Anlage 2 zur Niederschrift
Anlage zu Punkt j/jc? der Tagesordnung
für die Sitzung des Stadtrates am 16. 6. 1981
Bet reff:
Beratung und Beschlußfassung über den weiteren Verkauf von Baugrundstücken !m Baugebiet "Himmelfeld I", 2. Abschnitt
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Die Stadt und der Hospitalfonds besitzen ln dem o.g. Neubaugebiet noch 8 Bauplätze, deren Größe mit einer Ausnahme zwischen 1.564 m2 und 2.269 m^ liegt. Die Baugrundstücke befinden sich ausschließlich ln der ersten Baureihe oberhalb der Umgehungs- bzw. Limburger Straße.
Die Stadt hat diese Grundstücke !m November 1979 zu den Umlegungspreisen erworben und mit Fremdmitteln finanziert (Zinssatz derzeit 10,5 %). Der Umlegungspreis schwankte zwischen 35,-- DM und 41,-- DM/m^ je nach Wertzone. Die Erschließungskosten müssen von der Stadt solange vorfinanziert werden, bis ein Verkauf erfolgt.
Die Entfernung vom Stadtkern und der Verkehrslärm beeinträchtigen den Wert der Grundstücke negativ. Der ohnehin für Grundstücke dieser Größenordnung eingeschränkte Käuferkreis wird zusätzlich durch die Auflagen der Stadt bei der Bebauung (Bebauungsfrist, eingeschränktes Veräußerungsverbot, Festsetzungen des Bebauungsplanes) reduziert. Der günstige Veräußerungspreis wirkt offensichtlich nicht so verkaufsfördernd wie erwartet; sonst hätte die Nachfrage bei der ln 1980 noch relativ guten Baukonjunktur und Kapitalmarktlage stärker sein müssen.
Im Hinblick auf den Fremdmittelbedarf Im Haushalt 1981 und unter dem Gesichtspunkt der baldigen Realisierung des in die Grundstücke Investierten Kapitals wurden folgende Problemlösungen !m Haupt- und Finanzausschuß diskutiert:
1. Durchführung von Teilungsmessungen ohne Bebauungsplanänderung
2. freier Verkauf ohne Bedingungen und Auflagen zu noch auszulotenden Marktpreisen.
Dabei traten erhebliche Zielkonflikte auf. Die Lösung 1 bedeutet praktisch Doppelhausbauwelse auf zum Teil sehr schmalen und ungewöhnlich tiefen Grundstücken. Dies widerspricht ln erster Linie den Zielsetzungen einer offenen und großzügigen Bauweise ln diesem Neubaugebiet. Darüber hinaus besteht nach den Erfahrungen des Liegenschaftsamtes keine Nachfrage nach solchen Grundstücken, well der Wunsch nach freier Entfaltung auf dem eigenen Grundstück stärker Ist als ein günstiger Grundstückspreis verbunden mit noch stärkeren Eingriffen ln die Bebaubarkeit eines Grundstüc kes.
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