Akte 
Sitzung 12. März 1970
Entstehung
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Der Betrieb von Hallenbädern erfordert erhebliche öffentliche Zuschüsse. Deshalb ergibt sich die Frage, ob es zu verantwor­ten ist, innerhalb eines so kleinen Einzugsgebietes Hallenbä­der zu errichten, die nicht nur den eigenen Haushalt der Stand­ortgemeinden, sondern auch den Haushalt des Kreises belasten. Für jede Gemeinde, die aus eigenen Mitteln und mit Zuschußmit­teln des Kreises ein Hallenbad betreibt,erhöhen sich gleich­zeitig wegen der unmittelbaren Nachbarschaft anderer Bäder die Betriebskosten erheblich.

Die Mitglieder des Stadtrates sind aufgefordert, in den zu­ständigen Gremien darauf hinzuwirken, daß sich diese Pläne nicht verwirklichen.

Als nächsten Punkt erwähnt der Vorsitzende die geplante Fahrt nach Tonnerre. Wegen des Urkundenaustausches verliest er den Textentwurf, der folgenden Wortlaut hat:

"Der Austausch von Partnerschaftsurkunden in Tonnerre in Bur­gund und Montabaur in Rheinland-Pfalz ist ein bedeutendes Ereignis in der Geschichte beider Städte. Durch dieses Doku­ment bekunden Bürgerschaft, Rat und Verwaltung der Gemeinden ihren Willen, zu einer wachsenden deutsch-französischen Ver­ständigung nach bestem Willen beizutragen.

Vor allem die Jugend möge zur Vertiefung des Partnerschafts­gedankens beitragen, damit über sprachliche und räumliche Grenzen hinweg ein geeintes Europa in Frieden und Freiheit entsteht.

Die Bürgermeister beider Städte haben sich unermüdlich für die Verwirklichung der Partnerschaft eingesetzt. Die Gemein­devertretungen in Tonnerre und Montabaur haben deshalb be­schlossen und feierlich erklärt, die gegenseitigen freund­schaftlichen Beziehungen im Geiste der Völkerverständigung zum Wohl ihrer Bürger zu fördern und zu pflegen.

Montabaur, _ Tonnerre,_

Unterschrift Unterschrift

Der Vorsitzende bittet dann die Mitglieder des Stadtrates, zum baldmöglichen Zeitpunkt ihre Teilnahme an der Fahrt nach Tonnerre bekanntzugeben.

Die Mitglieder des Stadtrates werden weiterhin gebeten, mög­lichst vollzählig'an dieser 1. Begegnung, in der der Urkunden­austausch in Tonnerre erfolgt, teilzunehmen. Die Kosten für die Omnibusfahrt werden von der Stadt getragen. Aus Kosten­ersparnisgründen fällt dafür die sonst übliche Feier des Stadt­rates, die alljährlich stattfindet, aus.

16.4.19' n VI.Leg.-

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