Der Betrieb von Hallenbädern erfordert erhebliche öffentliche Zuschüsse. Deshalb ergibt sich die Frage, ob es zu verantworten ist, innerhalb eines so kleinen Einzugsgebietes Hallenbäder zu errichten, die nicht nur den eigenen Haushalt der Standortgemeinden, sondern auch den Haushalt des Kreises belasten. Für jede Gemeinde, die aus eigenen Mitteln und mit Zuschußmitteln des Kreises ein Hallenbad betreibt,erhöhen sich gleichzeitig wegen der unmittelbaren Nachbarschaft anderer Bäder die Betriebskosten erheblich.
Die Mitglieder des Stadtrates sind aufgefordert, in den zuständigen Gremien darauf hinzuwirken, daß sich diese Pläne nicht verwirklichen.
Als nächsten Punkt erwähnt der Vorsitzende die geplante Fahrt nach Tonnerre. Wegen des Urkundenaustausches verliest er den Textentwurf, der folgenden Wortlaut hat:
"Der Austausch von Partnerschaftsurkunden in Tonnerre in Burgund und Montabaur in Rheinland-Pfalz ist ein bedeutendes Ereignis in der Geschichte beider Städte. Durch dieses Dokument bekunden Bürgerschaft, Rat und Verwaltung der Gemeinden ihren Willen, zu einer wachsenden deutsch-französischen Verständigung nach bestem Willen beizutragen.
Vor allem die Jugend möge zur Vertiefung des Partnerschaftsgedankens beitragen, damit über sprachliche und räumliche Grenzen hinweg ein geeintes Europa in Frieden und Freiheit entsteht.
Die Bürgermeister beider Städte haben sich unermüdlich für die Verwirklichung der Partnerschaft eingesetzt. Die Gemeindevertretungen in Tonnerre und Montabaur haben deshalb beschlossen und feierlich erklärt, die gegenseitigen freundschaftlichen Beziehungen im Geiste der Völkerverständigung zum Wohl ihrer Bürger zu fördern und zu pflegen.
Montabaur, _ Tonnerre,_
Unterschrift Unterschrift
Der Vorsitzende bittet dann die Mitglieder des Stadtrates, zum baldmöglichen Zeitpunkt ihre Teilnahme an der Fahrt nach Tonnerre bekanntzugeben.
Die Mitglieder des Stadtrates werden weiterhin gebeten, möglichst vollzählig'an dieser 1. Begegnung, in der der Urkundenaustausch in Tonnerre erfolgt, teilzunehmen. Die Kosten für die Omnibusfahrt werden von der Stadt getragen. Aus Kostenersparnisgründen fällt dafür die sonst übliche Feier des Stadtrates, die alljährlich stattfindet, aus.
16.4.19' n VI.Leg.-
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