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Ratsmitglied Widner (SPD) erklärt, es stelle sich die Grundsatzfrage, welcher Aspekt dominiere: Der Nachteil, einen Teil der Stadtmauer abreißen zu müssen, oder der Vorteil, einen Teil derStadtmauer auf einer Länge von 18 m und das Türmchen freizulegen.
Ratsmitglied Widner (SPD) erklärt, falls es zu einer Zustimmung zu der vorgelegten Linienführung komme, müsse aus der Entscheidung die Frage des Abrisses des Hauses "Kleiner Markt 15" ausgeklammert werden. Darüber solle ja zunächst ein Gutachten der Unteren Denkmalpflegebehörde und ein Verkehrsgutachten vorgelegt werden.
Ratsmitglied Schweizer (FWG) bemängelt, es würden keine Alternativplanungen und keine Kostenschätzung vorliegen. Auf den Einwand von Bürgermeister Mangels, es existiere ein rechtskräftiger Bebauungsplan, erklärt Ratsmitglied Schweizer, dieser Bebauungsplan sei vom alten Stadtrat in einer völlig anderen Zusammensetzung aufgestellt worden. Die Entscheidung über die Straßenführung der innerstädtischen Entlastungsstraße sei eine wichtige Entscheidung für die Zukunft, die man sich nicht leicht machen dürfe. Ratsmitglied Schweizer vertritt die Auffassung, vor einer Entscheidung hätte eine Ortsbesichtigung stattfinden müssen. Außerdem müßten Alternativplanungen erstellt werden. Er verweist auf die Schwierigkeiten, die wegen des starken Gefälles der Kolpingstr. im Winter entstehen können und stellt zur Diskussion, ob nicht durch eine Aufschüttung das Gefälle gemindert werden könne. Außerdem bringt er die schon früher erwogene Möglichkeit, die Entlastungsstraße über das Anwesen des Bauern Decker zu führen, in die Diskussion.
Für die FWG-Fraktion stelle sich die Frage, ob der Bürger oder der Verkehr Vorrang genieße. Für die FWG-Fraktion dominierten - so Ratsmitglied Schweizer - in erster Linie die Belange des Bürgers.
Unter Hinweis auf die von Verkehrsplaner Pfeiffer genannten Kosten (ca. 3,4 Mill. DM) erklärt Ratsmitglied Schweizer, er befürchte, daß die Kosten in Wirklichkeit wesentlich höher seien. Hinzu kämen ja noch die Kosten für die Fußgängerzone. Die FWG- Fraktion sei dagegen, in dieser Sitzung eine solch wichtige Entscheidung in der Kürze der Zeit zu treffen.
Bürgermeister Mangels erwidert auf die Ausführungen von Ratsmitglied Schweizer, der vom Büro Pfeiffer vorgelegte Plan sei als Detailplanung aus dem rechtskräftigen Bebauungsplan entwickelt worden. Es gebe keinen Grund, diese Planung nicht weiterzuführen. Eine Ortsbesichtigung sei nicht notwendig gewesen, weil wohl jeder die Örtlichkeit hinreichend kenne. Außerdem sei der Termin mit Dr. Custodis kurzfristig vereinbart worden, so daß auch die von Ratsmitglied Schweizer gewünschte Hinzuziehung der Fraktionsvorsitzenden nicht möglich gewesen sei.
Der Kritik, es fehle an Alternativplanungen, begegnet Bürgermeister Mangels mit dem Hinweis auf den Generalverkehrsplan von Professor Leibbrand, der für diesen Fragenkomplex verschiedene Lösungsmöglichkeiten vorsehe. Diese habe man in der Vergangenheit sehr intensiv diskutiert. Der Stadtrat sei nach reiflicher Überlegung mehrheitlich zu dem Ergebnis gekommen, daß nur die jetzt vom Büro Pfeiffer weiterverfolgte Möglichkeit die Chance eröffne, möglichst bald die innerstädtische Entlastungsstraße als Voraussetzung für die Errichtung der Fußgängerzone zu bauen.
Zu der von Ratsmitglied Schweizer angesprochenen Möglichkeit, die Umgehungsstraße an die Färberbachstraße über das Gelände des Bauern Decker anzuschließen, erklärt Bürgermeister Mangels, diese Möglichkeit sei früher bereits diskutiert worden.
Sie sei jedoch wesentlich aufwendiger als die jetzt ins Auge gefaßte, überdies werde bei Realisierung der jetzt vom Büro Pfeiffer vorgeschlagenen Trassenführung die Möglichkeit der Anbindung über das Gelände des Bauern Decker auf Dauer nicht verbaut. Im Gegenteil: Auch bei Realisierung der von Ratsmitglied Schweizer
vorgeschlagenen Straßenführung müßte die jetzige Straßenführung ausgebaut werden,
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