§ 18 Abs. (3) besagt
"(3) Die Gemeindevertretung kann einen Bürger, der ohne wichtigen Grund eine ehrenamtliche Tätigkeit ablehnt oder niederlegt, in eine Buße bis zu 1.000,— DM nehmen. Die Buße wird im Verwaltungszwangsverfahren beigetrieben."
Nun schreitet der Bürgermeister zur Verpflichtung des neuen Stadtrat smitgliedes.
"Ich verpflichte sie als Mitglied des Stadtrates auf Grund der Gemeindeordnung § 24 Abs. 2 und gebe zugleich damit der Hoffnung Ausdruck, daß sie als Mitglied^ des Stadtrates die ihnen gestellten Aufgaben nach bestem Wissen und Gewissen zum Wohle der Stadt erfüllen werden."
Stadtrat Alex Foerster wird durch Handschlag verpflichtet.
Es wird nun in die eigentliche Tagesordnung eingetreten.
I. öffentliche Sitzung.
Punkt 1
Beratung des Aufbau- und Wirtschaftsplanes.
An der Vorderseite des Sitzungssaales sind befestigt:
Der Verkehrsplan, Aufbauplan, Wirtschaftsplan, Bestandsplan.
Bürgermeister Kraulich führt aus, daß der Stadtrat vor 2 Jahren beschlossen hat, Herrn Dipl. Ing. Dr. Mühlhopt in Karlruhe die Gesamtplanung der Stadt zu übertragen.
Der Bürgermeister erläutert zunächst eingehend den Bestandsplan, der die flächenmäßige Aufteilung der Gemarkung aufzeigt so wie sie genutzt wird.
Es folgt die eingehende Erläuterung des Wirtschaftsplanes.
Die rot straffierte Fläche zeigt das für die Bundeswehr benötigte Gelände auf.Die in braun dargestellte Fläche weist Wohngebiete für die Zukunft aus. Das Gebiet in der Umgebung des alten Gal&en ist als Industriegelände gedacht.
Der Aufbauplan ist ebenfalls auf weite Sicht aufgestellt und geht die Planung bis zum Jahre 2 000.
Auf dem Verkehrsübersichtsplan sehen wir von allen Seiten Straßen nach Montabaur.laufen.
Der Fremdenverkehr ist in den letzten Jahren in Montabaur sehr angewachsen. So zählten wir im Jahre 1959 allein 16.000 Übernachtungen Für den Fremdenverkehr muß noch viel getan werden. So ist die Schaffung eines Freibades für die Sommerzeit sehr wichtig.
Der Bürgermeister betont ausdrücklich, daß die Erstellung der vorliegenden Pläne mit sehr viel Arbeit verbunden war. Es war nicht immer leicht die statistischen Angaben zu beschaffen.
Dr. Mühlhopt hat sich mit der Erstellung der Pläne sehr viel Mühe gegeben. Es waren zahllose Besprechungen und Beratungen erforderlich zu der auch andere Behörden zugezogen wurden.
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