Akte 
Sitzung 30. August 1973
Entstehung
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Der Ältestenrat des Stadtrates - bestehend aus den drei Fraktionsvorsitzenden und dem Bürgermeister - wird beauftragt, zum Problem der Wasserversorgung der Stadt Montabaur sich der Verwaltung im Sinne von Beratung und Durchführung von Initiativen zur Verfügung zu stellen.

An der Abstimmung haben sich die Betroffenen nicht beteiligt.

Nunmehr gibt Herr Glasner folgenden Bericht über die Wasserversorgungslage der Stadt:

Die Wasserversorgung der Stadt ist bei geregelter Entnahme zur Zeit noch geordnet.

Es ergibt sich folgendes Bild:

Aufkommen der Stadt

(einschl. Wasserentnahme aus dem Tiefbrunnen) - 1.100 - 1.200 cbm pro Tag

von Ruppach-Goldhausen = 350 - 500 cbm pro Tag

von Dernbach = 100 - 130 cbm pro Tag.

Der Quellzufluß (Schüttung der Quellen) hat sehr stark nachgelassen. Im Jahre 1964 war ein Zufluß von 4.088 cbm gegenüber einem diesjährigen Zufluß von 400 cbm pro Tag zu verzeichnen. Es macht sich überdies jetzt der seit drei Jahren ausbleibende Niederschlag bemerkbar. Aufgrund einer Eilentscheidung der Beigeordneten und Fraktionsvorsitzenden sind die Firmen Merz und Kuhn mit Bohrungen beauftragt worden. Die Fa. Kuhn hatte bereits die erste Bohrung durchgeführt und sollte jetzt zu einer zweiten Bohrung eingesetzt werden. Die Fa. Merz ist in der Lage, mit einem neu­artigen Bohrgerät mit geringerem Durchmesser mit weniger Zeitaufwand tiefer zu bohren. Sie hat sich schriftlich bereiterklärt, bis Ende August zwei Bohrungen durch­zuführen, hat jedoch bis heute mit der Arbeit noch nicht begonnen. Die Fa. Merz will jetzt am Freitag, dem 31. August 1973, mit der Bohrung beginnen.

Es schließt sich eine Aussprache über diesen Bericht an. Ratsmitglied Witte bittet in diesem Zusammenhang um Vorlage eines Berichtes über die bisherigen und augen­blicklichen Wasserlieferungen an Wirges.

c) Ratsmitglied Witte, SPD-Fraktion

Herr Witte bemängelt den verwahrlosten Zustand eines städt. Grundstücks in der Taunusstraße. Gleichzeitig weist er darauf hin, daß die Friedhofsmauer an ver­schiedenen Stellen schadhaft ist. Durch lockeres Gestein auf der Mauer entstehen Gefahrenquellen für die Passanten. Ferner beanstandet er das Fehlen von Straßen­schildern im Stadtgebiet. Er überreicht hierzu kurz eine Aufstellung von Straßen, die noch mit Straßenschildern ausgestattet werden müssen. Außerdem beanstandet Herr Witte den Zustand des Parkplatzes Gilles.

Der Vorsitzende nimmt diese Anregungen dankend zur Kenntnis und erklärt bezüglich des Parkplatzes Gilles, daß die Fa. Gilles bereits einen Auftrag zur Befestigung des Parkplatzes erteilt habe.

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