Akte 
Sitzung 30. Oktober 1975
Entstehung
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Herr Glasner verweist jedoch darauf, daß nicht alle Schäden durch die Eigenschaft des Wassers entstehen, sondern,daß auch unsachgemäße Behandlung durch die Installateure und die Verwendung minderwertigen Materials oft Ursache der Schäden sind. Als Beweis legt er ein Stück einer Kupfer­leitung vor, die eindeutig von außen und nicht von innen, also durch das Wasser, angegriffen ist. Durch die Verwendung von minderwertigem Lötfett kann es nach den Worten von Herrn Glasner ebenfalls zu Schäden an den Kupferleitungen kommen.

Zunächst wird festgestellt, daß die Aufgaben der Wasserver­sorgung ab 1. Jan. 1975 auf die Verbandsgemeinde überge­gangen sind. Da jedoch wesentliche Belange der Stadt Monta­baur berührt werden, soll die Diskussion über die Beschaffenheit des Wassers zum Gegenstand der Sitzung des Haupt- und Finanz­ausschusses im Januar 1976 werden. Bis dahin soll ein Gut­achten über die Qualität des Wassers und insbesondere über seine aggressiven Eigenschaften eingeholt werden. Der Ver­bandsgemeinderat soll ebenfalls mit dieser Angelegenheit befaßt werden. Man ist übereinstimmend der Auffassung, daß in dieser Angelegenheit so schnell wie möglich etwas getan werden muß. Sollte es sich aus dem Gutachten ergeben, daß das Wasser die von Herrn Witte geschilderten aggressiven Eigenschaften besitzt, muß entweder der Bau einer Entsäurungs- anlage oder eine allgemeine Empfehlung an alle Bürger er­folgen, keine Kupferleitungen mehr zu verwenden. Bevor je­doch endgültige Schritte unternommen werden, soll das Gut­achten und das Ergebnis der Diskussion im Haupt- und Finanzausschuß der Stadt und Verbandsgemeinderat abgewartet werden. Es soll ein unabhängiger Gutachter bestellt werden, der vor dem Haupt- und Finanzausschuß oder dem Stadtrat berichten soll.

Die Untersuchungen des Gesundheitsamtes haben ergeben, daß das Wasser in der Stadt Montabaur und in den Stadtteilen von einwandfreier Qualität ist. Berichte über eine aus medizinischer Sicht schlechte Qualität und über eine davon ausgehende Gesundheitsgefährdung müssen eindeutig dementiert werden.

In diesem Zusammenhang berichtet Ratsmitglied Wolf, CDU- Fraktion, daß das Wasser im Stadtteil Eschelbach oft trüb aus der Leitung kommt.

Herr Wolf wird gebeten, wenn es erforderlich ist, sich mit dem Werkleiter, Herrn Glasner, in Verbindung zu setzen.

543 Montabaur, 18. November 1975

vom

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Schriftführer:

Ratsmitgl. Wahl, i.V. für

Vorsitzender: ^

Ratsmitgl. Witte:

Ratsmitgl