Akte 
Sitzung 17. Juli 1963
Entstehung
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Fragebogen müssen ersichtlich sein, die Höhe der Stromkosten wie der Wärmebedarf gedeckt werden soll, die etwa erforderlichen Entwässerungsgebühren, der Verwaltungskostenbeitrag, Grundbe­sitzabgaben und vieles mehr.

Wenn ich Ihnen aber eine ungefähre Auskunft aufgrund der Erfahrungen gleichgroßer Bäder in anderen Städten (lO x 25 m) geben soll, dann muß ich Ihnen sagen, daß Sie bei einem solchen Bad mit einem jährlichen Zuschußbetrag von etwa 40.000, DM rechnen können. Genaue Zahlen kann ich Ihnen erst aufgrund der aufgestellten Wirtschaftlichkeitsberechnung und des von Herrn Dr. Krieger fertiggestellten Planentwurfes geben.

Ebenfalls davon abhängig ist, ob die Bundeswehr eine garan­tierte Stundenzahl für Badebenutzung abnimmt. Wenn auch, bedingt durch den Preisnachlaß, die Benutzung des Bades durch die Bundeswehr keinen Verdienst einbringt, wird trotzdem die Wirtschaftlichkeit verbessert, da die fixen Kosten zur Unter­haltung des Bades in jedem Falle die gleichen bleiben. Ausschlaggebend für die allgemeine Rentabilität ist die Zusicherung der Bundeswehr über die Benutzung überhaupt und auf welche Dauer. Ohne solche Zusicherung kann es passieren, daß Sie ein großes Bad erstellt haben, ohne die Gewißheit zu haben, wieviel Personen tatsächlich das Bad benutzen. Aus diesen Erwägungen ist für Ihren Ort die Errichtung des kleineren Typs zu empfehlen, da der Besuch des Bades durch die Bundeswehr immer ein unsicherer Faktor sein wird."

Amtmann Schäfer empfiehlt weiterhin, auch bei der Errichtung des kleineren Bades die Verhandlungen mit der Bundeswehr dahin zu führen, daß nicht nur das Hallenbad, sondern auch das Freibad benutzt wird. Eine solche Abmachung senkt ebenfalls die Betriebskosten, da der Energiebedarf für den Betrieb des Hallenbades geringer wird, je mehr das Freibad benutzt wird.

Nach diesen Ausführungen geht der Sprecher noch einmal kurz auf die Anlage des Bades ein.

"In der kombinierten Bauweise ist durch die Anlage eines Frei­bades Bademöglichkeit für eine wesentlich größere Besucherzahl gegeben. In dem vorliegenden Plan des Architekten Dr. Krieger ist dieser Tatsache Rechnung getragen. Er hat beispielsweise

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