführt werden.

Der Vorsitzende erwidert, daß dies bereits geschehen ist, aber mit irgendwelchen Zusammenschlüssen in absehbarer Zeit nicht zu rechnen ist. Es wurde jedoch er­reicht, einen sogenannten Vereinsring zu bilden, der aus den Vorsitzenden der einzelnen Vereine besteht. Hauptarbeitsgebiet dieses Gremiums soll der Jugend­spielbetrieb sein.

- 19 -

!i ilf

vom

)72

VI

I972

.VI

Pj vom 1972 . VI

, in