Akte 
Sitzung 19. Juni 1973
Entstehung
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I. Öffentliche Sitzung

Punkt i/l, Verabschiedung des Ehrenbürgers der Stadt, Herrn Dekan Breidling

Nachdem der Vorsitzende den Ehrenbürger der Stadt, Herrn Dekan Breidling, begrüßt hat, würdigt er in seiner Ansprache die Verdienste, die Herr Dekan Breidling sich in seiner langjährigen Tätigkeit auch im kommunalen Bereich erworben hat.

Seit dem 1. Juli 1942, dem Tage seines Dienstantritts, so führt Bürgermeister Mangels aus, habe Herr Dekan Breidling in einer ununterbrochenen Kette von Aktivitäten zum Wohl seiner Gemeinde und darüberhinaus der Bürgerschaft der Stadt gewirkt. Besonders in den schweren Zeiten des Krieges und der Nachkriegsjahre habe sich Herr Dekan Breid­ling mit Entschlossenheit und Unerschrockenheit für seine Gemeinde eingesetzt. Von den vielen sichtbaren Zeichen seines Wirkens erwähnte Bürgermeister Mangels unter anderem die neue Glocke der kath. Pfarrkirche, das Entbindungsheim Maria Elisabeth, das neue Pfarrzentrum und die Altentagesstätte etc. Bürgermeister Mangels schließt seine Anspra­che mit den besten Wünschen für den Ruhestand und überreicht als Erinnerungsgabe der Stadt Montabaur einen Steinzeugkrug mit den Wahrzeichen der Stadt.

Herr Dekan Breidling dankt in einer kurzen Erwiderung dem Bürgermeister und den Mit­gliedern des Stadtrates für die gute Zusammenarbeit während seiner langjährigen Tätig­keit in Montabaur. Er erwähnt dankend das gute Verhältnis, das zwischen ihm und den Mitgliedern des Stadtrates, gleich welcher Fraktion, während seiner Tätigkeit in Montabaur geherrscht habe.

Unter lang anhaltendem Applaus des ganzen Rates verläßt Herr Dekan Breidling den Sitzungssaal.

Zusätzlich aufgenommener Tagesordnungspunkt:

Berichterstattung des Herrn Dr. Schenk über den Stand der Wasserbohrungen

Herr Bürgermeister Mangels begrüßt Herrn Dr. Schenk und bittet ihn um einen Situations­bericht bezüglich des Standes der Wasserbohrungen im Stadtwald.

Herr Dr. Schenk geht in seinem Bericht auf die bisherigen Untersuchungen ein und erklärt, daß die kürzlich eingebrachte Bohrung ein negatives Ergebnis gebracht habe. Ein Ergeb­nis von 3 1 Pumpförderung pro Sekunde sei ohne weiteres als negativ zu bezeichnen. Die Ergebnisse der bisherigen Pumpversuche zeigten eine Wassertemperatur von 9 C. Das ist ein Zeichen, daß es sich hier einwandfrei um Oberflächenwasser, nicht um Grundwasser handelt. In seinen weiteren Ausführungen schlägt Herr Dr. Schenk vor, daß an anderen Bohrpunkten mit zwei Maschinen weiter gesucht werden soll. Man habe jetzt den Vorteil, daß man aufgrund der elektrischen Messungen sagen kann, daß in der Quarzitschicht kein positives Ergebnis zu erwarten ist.

Es schließt sich an diese Ausführungen eine rege Diskussion an. Im Verlauf der Aus­sprache wurde festgehalten, daß die nächsten drei Bohrungen nur 50 m tief angesetzt werden sollen. Sodann sollen zunächst Versuchspumpungen vorgenommen werden. Erst wenn festgestellt wird, daß die Bohr stelle ein günstiges Ergebnis erwarten läßt, soll, wenn nötig, tiefer gebohrt werden. Daran anschließend faßt der Stadtrat einstimmig folgenden Beschluß:

Der Stadtrat beschließt die Fortführung der Bohrmaßnahmen nach Möglichkeit an mehreren Stellen gleichzeitig, um so zum nächstmöglichen Zeitpunkt fündig werden zu können.

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